Der Palmsonntag ist ein fröhlicher Tag

Eine Vorlage zum Gebet mit Kindern am Palmsonntag

Das Gebet für Kinder steht auch zum Download zur Verfügung. In der Datei findet sich auch ein Ausmalbild zum Ausdrucken: PDF-Datei herunterladen

Der Palmsonntag ist ein fröhlicher Tag

Vorbereiten: Mit den Kindern grüne Zweige sammeln und zum Hausgottesdienst mitbringen, ebenso eine passende Blumenvase.

 

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Wären wir jetzt in der Kirche, hätten wir Palmzweige in den Händen und würden singen. Eben haben wir gehört, warum Christen das an jedem Palmsonntag feiern: Jesus zog Jerusalem ein. Es war ein großes Freudenfest, das merkten auch die Kinder. Die Erwachsenen liefen an die Straße und jubelten; sie riefen: »Jesus, der Heiland der Welt, kommt!« Viele Kinder hatten schon von Jesus gehört. Manche wussten, dass Jesus die Kinder ganz besonders liebt und dass er sie nicht wegschickte, wie das die Erwachsenen oft taten. Und die Kinder hatten gehört, wie jemand sagte: Diesen Mann wollen wir zu unserem König machen, zum König der Juden!

Könnt ihr euch vorstellen, wie gespannt die Kinder von Jerusalem waren? Sie wussten, dass ihre Eltern auf einen Retter und König warteten. Und vielleicht war Jesus ja dieser Retter.

Bestimmt haben sich die Kinder an der Straße ordentlich gedrängelt, damit sie Jesus nicht verpassten. So wie bei uns die Kinder drängeln, wenn ein Umzug ist, den sie unbedingt sehen wollen! Und wie die Erwachsenen haben sie Zweige von den Palmen und Olivenbäumen genommen, um sie auf den Weg zu werfen, auf dem Jesus zu ihnen kommen würde.

Ganz aufgeregt waren die Kinder von Jerusalem. Viele wussten noch nicht, wie der Heiland aussah. Und ob er wohl auf einem Pferd käme? Ob er sie auch sehen würde?

Da, endlich machten die Menschen in der Nähe vom Stadttor Platz. Sie breiteten ihre Mäntel auf dem Weg vor Jesus aus und jubelten: »Hosianna in der Höhe! Sei gepriesen, der du kommst als Heiland der Welt.« Bestimmt reckten die Kinder ihre Köpfe, um sehen zu können, was da geschah. Und was sahen sie? Sie sahen einen Mann in einem einfachen Umhang. Dieser Mann ritt nicht auf einem großen herrlichen Pferd wie die Krieger. Nein, Jesus ritt auf einem Esel. Es war eine Eselin, und sie war noch ganz jung, noch nie hatte ein Mensch auf ihr gesessen. Aber Jesus war freundlich, und die Eselin trug ihn gern. Jesus hatte seine Jünger losgeschickt, damit sie diese Eselin holen sollten. Sie sollte ihn zu den Menschen in Jerusalem tragen.

Warum ritt Jesus nicht auf einem Pferd? Da hätten ihn die Menschen doch viel besser sehen können. Außerdem kamen so die wichtigen Menschen daher, die Krieger und mächtigen Herren. Aber Jesus wollte kein Krieger sein. Nein, auch als großer und mächtiger Herr wollte er die Menschen nicht aufsuchen. Jesus kam als Freund. Er kam nicht als Eroberer nach Jerusalem, sondern mit Frieden im Herzen. So ein Eselchen war gerade recht, um den Friedensbringer zu tragen. So war Jesus den Kindern auch viel näher, und vor der jungen Eselin hatten sie keine Angst. Wenn jemand auf einem großen Pferd ritt, waren sie schon vorsichtiger.

Die Kinder winkten mit ihren Palmen und Ölzweigen. Auch sie warfen ihre Zweige auf den Weg und jubelten wie die Erwachsenen: »Hosianna in der Höhe! Sei gepriesen, der du kommst als Heiland der Welt.« Denn auch sie glaubten und hofften, dass Jesus als Retter kam. Was muss das für ein herrliches Gefühl gewesen sein.! Da kommt jemand, auf den so viele Menschen schon so lange sehnsüchtig warten.

Aber warum winkten die Menschen mit Zweigen und warfen sie auf den Weg? Die Bewohner von Jerusalem wollten mit ihren Palmzweigen zeigen, dass sie Jesus als ihren König und Retter begrüßten. Die Palme galt nämlich zur Zeit Jesu als besonderer, kostbarer Baum. Sie ist ein großer und starker Baum. Eine Palme hat einen biegsamen Stamm, sodass selbst ein mächtiger Sturm sie nicht umblasen kann. Und sie kann dreihundert Jahre alt werden, älter als jeder Mensch. Deshalb waren Palmzweige ein Zeichen des Königs. Und wie die Ölzweige waren sie Symbol des Friedens, den dieser König bringen sollte.

Auch wir haben Zweige gesammelt. Wir haben keine Palmen gebracht, sondern Zweige, die bei uns wachsen. Palmen gibt es nur in wärmeren Ländern. Aber das macht nichts. Unsere Zweige sind ein Zeichen dafür, dass auch wir alle uns über Jesus freuen dürfen. Diese Zweige stellen wir in die Blumenvase, damit sie uns daran erinnern, wie die Kinder in Jerusalem Jesus zugejubelt haben.

 

Die Zweige werden in die Blumenvase gestellt. Dann folgt das Gebet.

 

V: Lieber Gott,
diese grünen Zweige, die wir gesammelt haben
sind Zeichen des Lebens und des Sieges.
Wie die Kinder in Jerusalem wollen wir mit ihnen Christus, unserem König, feiern.
Wir wissen, dass Freude und Leid manchmal eng beieinanderliegen.
Wir freuen uns, dass wir als Familie zusammenstehen und einander liebhaben.
Wir denken aber auch an all diejenigen, die in diesen Tagen einsam und traurig sind.
Wir denken an die vielen Kranken und an die, die Ihnen helfen.
Schenke allen Kraft, Mut und Zuversicht und begleite uns durch diese Zeit.
Darum bitten wir dich, durch Christus unseren Freund und Bruder.
A: Amen.

 

Elisabeth Hardt/Christoph Heinemann

 

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