Jesus gibt uns einen Auftrag

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Die Jünger Jesu haben einen großen Auftrag bekommen, haben wir gerade gehört. Es ist ein Auftrag, der für alle gilt, die an Jesus glauben, also auch für uns. Dieser Auftrag hat es in sich und natürlich könnten wir jetzt fragen: Wie sollen wir denn Kranke heilen, ohne Medizin studiert zu haben? Wie sollen wir Tote auferwecken oder Aussätzige reinmachen? Diese Aufträge Jesu können wir doch gar nicht erfüllen. Das ist wahr!

Aber wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht, dass es vielen Menschen nicht gut geht. Fernsehen, Internet und Zeitungen zeigen uns Bilder von leidenden Menschen, und auch in unserer nächsten Umgebung kommen wir mit traurigen oder kranken Menschen in Berührung. Es sind nicht immer Erwachsene, sondern oft auch Kinder und Jugendliche, die enttäuscht oder krank sind, die mit anderen Streit haben und traurig sind. Viele fühlen sich alleine; manche langweilen sich, obwohl sie viele Spielsachen haben – einen eigenen PC, einen Fernseher auf dem Zimmer und eine Musikanlage. Viele warten darauf, dass sie zum Mitspielen eingeladen werden oder dass sie besucht werden. Menschen, die auf uns warten, gibt es in unserer nächsten Umgebung.

Jeder Tag bietet viele Gelegenheiten anderen zu helfen, vielleicht so:

Eine Mutter sagt zu ihrem Sohn oder ihrer Tochter: „Ich habe heute einen Kuchen gebacken. Bitte bringe doch zwei Stückchen zu Frau Meier in der zweiten Etage. Sie ist gestern gefallen und kann im Moment nicht richtig gehen. Sie freut sich bestimmt, wenn du sie besuchst. Bestell ihr einen schönen Gruß von mir, und frage sie, ob wir etwas für sie tun können. Morgen gehe ich sowieso einkaufen und könnte auch für sie Besorgungen machen“.

Oder die Lehrerin erklärt der Klasse, dass morgen ein neues Mädchen kommt. Sie ist erst in der letzten Woche in unsere Stadt gezogen und kennt noch niemanden. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie schwer es ist, mitten im Schuljahr umzuziehen und dann auch noch alle Freundinnen zurücklassen zu müssen. Was könnten die Kinder tun, der neuen Mitschülerin zu helfen, sich schnell in der Klasse einzuleben. (Kinder einbeziehen)

Bestimmt fallen euch noch weitere Beispiele und Situationen ein, in denen Menschen auf Hilfe und Unterstützung warten. Wenn wir bewusst auf andere Menschen achten, wenn wir sie anschauen, ihnen zuhören und mit ihnen reden, werden wir feststellen, dass es jeden Tag Gelegenheiten gibt, Menschen Verständnis und Liebe entgegenzubringen. Wer von euch schon einmal traurig oder ratlos oder einsam war, weiß, wie gut es tut, wenn sich die Eltern oder die Freunde um einen kümmern.

Gott sorgt und kümmert sich um uns Menschen. Das ist die Botschaft Jesu. Damit alle Menschen diese Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen erfahren, hat Jesus seine Jünger ausgesandt und ihnen aufgetragen, den Menschen nicht nur davon zu erzählen, sondern sie diese Liebe auch erfahren zu lassen. Darum hat Jesus seinen Jüngern Kraft gegeben, Menschen von Krankheiten und Not zu heilen.

Heute sendet er uns zu den Menschen. Wir sind seine Jüngerinnen und Jünger. Der Glaube an Jesus macht uns stark, zu denen zu gehen, die uns brauchen. Sie sollen durch uns erfahren, dass sie nicht alleine sind, und sich daran erinnern, dass Gott sie liebt.

Katrin Kayenburg / Christoph Heinemann

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