Das große Geheimnis Gottes

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Der heutige Tag hat in der Kirche einen besonderen Namen, er heißt „Dreifaltigkeitssonntag“. Gehört habt ihr das Wort Dreifaltigkeit vielleicht schon, aber was es genau bedeutet ist ziemlich schwierig zu erklären. Das Evangelium, das wir eben gehört haben, kann uns dabei ein wenig helfen.

Der kurze Text, ist nur ein kleiner Abschnitt aus einem Gespräch, das Jesus mit dem Pharisäer Nikodemus führt. Dieses Gespräch findet mitten in der Nacht statt. Warum wohl in der Nacht, wenn alle schlafen und es draußen so dunkel ist, sodass man nichts erkennen kann? (Kinder einbeziehen).

Wir wissen aus anderen Geschichten, dass die Pharisäer Jesus hassten. Für das jüdische Volk galten die Pharisäer als Autorität, d.h., sie waren gebildet in allen Fragen der Religion und lebten streng nach den Gesetzen des Mose und sagten auch den Leuten, wie sie leben mussten. Deshalb stritten sie oft mit Jesus, weil Jesus ihnen vorwarf, dass sie nur äußerlich fromm seien, aber in ihrem Herzen Gott nicht liebten. Wir würden sagen: Sie waren scheinheilig. Sicher waren nicht alle so, und Nikodemus ist einer, der von Jesus und seiner Lehre mehr verstehen will. Deshalb wählt er wohl auch die Nacht, weil er Angst hat, er könnte von den anderen Pharisäern gesehen werden. Das möchte er nicht, denn ich denke, er hatte Angst vor seinen Kollegen. Nikodemus benimmt sich schon sehr geheimnisvoll. Aber geheimnisvoll ist auch, was Jesus dem Nikodemus auf seine Fragen antwortet. Er sagt Nikodemus etwas über die Dreifaltigkeit.

Das Geheimnis der Dreifaltigkeit

Wenn wir von der Heiligen Dreifaltigkeit reden ist damit gemeint, dass Gott ein Gott in drei Personen ist. Das klingt für unsere Ohren komisch und schwer zu verstehen. Dabei ist es egal, ob wir Kinder, Jugendliche oder Erwachsene sind. Wir wollen heute trotzdem versuchen etwas besser zu verstehen, was Dreifaltigkeit bedeutet. Jesus spricht über das Geheimnis, wenn er sagt: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn dahingegeben hat.

Gott, der Schöpfer

Wir müssen jetzt fragen, wer denn der Gott ist, von dem Jesus hier spricht – ein Gott, der die Welt so liebt, dass er seinen einzigen Sohn hingibt. Da ist Gott der Vater, der die Welt erschaffen hat. Er ist der Schöpfer der ganzen Welt mit allem, was da lebt und sich bewegt, ob es Pflanzen, Tiere oder die Menschen sind. Wir kennen die Schöpfungsgeschichte am Anfang der Bibel, wie Gott alles zum Leben erweckt und dann den Menschen anvertraut. Aber wir wissen auch, dass Adam und Eva, die ersten Menschen, nicht auf Gott hörten, und so kam die Sünde in die Welt. Gott liebte aber seine Schöpfung und wollte den Menschen helfen. Deshalb sandte er seinen Sohn Jesus Christus, der die Menschen retten und erlösen sollte.

Jesus Christus, der Retter und Erlöser der Menschen

Wovon soll denn Jesus die Welt erretten und erlösen? (Kinder einbeziehen). Ihr kennt schon viele Geschichten von Jesus, die uns erzählen, wie Jesus Kranke heilt, Tote erweckt, oder erzählt, wie wir uns den Himmel vorstellen können. Das alles soll sagen: Wer an Jesus, den Sohn Gottes, glaubt, bleibt nicht in Krankheit, Tod oder schlimmen Geschichten stecken wie Streit, Zorn, Null-Bock auf andere, sondern Jesus rettet uns ins Reich Gottes hinüber, wo Leben, Friede und Glück herrschen, etwas, was wir Menschen uns gar nicht schön genug ausdenken können

Die Liebe ist der Heilige Geist

Dann spricht Jesus noch von der großen Liebe, die Gott zu der Welt hat. Mit der Welt sind wir gemeint, alle Kinder und auch die übrigen Menschen. Die Liebe Gottes aber ist der Heilige Geist. Seit unserer Taufe lebt der Heilige Geist in uns und hilft uns, dass wir in rechter Weise leben und lieben können.

Sonne als Zeichen für die Dreifaltigkeit

Gott Vater, Gott Sohn und vom Heiligen Geist. Ein Gott in drei Personen. Es ist ein großes Geheimnis, und doch können wir etwas davon verstehen. Dabei kann uns etwas helfen, was wir jeden Tag sehen und spüren: die Sonne. Ihr Licht, ihre Strahlen und ihre Wärme stehen für die drei Personen. Sie alle drei gehören ganz eng zusammen und sind nicht voneinander zu trennen. Es ist und bleibt immer eine Sonne, die da ihre Strahlen aussendet, ihr Licht scheinen lässt und uns ihre Wärme spendet. Ich glaube mit Gott ist es auch so. Vater, Sohn und Geist gehören untrennbar zusammen, und sind eins. In Jesus wird der Vater sichtbar, im Geist wirkt er in uns. Die Sonne ist ein schönes Bild dafür, denn selbst, wenn wir die Sonne an einem bewölkten Tag nicht sehen können, ihr Licht und ihre Wärme können wir spüren. Auch wenn wir Gott nicht sehen, können wir ihn erfahren, beim Gebet, beim Hören auf die Worte der Schrift und bei selbstlosen Dienst für andere.

Katharina Högner/Christoph Heinemann

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