Heute ist Gegenteiltag – 12. April 2020

Eine Vorlage zum Gebet mit Kindern am Ostersonntag

Das Gebet für Kinder steht auch zum Download zur Verfügung. In der Datei findet sich auch ein Ausmalbild zum Ausdrucken: PDF-Datei herunterladen

Heute ist Gegenteiltag

Eine Mutter erzählt: „So einmal pro Woche erklären meine Kinder einen Wochentag zum „Gegenteiltag“. Und dann sagen sie Sätze wie: „Das Spielzeug gehört heute nicht mir“, „Wir sind gar nicht stark“, „Ja heißt Nein“ und „Nein heißt Ja“. Diese verkehrte Welt macht den beiden Spaß, aber für mich ist das durchaus auch anstrengend: Ich muss genau hinhören, was sie gerade sagen und damit meinen“.
Wovon die Frau spricht ist eine verkehrte Welt. Und so eine verkehrte Welt erleben auch die Frauen und Männer, die Jesus auf seinem Weg begleiten.

 

Was bisher geschah

Erinnern wir uns, was wir über Jesus und sein bisheriges Leben wissen.
Er hat Menschen, die krank und tot waren, geheilt und ihnen wieder ein neues Leben geschenkt.
Er hat gesagt, dass den Armen und Verfolgten das Himmelreich gehört.
Dann hat er uns Menschen aufgetragen: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“
Das klingt doch alles irgendwie auch nach Gegenteiltag: Meinen Feind zu lieben.
Und das hat Jesus immer wieder allen Menschen erzählt und es gab mächtige Menschen, denen das überhaupt nicht gefallen hat. Die haben Angst bekommen, dass Jesus und seine Anhänger und Anhängerinnen diese neue Gegenteilwelt leben wollten.
Die jüdischen Priester und Schriftgelehrten und auch die Römer wollten, dass in ihrem Land alles so bleibt, wie es ist. Und als Jesus dann nach Jerusalem kam, da bekamen sie Angst. Sie glaubten, dass Jesus und seine Leute einen Aufstand machen wollten.
So haben sie Jesus verhaftet, ihm den Prozess gemacht und ihn zum Tod verurteilt.
Am Karfreitag haben wir uns daran erinnert, wie Jesus gestorben ist, nämlich am Kreuz. Als Jesus gestorben war, wurde sein Leichnam vom Kreuz genommen, in Leinentücher gewickelt und in ein Grab gelegt.

Der Ostersonntag

Ja, und dann kam der Ostersonntag und wir haben eben gehört, was passiert ist:
Maria von Magdala geht zum Grab und sie sieht: Der Stein ist weg und Jesus auch.
Schon wieder Gegenteiltag. Der tote Jesus liegt nicht in seinem Grab, sondern ist weg.
Und noch etwas: Das Ganze erzählt eine Frau. Früher waren die Frauen für den Haushalt zuständig und hatten keine öffentlichen Aufgaben. Sie durften z.B. nicht bei Gericht als Zeugin aussagen. Nun kommt eine Frau und erzählt als Erste, was passiert ist. Die Jünger glauben ihr und alle gehen zum Grab. Dort sehen sie, dass Jesus nicht mehr da ist. Die Jünger gehen wieder nach Hause. Aber was macht Maria?
Sie ist sehr traurig und weint und schaut ins Grab. Dort sieht sie zwei Engel sitzen.
Die Engel fragen sie: „Frau, warum weinst du?“ Und sie sagt: „Mein Herr ist weg und ich weiß nicht wohin.“ Es ist für sie ganz schrecklich, dass sie nicht weiß, wo Jesus ist. Erst wird er getötet und dann ist er auch noch weg. Sie kann nicht um ihn trauern.
Dann sieht sie einen Mann und auch er fragt: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“ Und dieser Mann sagt dann einfach: „Maria“ Und Maria sieht und versteht, dass dieser Mann Jesus ist. Wieder eine verkehrte Welt: Ein Toter ist wieder lebendig.
Aber diese verkehrte Welt hat für Christen einen besonderen Sinn:

Jesus ist stärker als der Tod

Jesus ist stärker als der Tod. Er kann die verkehrte Welt wirklich machen: Jesus und damit jeder Mensch ist nicht länger tot, sondern lebt nach dem Tod auf eine ganz besondere Weise weiter.
Maria hat uns gezeigt, wie das geht. Sie sucht Jesus, weil sie ihn liebt. Sie begegnet Jesus an seinem Grab und ihr Herz ist bereit zu sehen und zu glauben: Jesus ist nicht tot, sondern er lebt. Sie spürt die Nähe und versteht die Wahrheit von Jesu Botschaft.
Jesus bringt den Menschen eine neue Welt, die manchmal wie eine verkehrte Welt aussieht. Aber das ist sie nicht. Es ist eine neue Welt mit einer ganz anderen Botschaft: Wir leben nach dem Tod weiter – bei ihm.

Ute Klewitz

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