Wortgottesdienst am 2. Ostersonntag

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Der gesamte Gottesdienst ist hier zum Download verfügbar: als PDF herunterladen

Lied

Lied:Bleibe bei uns“ (Gotteslob Nr. 325) o.ä.

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A: Amen.

 

Einführung

Ostern! Auferstehung! Für die einen ein Grund zu tiefer Freude, eine lebendige, unzerstörbare Hoffnung, für die anderen ein Ereignis, dem sie mit Zweifel und Skepsis, ja Ablehnung begegnen.

Wo stehen wir? Vielleicht irgendwo zwischen den zwei Positionen.

Nicht sehen und doch glauben – das war und ist ein Problem von uns Menschen, wenn es um Auferstehung geht. Und selbst Jesus weiß um den zweifelnden Menschen, nimmt ihn ernst und geht ihm entgegen. Aber das Wagnis des Glaubens nimmt er uns nicht ab.

 

Kyrie

V: Herr Jesus, du bist auferstanden von den Toten. Herr, erbarme dich.

A: Herr, erbarme dich.

V: Du rufst auch uns zum Leben. Christus, erbarme dich.

A: Christus, erbarme dich.

V: Stärke unseren Glauben und mach‘ uns lebendig aus dir. Herr, erbarme dich.

A: Herr, erbarme dich.

 

Psalmgebet

Psalm 114 (Gotteslob Nr. 643,1+2)

 

Gebet

V: Barmherziger Gott, durch die jährliche Osterfeier

erneuerst du den Glauben deines Volkes.

Lass uns immer tiefer erkennen,

wie heilig das Bad der Taufe ist, das uns gereinigt hat,

wie mächtig dein Geist, aus dem wir wiedergeboren sind,

und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn,

der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht In Ewigkeit.

A: Amen.

Schriftlesungen

Hinführung

Wovon lebt der Glaube und woher hat er seine Strahlkraft? Lassen wir uns inspirieren vom Leben der frühchristlichen Gemeinde.

Lesung aus der Apostelgeschichte   Apg 2,42-47

Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten. Alle wurden von Furcht ergriffen; und durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen. Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.

Hinführung

Jesus ist auferstanden und lebt! – Die Reaktion der Jünger auf diese Botschaft bewegt sich zwischen Furcht, Freude und Zweifel. 

Aus dem Johannesevangelium   Joh 20,19-31

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.

Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Anmerkung:

Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

 

Nach dem Evangelium folgen die Predigtgedanken, Stille oder ein Austausch über das Evangelium.

 

Glaubensbekenntnis

(im Gotteslob Nr. 3,4)

 

Fürbitten

Jesus Christus hat uns hineingenommen in sein unvergängliches Leben und seine Fülle. Aber er weiß auch um unsere Zweifel und menschliche Schwäche. Darum lasst uns beten:

  • Für alle Christen: um einen lebendigen Glauben, der Halt, Orientierung und Hoffnung gibt. Christus, Leben der Welt. A: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für die christlichen Kirchen: um die Gabe, die Botschaft vom Gott des Lebens überzeugend und glaubwürdig in unsere Welt hinein zu verkünden. …
  • Für die Zweifelnden und Enttäuschten, für alle, deren Leben von Dunkelheit und Leid überschattet ist: um Lebenskraft und Hoffnung. …
  • Für die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: um Solidarität und Erfolg bei der Suche nach Wegen aus der Krise. …

Herr Jesus Christus, durch dich haben wir das Leben und du gibst uns Zukunft. Bleibe bei uns und vollende uns dereinst in dir. Dir sei Lob und Ehre, jetzt und in Ewigkeit. A: Amen.

 

Vater unser

V: Lasst uns beten, wie Jesus es seinen Jüngern gelehrt hat: Vater unser …

 

Schlussgebet

V: Herr Jesus Christus, du bist auferstanden und lebst, und du rufst auch uns zum Leben.

Behüte mich im Glauben an das Leben, das du bist und das du schenkst.

Wenn mich Furcht überfällt, dann tritt in mein Leben und lass mich etwas von dir erfahren.

Und wenn ich zweifle, wenn ich mutlos bin und nicht mehr weiterweiß,

dann lass mich meine Hand nach dir ausstrecken und deine Nähe spüren.

Herr, ich möchte glauben – Hilf mir in meinem Unglauben. Jetzt und immer.

A:  Amen.

V: Dazu segne uns der dreifaltige Gott, + der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.

 

Marlies Lehnertz-Lütticken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.