Wortgottesdienst am 5. Fastensonntag

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden. Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik. Der gesamte Gottesdienst ist hier zum Download verfügbar: als PDF herunterladen

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.  

Lied

Ggf. Lied:Herr, gib uns Mut zum Hören” (Gotteslob Nr. 448,1-4)  

Einführung

Wenn wir in der Kirche zur Eucharistiefeier versammelt sind, gedenken wir des Todes und der Auferstehung des Herrn. Heute ist uns das nicht möglich. Doch auch in dieser Stunde können wir uns daran erinnern, dass Jesus uns Hoffnung auf jenes Leben schenkt, das über den Tod triumphiert. Diese Hoffnung soll uns stärken. Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir nicht alleine sind. Zusammen mit Christen auf der ganzen Welt bilden wir eine Gebetsgemeinschaft der Hoffenden.  

V: Herr Jesus Christus, du bist der Grund unserer Hoffnung. Herr, erbarme dich.
A: Herr, erbarme dich.  

V: Das Verlorene trägst du heim, Christus, erbarme dich.
A: Christus, erbarme dich.  

V: Dem Erkrankten gewährst du Heilung. Herr, erbarme dich.
A: Herr, erbarme dich.  

Psalm

Psalm 130 (Gotteslob Nr. 639,3+4).  

Gebet

V: Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tode überliefert. Lass uns in seiner Liebe bleiben und mit deiner Gnade aus ihr leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Ewigkeit.

A:  Amen.    

Schriftlesung  

Hinführung

Jesus trauert um seinen Lázarus. Dann zeigt er seine göttliche Macht. Er ruft den Verstorbenen aus dem Grab. Der Tod wird besiegt.

Aus dem Johannesevangelium Joh 11,3-7.17.20-27.33b-45

In jener Zeit sandten die Schwestern des Lázarus Jesus die Nachricht: Herr, sieh: Der, den du liebst, er ist krank. Als Jesus das hörte, sagte er: Diese Krankheit führt nicht zum Tod, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden. Jesus liebte aber Marta, ihre Schwester und Lazarus. Als er hörte, dass Lazarus krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er sich aufhielt. Danach sagte er zu den Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa gehen.

Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus sitzen. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Jüngsten Tag. Jesus sagte zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta sagte zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. Jesus war er im Innersten erregt und erschüttert. Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet? Sie sagten zu ihm: Herr, komm und sieh! Da weinte Jesus. Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?

Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war. Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagte zu ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag. Jesus sagte zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?

Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herumsteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen! Viele, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

  

Anmerkung:

Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. So wird eine barrierefreie Sprache bezeichnet, die sich durch einfache, klare Sätze und ein übersichtliches Schriftbild auszeichnet. Man findet den Text hier: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

 

Nach dem Evangelium folgen die Katechese, die Predigtgedanken, Stille oder ein Austausch über das Evangelium.

Fürbitten

Gott, ist ein Gott der Lebenden, nicht der Toten. Ihn dürfen wir bitten:

  • Stärke deine Kirche, dass sie die Botschaft der Auferstehung klar und kraftvoll verkündet. Gott des Lebens. V: Lebendiger Gott, A: Erbarme dich unser.
  • Tröste die Einsamen und Mutlosen, schenke Ihnen Menschen, die ihnen beistehen. …
  • Stärke alle, die in Krankenhäusern und Arztpraxen Kranke pflegen und behandeln. …
  • Schenke unseren Verstorbenen das unverlierbare Leben bei dir. …

Gott, du hast uns nicht für den Tod erschaffen, sondern für das unbegrenzte, heile, ewige Leben in dir. Dank und Lobpreis sei dir dafür in Ewigkeit.

 

Vaterunser

V: Als Getaufte sind wir Kinder Gottes, deshalb dürfen wir sprechen: Vater unser …

 

Segensbitte

V: Der Friede des Auferstandenen wohne in uns.
Die Freude des Auferstandenen erfülle uns.
Die Liebe des Auferstandenen durchdringe uns.
A: Amen.

V: Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit.
A: Amen.

Josef Katzer/Christoph Heinemann

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