Fürchtet euch nicht

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Jesus hat seinen Jüngern und den Menschen damals nicht nur gesagt, wie sie leben sollen. Er hat nicht nur Kranke geheilt und sich an arme Menschen gewandt. Er hat seine Freunde aufgefordert, zu den Menschen zu gehen und ihnen die Frohe Botschaft von Gott zu bringen. Die meisten Menschen zur Zeit Jesu konnten weder lesen noch schreiben. Alle wichtigen Nachrichten wurden mündlich weitergegeben. Auch vom Glauben an Gott und an Jesus Christus wurde zuerst erzählt: von Haus zu Haus, von einem Dorf zum anderen und später auch durch mutige Männer und Frauen in fremden Länder. Ihr könnt euch vorstellen, dass für das Weitertragen der Botschaft Jesu viele Menschen gebraucht wurden und auch heute gebraucht werden. Die ersten Jünger hat Jesus selber ausgesendet und ihnen aufgetragen, den Menschen als Erstes Frieden zu wünschen und dann Gottes Reich zu verkünden. Trotzdem waren die Jünger nicht überall willkommen. Jesus wusste das und machte ihnen Mut. Davon haben wir im Evangelium gehört.

Erzählt mal, was ihr vom Evangelium verstanden habt! (Kinder einbeziehen) „Fürchtet euch nicht!“ kommt dreimal vor. Das lässt darauf schließen, dass dies Jesus sehr wichtig war. Die Jünger – und das sind heute wir – sollen keine Angst haben. Das ist leicht gesagt. Wir alle haben schon mal Angst gehabt. Kinder und Erwachsene fürchten sich manchmal vor neuen Aufgaben oder sind sehr aufgeregt, wenn sie meinen, dass andere Leute besser und stärker sind als sie. Wenn uns so etwas geschieht, dann müssen wir allen Mut zusammennehmen und uns der Situation stellen. Ich möchte euch eine kleine Geschichte erzählen: Im Mittelpunkt steht die kleine Maus. Sie möchte durch den Wald spazieren, weiß aber, dass dort viele Gefahren lauern. Zahlreiche Tiere, wie z. B. der Fuchs oder die Eule, wollen sie fressen. Aber die Maus ist schlau und überlistet die Tiere, indem sie ein großes, schrecklich aussehendes Fantasietier erfindet. Es heißt Grüffelo. Die Maus erzählt allen Tieren, wie Grüffelo aussieht: Hörner auf dem Kopf, Stoßzähne, scharfe Pranken und groß wie ein Braunbär. Und dieses Ungeheuer ist der Freund der Maus und muss, glaubt man den Erzählungen der Maus, jeden Moment um die Ecke kommen. Die Tiere nehmen Reißaus und die Maus freut sich über ihren guten Einfall. Doch die Maus wird noch einmal auf die Probe gestellt, denn plötzlich steht der von der Maus beschriebene Grüffelo mitten im Wald vor ihr und möchte sie fressen. Ihr kommt eine rettende Idee und sie behauptet, dass alle Tiere im Wald vor ihr Angst hätten. Zum Beweis geht sie mit Grüffelo durch den Wald und trifft einige Tiere, die beim Anblick von Grüffelo schnell die Flucht ergreifen. Auch Grüffelo fällt auf den Trick der Maus rein. Wie der Blitz läuft Grüffelo davon und die Maus muss vor niemandem mehr Angst haben.

Ihr werdet vielleicht fragen, was diese Geschichte eigentlich mit dem heutigen Evangelium zu tun hat. Wer eine Idee hat, kann diese jetzt erzählen. (Kinder einbeziehen) Die Maus hat gegen ihre Angst vor den starken Tieren ihren Verstand und ihre Fantasie eingesetzt, um die Tiere und den Grüffelo von ihrer Stärke zu überzeugen. Sie hat mutig gehandelt. Wenn man in unserer Welt Menschen von der Botschaft Jesu überzeugen will, muss man auch mutig sein. Denn viele Menschen wissen heute nur noch wenig von Gott oder lehnen ihn sogar ab. Manche meinen auch, dass ein Leben als Christ nichts bringen würde und belächeln die gläubigen Menschen. Vor solchen Menschen sollen wir aber keine Angst haben, denn Gott sorgt sich um uns. Das wird verständlich in dem Vergleich mit den Spatzen: Wenn schon den Spatzen nichts geschieht, ohne dass Gott das bemerkt, wie sehr achtet er dann auf uns! Wir sind ihm so wichtig, dass sogar die Haare auf unserem Kopf gezählt sind. So groß ist Gottes liebende Fürsorge. Wir brauchen keine Angst vor den Menschen zu haben, die nicht an Gott glauben oder die nichts von ihm wissen wollen. Wir können auch ihnen mutig von Gott erzählen oder, noch wirkungsvoller, durch unser Verhalten, unser Sprechen und Handeln zeigen, wie gut es tut, zu Gott zu gehören.

Kathrin Kayenburg / Christoph Heinemann

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