Was Jesus von uns will

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Gerade habt ihr einige Sätze gehört, die Jesus seinen Jüngern gesagt hat. Diese Sätze stehen im Evangelium von Matthäus. Das Evangelium ist eine Botschaft, die uns froh machen will. Damit eine Botschaft uns froh machen kann, müssen wir sie zuerst einmal verstehen. Erinnert ihr euch an den Anfang des heutigen Evangeliums? Jesus sagt: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.“ Oh, das sind schwere Sätze. Was verlangt Jesus da von uns? Sollen Kinder ihre Eltern nicht am meisten lieben? Was meint ihr? (Kinder einbeziehen) Und sollen Eltern ihre Kinder nicht mehr lieben als alles andere? (Kinder einbeziehen) Jesus möchte mehr geliebt werden als Mutter und Vater? Wie kann er so etwas von uns verlangen? Jesus wollte doch, dass es uns gut geht. Er wollte nicht weniger Liebe unter den Menschen, sondern mehr. Auch wollte Jesus, dass Kinder ihre Eltern lieben und achten, wie es im vierten Gebot steht. Nun möchte ich euch eine Geschichte erzählen. Hört genau hin und stellt euch einmal Folgendes vor:

Eine Mutter geht in der großen Pause auf den Schulhof und sagt: „Ach, mein Kind, ich hab dich sooo lieb. Ich hatte solche Sehnsucht nach dir.“ Und die Mutter folgt ihrem Kind die ganze Pause über auf Schritt und Tritt. Als die nächste Stunde beginnt, geht die Mutter mit in den Klassenraum und sagt zum Lehrer: „Ach, Herr Lehrer, ich habe mein Kind sooo lieb, ich möchte immer bei ihm sein. Bitte erlauben Sie mir doch, dass ich an Ihrem Unterricht teilnehme.“ Und dann nimmt die Mutter das Kind auf den Schoß und hält es fest. Sie streichelt und umarmt ihr Kind die ganze Schulstunde über und in den nächsten Stunden auch noch, bis die Schule aus ist. Was meint ihr: Ob sich das Kind darüber freut? Vermutlich nicht. Wenn Kinder größer werden, wollen sie auch mal etwas allein unternehmen.

Wenn Kinder größer werden, werden sie selbstständiger. Sie lernen, sich eigene Gedanken zu machen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Vergessen sie ihre Eltern nun? (Kinder einbeziehen) Und die Eltern? Vergessen sie ihre Kinder, wenn diese größer werden? Kinder behalten ihre Eltern im Herzen und Eltern ihre Kinder auch. Aber wenn wir immer, auch wenn wir größer werden, ganz eng mit unseren Eltern verhaftet bleiben, ohne selbst zu denken und zu fühlen, können wir nicht erkennen, was Jesus von uns erwartet. Das gilt auch für unsere Beziehung zu Freunden. Wenn wir etwas nur tun, weil unsere Freunde es gut finden, und nicht fragen: Ist das so richtig?, werden wir nicht frei und können Jesus nicht wirklich nachfolgen. Um ihm nachfolgen zu können, müssen wir innerlich frei werden. In unseren Gedanken und in unserem Leben will Jesus einen ganz wichtigen – ja, den wichtigsten – Platz einnehmen. Dann ist Er die Mitte unseres Lebens. Jesus verlangt viel von uns – mehr, als jemals ein Mensch von uns verlangen kann und darf.

Aber Jesus verspricht auch viel. Er verspricht uns ein erfülltes Leben. Er verspricht jedem Einzelnen von uns mehr, als ein Mensch jemals einem anderen versprechen könnte. Kein Mensch kann einem anderen geben, was er uns gibt. Jesus verlässt uns niemals, was auch passiert. Dinge, die uns wichtig sind, können wir verlieren. Oder? Habt ihr schon einmal etwas verloren, das euch wichtig war? (Kinder einbeziehen) Sogar andere Menschen, Freunde kann man verlieren. Aber Jesus ist ein ganz besonderer Freund. Ihn müssen wir niemals verlieren. Auch wenn andere Menschen uns vergessen, Jesus vergisst uns nie. Von ihm müssen wir uns nicht entfernen. Seine Liebe engt nicht ein.

Wenn ihr groß werdet, soll auch eure Liebe zu Jesus wachsen. Je fähiger ihr eigene Entscheidungen trefft und je mehr Verantwortung ihr für euch und euer Leben tragt, desto bewusster könnt und sollt ihr euch für Jesus entscheiden. Jesus erwartet von uns ebenso wie von seinen Jüngern, dass wir uns zu ihm bekennen, sogar dann, wenn andere Menschen sich darüber lustig machen. So werden wir stark und frei in unserem Glauben. Wenn wir zu Jesus gehören, können wir ein frohes und erfülltes Leben führen.

Elisabeth Hardt

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