Es ist genug für alle da

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Wir haben eben eine sehr bekannte Geschichte von Jesus gehört. Habt ihr zugehört, was er gemacht hat? (Kinder einbeziehen) Also erst einmal klingt das ja, als hätte Jesus gezaubert, findet ihr nicht auch? Allerdings, das wisst ihr natürlich schon lange, war Jesus ja kein Zauberer. Er wollte auch gar keiner sein. Er wollte etwas ganz Anderes. Und dazu müssen wir noch einmal genau überlegen, wie das mit der Geschichte angefangen hat. Wer weiß noch, was Jesus gefühlt hat, als er zu Beginn die vielen Menschen gesehen hat? (Kinder einbeziehen)

Richtig: Jesus hatte Mitleid mit den Menschen. Und zwar nicht nur allein, weil sie Hunger hatten. Er hat auch Kranke geheilt, die unter den Zuhörern waren. Also ging es ihm darum, dass die Menschen sich rundum wohl und gesund fühlen sollen, dass es ihnen einfach gut geht. Und wisst ihr, warum er das wollte? So, wie bei allem, was Jesus gesagt und getan hat, wollte er den Menschen zeigen, wie es bei Gott ist. Im Reich Gottes gibt es keine Schmerzen, keinen Hunger, nichts mehr, was die Menschen quält. Und das Besondere ist, dass all dies schon jetzt in unserem Leben beginnen kann! Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Wie denn? Denn sicher wisst ihr, dass es viele Menschen auf der Welt gibt, denen es sehr schlecht geht, weil sie nicht genug zu essen haben, während wir immer noch viel zu viele Lebensmittel verschwenden. Das ist sehr ungerecht und ganz sicher das Gegenteil von dem, was Gott will. Das können wir mit dem heutigen Evangelium zeigen: Jesus hat Mitleid. Er schaut hin, er nimmt die Not der Menschen wahr, er will etwas dagegen tun. So sollen auch wir daran denken, dass unsere vielen Lebensmittel keineswegs selbstverständlich sind, und deshalb sorgsam damit umgehen. Jedes Pausenbrot, das, einmal angebissen, im Müll landet, ist Verschwendung! Jeder Einkauf, bei dem zu viel im Einkaufswagen liegt, das später einfach verdirbt und weggeworfen wird, ist ein Fehler. Und weil wir in Europa viel zu viel Fleisch von Tieren essen, die Weideland brauchen, fehlen in anderen Ländern der Welt die Anbauflächen für Nahrungsmittel, mit denen man viele Menschen satt machen könnte. Dagegen steht das, was Jesus damals zu seinen Jüngern gesagt hat: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Das ist das zweite, was wir auf uns übertragen können: Wir sind verantwortlich! Jesus will, dass wir unseren Teil dazu beitragen, dass es genug für alle Menschen gibt. Fünf Brote und zwei Fische geben die Jünger. Das ist auf den ersten Blick viel zu wenig für so viele Menschen, aber wenn alle immer sagen: „Das bisschen, was ich beisteuern kann, macht ja ohnehin keinen Sinn“, dann wird nie etwas passieren! Es kommt tatsächlich darauf an, dass jeder bereit ist, ein bisschen zu teilen, dann kann aus kleinen Dingen etwas Großes werden. Und da seid auch ihr Kinder gefragt. Aber es gibt noch eine dritte Sache, die in der Geschichte wichtig ist.

Jesus vertraut ganz auf Gott, er spricht ein Lobgebet zu ihm, als er die fünf Brote und zwei Fische erhalten hat. Das heißt für uns: Wir müssen schon selbst etwas tun und anfangen zu teilen, aber wir dürfen dann darauf vertrauen, dass Gott uns helfen wird. Wenn das gelingt, dann passiert ein Wunder! Denn dann ist plötzlich nicht nur genug für alle da, sondern es bleibt sogar etwas übrig! Was sage ich – zwölf Körbe voll waren es! Auch das ist symbolisch: Vielleicht kennt ihr die „zwölf Stämme Israels“? Das soll also heißen: Gott schenkt seinem ganzen Volk, allen Menschen, Leben im Überfluss. Ist das nicht wirklich wunderbar? Das ist es, was Gott für die Menschen will. Vielleicht denkt ihr das nächste Mal in der Frühstückspause oder im Supermarkt daran. Jesus zeigt uns, worauf es ankommt: an andere Menschen zu denken, bereit sein zu teilen und Gott danken für alles, was er uns schenkt.

Agnes Molzberger / Christoph Heinemann

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