Wortgottesdienst am 3. Ostersonntag

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Der gesamte Gottesdienst ist hier zum Download verfügbar: als PDF herunterladen

Lied

Lied:Das ist der Tag den Gott gemacht“ (Gotteslob Nr. 329)

Kreuzzeichen

V:  Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A:  Amen.

 

Einführung

Wie kann die österliche Freude festgehalten werden, wenn der Alltag uns wieder im Griff hat, 50 Tage lang oder ein ganzes Leben? Das Hören auf das Wort Gottes und die Feier der Gemeinschaft mit Jesus in der Eucharistie sind Grundvollzüge des österlichen Menschen und des ganzen christlichen Lebens. Die Feier der Eucharistie ist heute für uns nicht möglich, aber wir dürfen uns von Gottes Wort stärken lassen und miteinander beten und singen.

Hier wollen wir uns beleben lassen, damit die Freude von Ostern, der Dank für das Leben mit Gott uns jeden Tag trägt. Dazu haben wir uns versammelt. Wir wollen uns bereiten und den Herrn anrufen.

 

Kyrie-Litanei

V:  Herr Jesus, erhöht in die Herrlichkeit des Vaters. Herr, erbarme dich.

A: Herr, erbarme dich.

V: Du kommst in unsere Mitte und erschließt uns das Wort der Schrift. Christus, erbarme dich.

A: Christus, erbarme dich.

V: Du sendest uns als deine Zeugen. Herr, erbarme dich.

A: Herr, erbarme dich.

 

 

Psalm 63

Kehrvers:  Gott, du mein Gott, dich suche ich, meine Seele dürstet nach dir.

 

Gott, du mein Gott, dich suche ich,

meine Seele dürstet nach dir.

Nach dir schmachtet mein Leib,

wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser. Kehrvers

 

Ich will dich rühmen mein Leben lang,

in deinem Namen die Hände erheben.

Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,

mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen. Kehrvers

 

Ja, du wurdest meine Hilfe,

jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.

Meine Seele hängt an dir,

deine rechte Hand hält mich fest. Kehrvers

Lied

Loblied:Preis und Ehre“ (Gotteslob Nr 171)

Gebet

Allmächtiger Gott,

lass die österliche Freude in uns fortdauern,

denn du hast deiner Kirche

neue Lebenskraft geschenkt

und die Würde unserer Gotteskindschaft

in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Gib, dass wir den Tag der Auferstehung

voll Zuversicht erwarten

als einen Tag des Jubels und des Dankes.

Darum bitten wir durch Jesus Christus,

unseren Herrn.

 

Schriftlesung

Hinführung

Nach dem Ostertag offenbart sich Jesus den Jüngern am See von Tiberias.

Aus dem Johannesevangelium Joh 21, 1-14

In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.

Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

 

Anmerkung:

Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Nach dem Evangelium folgen die Predigtgedanken,

Am Anfang steht das Vertauen

oder Stille oder ein Austausch über das Evangelium.

 

Fürbitten

Zu Jesus Christus, der unsere Hoffnung und unser Leben ist, beten wir:

  • Für alle Menschen, die Verantwortung in Kirche, Gesellschaft und Politik tragen: Schenke ihnen die Weisheit, die richtigen Prioritäten zu setzen.
  • Für alle Menschen, die sich mit dem Glauben schwertun: Gib du dich ihnen als liebender Gott zu erkennen, der mit ihnen das Leben teilen will.
  • Für alle Menschen, die krank sind und für ihre Angehörigen: Tröste und stärke sie.
  • Für alle Menschen, die gestorben sind: Schenke ihnen das ewige Leben bei dir und lass die Trauernden auf die Auferstehung vertrauen.

Herr Jesus Christus, diese und alle unausgesprochenen Bitten vertrauen wir dir an, im Wissen, dass du alles zum Guten wenden willst. Amen.

 

Vaterunser

Wir gehören zu Gottes Familie, so dürfen wir voll Vertrauen beten: Vater unser im Himmel…

 

Schlussgebet und Segensbitte

V: Ewiger Gott, du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert.
Wende dich uns voll Güte zu
und bleibe bei uns mit deiner Huld,
bis wir mit verklärtem Leib
zum unvergänglichen Leben auferstehen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

A:  Amen.

V: Und der Segen des allmächtigen Gottes, + des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes,

komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit.

A:  Amen.

Lied

Lied: Freu dich, du Himmelskönigin“ (GL 525). 

Ruth Lazar / Stephanie Kersten

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