Wortgottesdienst am Gründonnerstag – 9. April 2020

Der gesamte Gottesdienst ist hier zum Download verfügbar: als PDF herunterladen

Kreuzzeichen

V:  Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A:  Amen.

 

Einführung

Am heutigen Abend gedenk Gläubige auf der ganzen Welt der Gegenwart Jesus in seiner Kirche. Dies ist der heilige Ursprung aller Eucharistiefeiern, auf die wir in dieser besonderen Situation verzichten müssen. Wir dürfen aber sicher sein, dass der Herr jetzt auch hier in unserer Mitte ist.

V: Herr Jesus Christus, bereit zur Hingabe deines Lebens für uns, hast du zum letzten Abendmahl geladen: Herr, erbarme dich unser.
A: Herr, erbarme dich unser

V: Du hast den Deinen die Füße gewaschen als liebevolles Mahnzeichen: Christus, erbarme dich unser.
A: Christus, erbarme dich unser.

V: Du erinnerst uns: Tut dies zu meinem Gedächtnis: Herr, erbarme dich unser.
A: Herr, erbarme dich unser.

 

Gebet

V: Allmächtiger, ewiger Gott,
am Abend vor seinem Leiden
hat dein geliebter Sohn der Kirche
das Opfer des Neuen und Ewigen Bundes anvertraut
und das Gastmahl seiner Liebe gestiftet.
Gib, dass wir aus diesem Geheimnis
die Fülle des Lebens und der Liebe empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Schriftlesungen

Hinführung zur Lesung

Im heiligen Mahl hat Jesus seiner Kirche sich selbst als Opferlamm für die Vielen geschenkt. In der Teilnahme an diesem Mahl ereignet sich die Vereinigung des gläubigen Menschen mit Gott und wird zugleich tiefere Gemeinschaft der Geladenen untereinander gestiftet.

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1 Kor 11, 23-26

Schwestern und Brüder!

Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!

Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

 

Lied:Ubi caritas“ (Gotteslob Nr. 445)

 

Hinführung zum Evangelium

In der tiefsten Erniedrigung Jesu wird seine göttliche Größe offenbar. Die Fußwaschung ist Vorausschau auf die liebende Kreuzeshingabe Jesu und zugleich Ermutigung, in dienender Liebe unser Kreuz im Leben und im Sterben anzunehmen, um Anteil an ihm zu erhalten.

 

Aus dem Johannesevangelium Joh 13,1-15

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung.Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern.

Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.

Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.

Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

 

Nach dem Evangelium folgen die Predigtgedanken, Stille oder ein Austausch über das Evangelium.

 

Fürbitten

Lasst uns beten zu Christus, unserem Herrn, der beim heiligen Mahl seinen Leib und sein Blut hingibt für das Leben der Welt:

  • Für die Mächtigen der Welt: dass sie die Bereitschaft zum Dienst an den Menschen als Weg zu wahrer Größe erkennen. Herr, Jesus Christus.

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für unsere Pfarrgemeinde: dass untereinander verbunden bleiben, auch wenn wir momentan auf gemeinsame Gottesdienst verzichten müssen. Herr, Jesus Christus.

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für die Kranken und Sterbenden: dass sie erfahren dürfen, wie nahe du ihnen bist. Herr, Jesus Christus.

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Für die Kinder, die in diesem Jahr zur Erstkommunion gehen wollen: Erhalte in ihnen die Vorfreude auf diesen Tag und schenke Ihnen Geduld, wenn sie noch auf ihn warten müssen. Herr, Jesus Christus.

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Herr Jesus Christus, im wunderbaren Sakrament des Altares hast du uns das Gedächtnis deines Leidens und deiner Auferstehung hinterlassen. Wir loben dich und danken dir, jetzt und immer. Amen.

Vaterunser

V: Alle unsere Anliegen, die ausgesprochenen und die stille, die wir im Herzen Tragen nehmen wir mit hinein in das Gebet, dass Jesus selbst seinen Jüngern gelehrt hat.
A: Vater unser im Himmel…

 

Gebet

V: Allmächtiger Gott,
am heutigen Tag hast du deiner Kirche
das Abendmahl deines Sohnes geschenkt.
Sättige uns beim himmlischen Gastmahl
mit dem ewigen Leben.
Darum bitten wir durch ihn,
Christus, unseren Herrn.
A: Amen.

 

Lied:Beim letzten Abendmahle“ (Gotteslob Nr.282)

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