Die Freunde Jesu beten gemeinsam

Die Freunde Jesu beten gemeinsam

Familienkatechese am 7. Ostersonntag

In der Lesung haben wir gehört, was die Jünger und Jüngerinnen Jesu getan haben, nachdem Jesus in den Himmel aufgenommen worden und zu seinem Vater zurückgekehrt ist. Sie sind zusammengeblieben und haben gemeinsam gebetet. Wenn ihr euch jetzt fragt, ob sie das den ganzen Tag gemacht haben, können wir mit Sicherheit sagen, dass das so nicht gemeint ist. Aber der Evangelist Lukas, der die Apostelgeschichte verfasst hat, möchte uns mit diesem Bericht eine Hilfestellung für unser Leben geben: Wir sollen zusammenbleiben und zwar einmütig, Jungen und Mädchen, Frauen und Männer. Wir sollen uns nicht streiten über den Glauben an Jesus. Vielmehr sollen wir gemeinsam beten und so mit Gott in Verbindung bleiben.

In der Kirche fällt uns das nicht schwer. Jeder Gottesdienst folgt einer bestimmten Ordnung und der Priester leitet uns durch den Ablauf des Gottesdienstes. Lektoren, so nennt man die Frauen und Männer, die die Lesungen und Fürbitten vortragen, und Kommunionhelfer unterstützen den Priester bei der Durchführung. Die Orgel begleitet unseren Gesang, so, dass wir alle gleich schnell singen. Je mehr Menschen laut mitbeten und mitsingen, desto intensiver lässt sich die Gemeinschaft in unserer Gemeinde erfahren. Auch außerhalb des Gottesdienstes geht das Gemeindeleben weiter: Der Pfarrgemeinderat überlegt und plant die Festtage und Feiern und organisiert viele Dinge. Einige Erwachsene treffen sich in Gesprächskreisen, in Arbeitsgruppen für Basare, Besuchsdienste bei Kranken und Alten und für die Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf die Erstkommunion und die Firmung. All diese Dienste haben einen gemeinsamen Grund: Jesus Christus in der Welt erfahrbar zu machen und in Kontakt mit Jesus zu bleiben. Füreinander da sein, miteinander aktiv für die Sache Jesu sein ist lebendiges Beten: Lob Gottes.

Gott loben, ihm danken und ihn bitten können wir natürlich auch zuhause in unseren Familien. Zugegeben fällt uns das im Alltag manchmal schwer. Der streng einzuhaltende Schul- und Arbeitstag, die Nachmittagsaktivitäten und der Reiz des Fernsehens und Computerspielens füllen unseren Tag aus. Für das Beten bleibt oft keine Zeit oder es wird einfach vergessen. Vielleicht können wir das anstehende Pfingstfest am nächsten Sonntag zum Anlass nehmen, das Gebet wieder mehr in unseren Lebensalltag zu holen. Dann beten wir nicht nur am Sonntag gemeinsam, in der Kirche oder in der Familie, dann kann das Gebet zu jedem Tag gehören.

Wir können schon heute Mittag oder heute Abend das gemeinsame Essen mit einem Tischgebet beginnen und in der kommenden Woche weiter einüben. Gemeinsam für das Essen zu danken, stärkt zum einen die Gemeinschaft in der Familie und macht zum anderen bewusst, dass regelmäßige Mahlzeiten nicht für alle selbstverständlich sind. Vielleicht könnt ihr Kinder euch vornehmen, uns Erwachsene an das Tischgebet zu erinnern, wenn wir es mal wieder vergessen haben.

Vor dem Schlafengehen ist es ein schöner Brauch, die Erlebnisse des Tages zu überdenken, für das Leben zu danken und für sich und andere Menschen um den Schutz und Segen Gottes zu bitten. Jesus hat sich immer wieder Zeit genommen und zu Gott gesprochen – seine Gedanken und Gefühle vor ihm ausgesprochen. Er hat für seine Freunde, für Notleidende und für sich selber Gott um Hilfe gebeten. Machen wir es wie Jesus: Sprechen wir mit Gott. Das ist Beten.

Katrin Kayenburg/Christoph Heinemann

 

Den Text der Familienkatechese gibt es hier zum Download: PDF-Datei herunterladen

Passend zum Thema gibt es hier ein Bild zum Ausmalen für Kinder: PDF-Datei herunterladen

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