pixbay.de / Bonoz

Herr, du bist mein Hirte

Eine Vorlage zum Gebet mit Kindern am 4. Sonntag der Osterzeit

In der Datei findet sich auch ein Ausmalbild zum Ausdrucken: PDF-Datei herunterladen

Herr, du bist mein Hirte

Vorbereitung: Wenn vorhanden einige Spielzeugschafe (z. B. Stofftiere, Playmobil etc.), grünes Tuch, blaues Tuch und Hirtenfigur besorgen. Die Tücher in die Mitte legen. Jesus hat von sich selbst gesagt: Ich bin ein guter Hirt. Und so, wie ein Hirt sich um jedes einzelne seiner Schafe sorgt, so sorge ich mich um jeden Menschen. Ihr seid nicht allein, ich kenne einen jeden von euch, ich kümmere mich um euch und beschütze euch. Zur Zeit Jesu gab es bei jedem Dorf einen Schafpferch, der allen Schafbesitzerfamilien gemeinsam gehörte. Der Pferch war von einer Mauer oder einer Dornenhecke umgeben, damit die Schafe, wenn sie nachts dort untergebracht waren, gut gegen Raubtiere und Diebe geschützt waren. Natürlich wurden sie so auch am Weglaufen gehindert. Tagsüber waren die Hirten, die für die Schafbesitzer arbeiteten, mit den Tieren in der Umgebung des Dorfes unterwegs. Die Hirten suchten für die Schafe saftige Wiesen, wo es gutes Futter gab. (Einige Schafe auf das grüne Tuch stellen.) Sie brachten die Schafe an Wasserstellen, aus denen sie trinken konnten. (Einige Schafe auf das blaue Tuch stellen.) Am Abend trieben die Hirten die Tiere zum Dorf zurück und in den Gemeinschaftspferch, vorbei an einem Hüter, der die Herde während der Nacht bewachte. Der Hüter hatte die Aufgabe, wilde Tiere abwehren. Er musste auch dafür sorgen, dass nachts kein Schafdieb über die Mauer kletterte. Am Morgen kamen dann die Hirten zurück, riefen die Tiere, die zu ihnen gehörten, aus dem Pferch heraus und führten sie auf die Weide. Erinnert ihr euch noch, was wir im Evangelium gehört haben? Was hat Jesus da über die Schafe und den Hirten gesagt? (Kinder einbeziehen) Wir wollen noch einmal die entscheidende Stelle hören: „Die Schafe hören auf die Stimme ihres Hirten. Er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden werden sie nicht folgen.“ Ich finde es sehr schön, sich vorzustellen, dass der Hirt jedes Schaf kennt und bei seinem Namen ruft und dass die Schafe ihm folgen! Sie haben Vertrauen zu ihrem Hirten. Er ist ihr Beschützer – er ist wie ein Vater für sie. Wenn er sie abends in den Pferch bringt, zählt er nach, ob auch keines fehlt. Wenn sich einmal ein Schaf verirrt, dann sucht er so lange, bis er es gefunden hat. Und sollte es sich verletzt haben oder müde sein, nimmt er es auf seine Schultern und trägt es nach Hause. (Die Hirtenfigur wird zu den Schafen gestellt.)   Jesus warnt vor denen, die den Schafen etwas antun wollen. Wer könnte das sein, wer könnte den Schafen schaden wollen? (Kinder einbeziehen) Genau: Jesus warnt vor Schafräubern, die nachts in den Pferch eindringen. Es gibt auch natürliche Feinde der Schafe: Wölfe, Bären und Adler. Doch die Schafe sind geschützt. Der Hüter bewacht in der Nacht die Tür, die in den Pferch führt. Nur die Besitzer der Schafe und die Hirten dürfen durch die Tür eintreten. Wenn Jesus der Hirt ist, zu dem die Schafe gehören, wenn er unser Hirte ist und für uns sorgt – wer ist dann wohl für uns der Hüter, der außer dem Hirten, Jesus, auf uns aufpasst? (-) Ihr meint: So ein Hüter, das könnte der Pfarrer oder Kaplan sein; die Gemeindereferentin oder die Kommunionkatecheten und – ja: eure Eltern, die Großeltern und Paten und eure Lehrer und Lehrerinnen kann man vielleicht auch Hüter nennen. Jesus ist der Hirte, er kennt euch und kümmert sich um euch; und die Hüter helfen ihm dabei, damit euch nichts Schlimmes zustößt. Wir wollen zum Abschluss eine Geschichte über einen Hirten hören: Dieser Hirte war verantwortlich für 20 Schafe. Jeden Morgen holte er die Tiere beim Pferch ab und rief sie bei ihrem Namen. Die Schafe freuten sich, denn seine Stimme war ihnen vertraut. Sie liefen hinter ihm her, bis zu einer Wiese, wo frisches Gras und würzige Kräuter wuchsen und ein Bach sprudelte. Abends brachte er sie zum Schafstall zurück und zählte sie, dabei nannte er wieder jedes Tier bei seinem Namen. Doch was war das? …17, 18, 19 …da fehlte doch ein Schaf! Er zählte noch einmal durch, doch er hatte sich nicht geirrt. Er schloss das Tor zum Pferch und ging, um das verlorene Schäfchen zu suchen. Er rief in alle Richtungen: Wo bist du? Da hörte er von weither ein ganz leises Blöken. Er ging in die Richtung, aus der das „Määh – määh“ kam. Was war wohl dem Schaf passiert? Endlich sah er das junge Tier, das sich in einem Dornenstrauch verfangen hatte. Vorsichtig befreite er es, streichelte es und redete ihm gut zu, denn das Lamm war sehr verängstigt und erschöpft. Deshalb nahm der Hirt das Lamm auf den Arm und trug es nach Hause. Wie würdet ihr diesen Hirten beschreiben? (Kinder einbeziehen) Liebevoll, aufmerksam, gütig: Jesus ist wie dieser Hirte! Um ihm zu danken, wollen wir gemeinsam beten/singen:  

Gebet

Herr, du beschützt mich. Du sorgst für mich und schenkst mir alles, was ich brauche. Du gibst mir genug zu essen und zu trinken, und ich kann mich erholen. Du zeigst mir den richtigen Weg. Und auch wenn ich krank und traurig bin, habe ich keine Angst, denn du bist immer bei mir. Du lädst mich und viele andere ein, und bei dir finden wir Frieden. Herr, du bist mein Hirte, dafür danke ich dir.  

Lied

Alternativ kann auch gesungen werden. Ein schönes Lied mit Text und Video findet hier:

Petra Gaidetzka

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.