Von der Trauer zur Freude

Eine Vorlage zum Gebet mit Kindern am Ostermontag

Das Gebet für Kinder steht auch zum Download zur Verfügung. In der Datei findet sich auch ein Ausmalbild zum Ausdrucken: PDF-Datei herunterladen

Von der Trauer zur Freude

Die Geschichte aus der Bibel, die wir gerade gehört haben ist sehr bekannt. Sie handelt von zwei Freunden von Jesu. Zu Beginn sind diese beiden Männer gar nicht glücklich. Habt ihr gut zugehört und wisst, was ist passiert? (-) Nach Möglichkeit die Kinder einbeziehen Ihr Freund Jesus ist gestorben und es war nicht nur irgendein Freund, es war ein ganz wichtiger Freund. Sie sagen, er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Das heißt, mit Jesus hat sich ihr Leben verändert. Sie hatten eine neue Verbindung zu Gott, das hat ihnen gutgetan. Ihr ganzes Leben hatte einen Sinn. Und gerade dieser Jesus, der so wichtig für sie war, der ist jetzt gestorben. Dabei geht der auferstandene Jesus schon mit ihnen, aber sie merken es nicht. Sie sind so traurig, dass es heißt, sie sind blind vor Trauer, d. h. sie können manches nicht sehen, auch wenn es direkt vor ihren Augen ist. Aber das ändert sich im Lauf der Geschichte. Was geschieht? (-) Sie erzählen diesem Fremden, worüber sie nachdenken, was sie alles so traurig macht. Und der fremde Mann erklärt ihnen, was er davon denkt. Er denkt, dass alles einen Sinn ergibt, es ist nicht sinnlos, dass Jesus gestorben ist. Er kann ihnen genau erklären, wieso. Das verändert etwas bei den zwei Männern. Sie sind froh, dass einer versteht, was passiert ist, und es gar nicht schrecklich findet. Sie hängen an seinen Lippen und möchten auf jeden Fall, dass er mit ihnen auch noch zu Abend isst. Da, nachdem dieser Mann ihnen alles so gut erklärt hat und sie nicht mehr ganz so verzweifelt sind, da erkennen sie Jesus, als er mit ihnen das Brot teilt und mit ihnen betet. Da plötzlich können sie sehen, dass es Jesus ist, der mit ihnen am Tisch sitzt, und sie erinnern sich, dass sie sich schon im Gespräch mit ihm wohlgefühlt haben: „Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete …“, so sagen sie. Das verändert alles. Ihre Trauer verwandelt sich in Freude und sie können sich wieder voller Hoffnung auf den Weg machen. Jetzt hatten die beiden Glück, dass ihre Trauer auf diese Weise in Freude verwandelt wurde, dass Jesus, von dem sie dachten, er sei für immer tot, mit ihnen gegangen ist und ihnen wieder Hoffnung gemacht hat. Aber was machen wir denn, wenn wir traurig sind? Was meint ihr? (-) Wir können im Gebet mit Jesus sprechen und uns ihm anvertrauen. Wir können weinen, wenn wir traurig sind. Wir können uns auch anderen Menschen anvertrauen. Wir können wie die zwei Jünger Jesu einem Menschen, der uns zuhört und sich für uns interessiert, erzählen, was uns so traurig macht. Manchmal hilft das schon viel. Wer fällt euch denn da ein, zu wem könnt ihr denn gut gehen? (-) Wenn euch da ein, zwei Menschen einfallen, dann ist das schon sehr gut. Wenn einer interessiert und liebevoll zuhört, dann verändert sich etwas. Wenn wir auch nicht mehr zur Zeit Jesu leben, dann hat uns Jesus doch etwas versprochen, er hat gesagt: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Das heißt, wir dürfen darauf vertrauen, dass da, wo ihr einem lieben Menschen von all dem erzählt, was euch traurig macht, bedrückt, verzweifelt oder auch wütend macht, da ist Jesus mit dabei. Vielleicht könnt ihr es ja das nächste Mal spüren, wenn es euch so ähnlich geht: Jesus ist mit dabei, wenn einer dem anderen in seiner Not und Trauer zuhört.  

Cora Mazurowicz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.