Hausgottesdienst am Ostermontag

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Der gesamte Gottesdienst ist hier zum Download verfügbar: als PDF herunterladen

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.  A: Amen.

 

Einführung

Zu glauben heißt auf das zu vertrauen, was überliefert wurde. Die Frohe Botschaft anzunehmen und weiterzugeben ist unsere Aufgabe als Getaufte: Christus ist auferstanden, der Tod ist besiegt. Das ist unsere Hoffnung, das ist unser Glaube. Begrüßen wir den Auferstandenen in unserer Mitte, denn er hat versprochen da zu sein, wenn zwei oder drei in seinem Namen zusammenkommen.

 

Lobpreis

Kehrvers:       Halleluja, Halleluja lobet den Herrn (gesprochen) oder

der gesungene Kehrvers vom Lied im Gotteslob Nr.326.

 

V: Gepriesen bist du, Herr, du Gott des Anfangs.

Du hast die Welt erschaffen

und uns Lebensraum in Fülle geschenkt. A: Kehrvers

 

V: Gepriesen bist du, Herr, du Gott der Treue.

Seit Anbeginn der Welt begleitest du dein Volk

und sendest ihm Propheten, die dein Wort verkünden und es zurück auf den

rechten Weg führen. A: Kehrvers

 

V: Gepriesen bist du, Herr, du Gott der Liebe.

Du hast deinen Sohn auf die Welt gesandt,

um uns das ewige Leben zu schenken. A: Kehrvers

 

V: Gepriesen bist du, Herr, du Gott des Lebens.

Du hast deinen Sohn zur Tilgung unserer Schuld hingegeben

und uns durch seine Auferweckung bleibende Hoffnung geschenkt. A: Kehrvers

 

V: Gepriesen bist du, Herr, du Gott der Einheit.

Dein Heiliger Geist führt uns zusammen

und eint uns, wie du der Eine in drei Personen bist. A: Kehrvers

 

V: Gepriesen bist du, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Wir stimmen voll österlicher Freude ein

in den Lobgesang der himmlischen Chöre:

Lied

Lied: Das ist der Tag, den Gott gemacht“ (Gotteslob Nr. 329)

 

Gebet

V:  Gott, du Herr allen Lebens,

durch die Taufe schenkst du deiner Kirche

Jahr für Jahr neue Söhne und Töchter.

Gib, dass alle Christen in ihrem Leben dem Sakrament treu bleiben,

das sie im Glauben empfangen haben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus,

unseren Herrn, der mit dir und dem heiligen Geist

lebt und herrscht in Ewigkeit.

A: Amen

 

Schriftlesungen

 

Hinführung zur Lesung

Paulus nennt den Korinthern die Kernbotschaft des Glaubens, die er als Erfüllung der Schrift sieht: Jesus ist von dem Tod erstanden und ist danach mehreren erschienen. Wer glaubt, wird gerettet werden.

 

Lesung aus dem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth   1 Kor 15,1-11

Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet werden, wenn ihr festhaltet an dem Wort, das ich euch verkündet habe, es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen. Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe:

Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf. Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.

Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt. Denn ich bin der Geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe.Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir.

Ob nun ich verkünde oder die anderen: Das ist unsere Botschaft und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt.

 

Lied

Lied: Freu dich erlöste Christenheit“ (Gotteslob Nr. 337)

 

Hinführung zum Evangelium

Der Auferstandene erklärt den verunsicherten Emmausjüngern Gottes Heilshandeln an ihm auf Grundlage der Schrift. Doch erst am Brotbrechen erkennen die zwei ihn als den Jesus Christus.

 

Aus dem Lukasevangelium   Lk 24,13–35

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.

Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.

Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren.

Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?

Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

 

Anmerkung: Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. So wird eine barrierefreie Sprache bezeichnet, die sich durch einfache, klare Sätze und ein übersichtliches Schriftbild auszeichnet. Man findet den Text hier: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de

 

Nach dem Evangelium folgen die Katechese, die Predigtgedanken, Stille oder ein Austausch über das Evangelium.

Fürbitten

Zu Gott, der seine Treue über den Tod hinaus erweist, bitten wir:

  • Für alle, die dem Sakrament der Taufe trotz aller Widrigkeiten treu sind. Guter Gott

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für alle, die den Glauben bezeugen und an andere weitergeben…
  • Für alle, die in diesen Tagen einsam, traurig oder krank sind…
  • Für alle, die um einen geliebten Menschen trauern…
  • Für alle, die verstorben sind…

Lebensspendender Gott, du bist der Sieger über den Tod. Führe auch uns einst in dein himmlisches Reich, der du lebst und wirkst in Ewigkeit. A: Amen

 

Zum Vaterunser

Gott ist der Herr des Himmels und der Erde, sein Wille geschehe. Das bekennen wir im Vaterunser. So lasst uns einstimmen in dieses Gebet, das Jesus selbst uns überliefert hat: Vater unser…

 

Zur Besinnung

Wer läuft mit, wenn mich Zweifel plagen, ob das alles wahr ist?

Einer, der am Kreuz gerufen hat: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

 

Wer geht mit, wenn ich schief angeguckt oder ausgelacht werde?

Einer, der verspottet, angespuckt und mit Dornen gekrönt wurde.

 

Wer begleitet mich, wenn ich mich alleine gelassen und einsam fühle?

Einer, der im Garten Getsemani von seinen Jüngern alleine gelassen und später verleugnet wurde.

 

Wer läuft mit, wenn die Last des Lebens mich zu Boden drückt?

Einer, der die Last des Kreuzes getragen hat.

 

Segensbitte

V: Gott lässt uns nicht allein, er begleitet uns auch in schweren Zeiten. Voll Hoffnung bitten wir nun

um seinen Segen:

V: Der Vater, der Gott des Lebens, sei in unserer Mitte.         A: Amen

V: Der Sohn, der von den Toten erstanden ist, stärke unsere Hoffnung.     A: Amen

V: Der Geist, der uns den Willen Gottes zeigt, leite uns.                    A: Amen

 

V: Und der Segen des allmächtigen Gottes, + des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes,

komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit.      A: Amen

 

Lied: Freu dich, du Himmelskönigin“ (GL 525).

Carolin Trostheide/Christoph Heinemann

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