Wortgottesdienst am 4. Ostersonntag

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Der gesamte Gottesdienst ist hier zum Download verfügbar: als PDF herunterladen

Lied

Lied:Freu dich, erlöste Christenheit“ (Gotteslob Nr. 337)

oder:

Lied:10.000 Gründe

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Einführung

Im Evangelium des heutigen Sonntags hören wir etwas über Schafe und ihren Hirten. Ganz anders als in der modernen Welt, galt ein Schaf zur Zeit Jesus weder als dumm, noch wurde es als Kuscheltier betrachtet. Das Schaf war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, ein wertvoller Besitz. Zwei Dinge können uns das Bild von den Schafen und dem Hirten lehren: Wir alle sind für Gott wertvoll, deshalb achtet er auf uns wie ein pflichtbewusster Hirte.

Gebet

V: Lasst uns beten.
(hier kann ein Moment Stille gehalten werden)

V: Allmächtiger, ewiger Gott,
dein Sohn ist der Kirche siegreich vorausgegangen
als der Gute Hirt.
Geleite auch die Herde,
für die er sein Leben dahingab,
aus aller Not zur ewigen Freude.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

A: Amen.

Loblied

Loblied:     „Gloria, Ehre sei Gott“ (Gotteslob Nr. 169)

Psalm 23

(gemeinsam gebetet)

Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück.
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen.

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.

Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt,
übervoll ist mein Becher.

Ja, Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des Herrn
für lange Zeiten.

Schriftlesung

Hinführung
Durch Jesus gelangen wir zum Heil, er ist die Tür zum Leben und Hirte seiner Herde

Aus dem Johannesevangelium (Joh 10, 1-10)
In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier:
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Predigtgedanken oder Austausch

Nach dem Evangelium folgen die Predigtgedanken, Stille oder ein Austausch über das Evangelium.

Hier gibt es Predigtgedanken zum Lesen oder Vorlesen:

Hirte mit Schafsgeruch

Anstelle der Predigtgedanken kann auch unser Podcast stehen:


Mögliche Fragen für den Austausch:

  • Welche Gedanken kommen mir in den Sinn, wenn ich mir Jesus als Hirten für uns vorstelle?
  • Bei welchen Gelegenheiten habe ich in meinem Leben schon erfahren, dass Jesus an meiner Seite war?
  • Auf welche weise habe ich seine Stimme schon gehört?
  • Was bedeutet „Leben in Fülle“ für mich?

Lied

Lied:Mein Hirt ist Gott der Herr“ (Gotteslob Nr. 421)

oder:

Lied:Der Herr ist mein Hirte, nichts fehlt mir

Fürbitten

Anstelle der hier abgedruckten Fürbitten können auch frei Fürbitten formuliert werden.

Jeder Mensch ist in den Augen Gottes wertvoll. Zu ihm, der sich wie ein Hirte um uns sorgt, dürfen wir kommen und ihm unsere Anliegen vortragen.

  • Wir beten für die Einflussreichen in Politik und Wirtschaft, dass sie dem Gemeinwohl dienen. Du Hirt deines Volkes. – Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Wir beten für alle, denen Führungsaufgaben in der Kirche anvertraut sind, dass sie sich am Beispiel des Guten Hirten orientieren. – Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Wir beten für alle, die von der Kirche und ihren Vertretern enttäuscht sind, dass sie den Glauben an den liebenden Gott nicht verlieren. – Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Wir beten für alle, die wegen Verletzungen und Schicksalsschlägen den Glauben an das Gute verloren haben, dass sie neue Hoffnung schöpfen. – Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Wir beten für uns selber, dass wir unsere Talente nutzen und sie zum Wohle unserer Mitmenschen einsetzen. – Wir bitten dich, erhöre uns.

Gott, wir danken dir, dass du dich um uns sorgst und wir immer zu dir kommen dürfen. Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit.

Vater unser

Gott, sorgt sich um uns wie ein Hirt. Ihn dürfen wir mit den Worten Jesu bitten, um das tägliche Brot, Vergebung und den Anbruch seines Friedensreiches: Vater unser …

Schlussgebet und Segensbitte

Danke, dass du an unserer Seite bist
und eine helfende Hand ausstreckst,
um Leben zu geben und zu empfangen.
Danke, dass du unsere Gleichgültigkeit durchbrichst,
indem du unseren Weg kreuzt und unsere Routine besiegst.
Danke, dass inmitten der Hektik dein aufmerksamer Blick
uns Augenblicke der Erholung schenkt,
und deine Worte heilsames Wasser sind.
Danke, dass du dich uns in so vielen Menschen zeigst
trotz des ganzen Lärmes und der Hast.
Danke, dass du mich davor bewahrst, dass mein Geist stirbt,
indem du uns dein Gesicht zeigst, an unserer Seite bist,
uns Hoffnung auf unserem Weg gibst.

(Nach einem Gebet aus Mexiko)

V: So segne uns der allmächtige und uns liebende Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

A: Amen.

Lied

Lied: „Wir wollen alle fröhlich sein“ (Gotteslob Nr. 326)

oder:

Lied:Gott ist Liebe

 

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