Der Traum vom Glück

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Zur Vorbereitung: Nach Möglichkeit eine kleine Kiste oder Dose als „Schatztruhe“ mit Perlen (aus dem Bastelgeschäft), schönen Steinen o.ä. füllen, die später verschenkt werden.

Schätze zu suchen und zu finden – dahinter steckt bei vielen Menschen nicht nur der große Traum vom Reichtum, sondern mehr noch der Wunsch, etwas ganz Außergewöhnliches an sich zu bringen, etwas, was kein anderer hat, das exklusiv nur einem selbst gehört. In früheren Jahrhunderten kam es häufiger vor, dass Archäologen etwa bei Ausgrabungen in Ägypten das Gold der Pharaonen entdeckt haben oder die sagenhaften Schätze der Inkas in Peru. Heute werden diese Schätze weltweit in großen Ausstellungen gezeigt. Dann strömen die Menschen, Jung und Alt, in die Ausstellungshallen und stehen staunend und ehrfürchtig vor solchen Kostbarkeiten.

Die Zeit der großen neuen Entdeckungen ist jedoch vorbei. Deshalb suchen die Menschen nach neuen Formen, den uralten und immer noch lockenden Traum vom Schatzsucher zu verwirklichen. Für den, der es liebt, wird diese Sehnsucht organisiert. Lotterie und Glücksspiel können solche Formen bilden, wo viele Menschen auf Schatzsuche gehen: jede Woche die neue Chance, einen großen Gewinn zu erzielen und dabei das Gefühl zu erleben: Ich habe Glück gehabt! Je größer der erhoffte Gewinn, umso mehr Leute beteiligen sich. Als einmal der Jackpot mit rund 45 Millionen Euro gefüllt war, hat sich eine Rekordzahl von Menschen beteiligt, das heißt einen Lottoschein ausgefüllt mit der Hoffnung, die richtigen Zahlen angekreuzt zu haben.

Den Antrieb, nach alter oder neuer Art auf Schatzsuche zu gehen, geben die Abenteuerlust und vor allem die unbändige Sehnsucht des Menschen nach Glück. Diese beiden Gefühle sind in jedem Menschen irgendwie vorhanden, aber sicher unterschiedlich stark ausgeprägt. Nur, um welche Art von Glück geht es den Menschen? Geld und Gold zu haben, ist das das große Glück?

Im Evangelium des heutigen Sonntags ist auch von einem Schatz die Rede. Vielleicht ist euch dabei ja etwas aufgefallen. Der Mann im ersten Teil der Erzählung Jesu hat gar nicht nach einem Schatz gesucht, er hat ihn einfach entdeckt, er ist sozusagen darüber gestolpert. Aber er wusste um den Wert des Schatzes, deshalb hat er ihn nicht mehr hergegeben. Der Kaufmann im zweiten Teil der Rede Jesu allerdings hatte sich bewusst auf die Suche nach einer besonders schönen Perle begeben und eine sehr wertvolle gefunden.

Beides kommt vor! Manchmal finden wir ein großes Glück sozusagen nebenbei. Da lernen eine junge Frau und ein junger Mann sich kennen und erleben eine tiefe Liebe. Sie spüren: Wir haben einander gefunden! Manchmal aber sehnen wir uns lange nach dem großen Glück und warten darauf. Ein Ehepaar wünscht sich schon lange ein Kind. Als es endlich geboren wird, sagen die Eltern zu ihrem Kind: „Du bist unser Schatz!“ Ein lieber Partner, die Kinder, eine sehr gute Freundin – durch nichts zu bezahlen oder zu ersetzen: bedeutende Schätze, viel wichtiger als Gold oder sechs Richtige im Lotto!

Die Erzählung vom Schatz im Acker will uns mit der Nase darauf stoßen, was wirklich wertvoll ist in unserem Leben. Jesus sagt: Der größte Schatz ist, wenn Gott dein Freund ist. Weil er dich lieb hat und immer zu dir hält.

Wir sehen Gott nicht. Und doch ist er da für uns. In der Zuneigung anderer Menschen erfahren wir Gottes Liebe, erfahren wir Gott selbst. Das will Jesus uns bewusstmachen: Gott ist ganz nahe bei dir. Mach die Augen auf! Gott ist in dir, spür es doch!

 

Leiter/in holt eine kleine Schatztruhe mit Perlen hervor.

Schaut, hier habe ich eine kleine Schatztruhe mitgebracht. Die reiche ich jetzt an euch weiter, und jeder darf sich eine schöne Perle aussuchen. Wenn ihr dann eure Perle in der Hand habt, denkt einen Augenblick darüber nach, welchen Schatz ihr in eurem Herzen tragt. „Mein Schatz ist …“, jede und jeder mag einmal für sich diesen Satz fortführen. Dafür schenken wir uns etwas Zeit und Ruhe …

Wenn es keine „Schatztruhe“ gibt:

Wir wollen jetzt einen kleinen Augenblick still werden und überlegen welchen Schatz wir im Herzen tragen. „Mein Schatz ist …“, jede und jeder mag einmal für sich diesen Satz fortführen. Dafür schenken wir uns etwas Zeit und Ruhe …

 

Evtl. ruhige Musik zum Beispiel:

https://www.youtube.com/watch?v=UEdCleTZeYo&list=PLwIEv1T2uNpkjMDOGpbw9cJgcBXtzzzVI&index=1

 

Haben wir nicht allen Grund, uns zu freuen und froh zu sein: In meinem Herzen, da ist der größte Schatz. Den kann ich nicht verlieren. Den kann mir keiner stehlen. Da spüre ich die Liebe von Mutter und Vater, da spüre ich Gottes Liebe.

Nehmt eure Perle mit, damit ihr euch immer daran erinnert, welchem großen Schatz ihr heute auf die Spur gekommen seid.

Brigitte Schmidt / Christoph Heinemann

 

 

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