Wortgottesdienst am Ostersonntag – 12. April 2020

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden. Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Der gesamte Gottesdienst ist hier zum Download verfügbar: als PDF herunterladen

Lied

Lied:Wir wollen alle fröhlich sein“ (Gotteslob Nr. 326) o.ä.

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.  

Einführung

„Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen“ – die meisten Menschen kennen das befreiende Gefühl und solche Situationen, in denen man so etwas sagt aus Ihrem Leben ganz genau.
Und heute feiern wir noch viel mehr – da wird ein schwerer Fels vom Grab weggenommen, Totes wird zum Leben gewandelt, es wird neues Leben möglich – durch Jesu Auferstehung.  

Psalm

Psalm 63 (Gotteslob Nr. 616,1-2)  

Gebet

V: Allmächtiger, ewiger Gott,
am heutigen Tag
hast du durch deinen Sohn den Tod besiegt
und uns den Zugang zum ewigen Leben erschlossen.
Darum begehen wir in Freude
das Fest seiner Auferstehung.
Schaffe uns neu durch deinen Geist,
damit auch wir auferstehen
und im Licht des Lebens wandeln.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht In Ewigkeit.
A: Amen.  

Schriftlesung  

Hinführung

Der Bericht über das leere Grab verdeutlicht, dass es zum einen Zeugen benötigt, die das Erfahrene berichten, zum anderen aber am Zuhörer liegt, ob er sich im Vertrauen auf den Weg macht, um sich vom Gehörten selbst zu überzeugen und eigene Erfahrungen im Glauben und mit dem Auferstandenen zu machen.

Aus dem Johannesevangelium Joh 20,1-18

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben.Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen.Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.

Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

 

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Nach dem Evangelium folgen die Predigtgedanken, Stille oder ein Austausch über das Evangelium.

 

Lied

Lied:O Licht der wunderbaren Nacht“ (Gotteslob Nr. 334)

Fürbitten

Zu Jesus Christus, der heute von den Toten auferstanden ist, bringen wir voller Vertrauen unsere Bitten:

  • Wir bitten dich für unsere Kirche: Schenke ihr das Vertrauen und den Mut, wo es nötig ist, Altes sterben zu lassen, damit Neues entstehen kann.
  • Wir bitten dich für alle, die Verantwortung in Politik und Gesellschaft tragen: Lasse sie stets das Wohl aller Menschen im Blick behalten und ihre Entscheidungen davon leiten lassen.
  • Wir bitten dich für alle, die sich gerade in einer Krisensituation befinden: Nimm ihnen ihren Fels von den Schultern und zeige ihnen den Weg aus der Krise.
  • Wir bitten dich für unsere Verstorbenen: Du verheißt auch uns die Auferstehung. Lasse sie bei dir die Erfüllung dieser Verheißung finden.

Diese und all die unausgesprochenen Bitten, um die niemand außer dir weiß, bringen wir vor dich, im Vertrauen, dass du sie erhörst.

 

Vaterunser

V: Lasst uns das Gebet sprechen, das Jesus uns selbst zu beten gelehrt hat: Vater unser …

 

Gebet

V: Allmächtiger Gott, du hast deiner Kirche
durch die österlichen Geheimnisse
neues Leben geschenkt.
Bewahre und beschütze uns in deiner Liebe
und führe uns zur Herrlichkeit der Auferstehung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

A: Amen.

Segensbitte

V: Lass nie zu, dass in deinem Leben die Sorge sich so breitmacht, dass du darüber die Freude über Christus vergisst. Wir alle sehnen uns nach Gottes Himmel, doch steht es in unserer Macht, schon jetzt und hier diesen Himmel erlebbar zu machen, wenn wir lieben, wie er liebt – helfen, wie er hilft – geben, wie er gibt.

Dass uns das geling, dazu segne uns der dreifaltige Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

A: Amen.

Stephanie Kersten/Christoph Heinemann

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.