Hausgottesdienst am 19. Sonntag im Jahreskreis

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Für den Gottesdienst wird ein möglichst großes Blatt Papier benötigt, außerdem Stifte in verschiedenen Farben oder nach belieben andere Farben zum Malen.

Der Hausgottesdienst steht hier zum Download bereit: PDF-Datei herunterladen

Lied

Lied: „Wer unterm Schutz des Höchsten steht“ (Gotteslob Nr. 423)

oder:

Lied: „Unterm Schutz des Höchsten

oder (für Kinder):

Lied: „Gott ist stark

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Einführung

Im Leben geht es manchmal „drunter und drüber“ – da kann man sich schon mal fühlen, wie in einem Boot, das vom Sturm hin und her geworfen wird. Ein gemeinsamer Gottesdienst ist eine Zeit, in der wir das, was uns durchschüttelt, durcheinanderbringt und vielleicht sogar Angst macht, vor Gott bringen können. Er hat versprochen bei uns zu sein. Beten wir besonders darum, dass er unser Vertrauen darauf stärkt.

Gebet

V: Lasst uns beten.
(hier kann ein Moment Stille gehalten werden)

V: Gott,
wir kommen voll Vertrauen zu dir,
denn du hast uns beim Namen gerufen.
Gib dich zu erkennen
im Wort der Frohen Botschaft
und hilf unserem schwachen Glauben auf.
Darum bitten wir dich
in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes
durch Jesus Christus, deinen Sohn
der mit dir lebt jetzt und in Ewigkeit.
A: Amen.

Loblied

Loblied:     „Gloria, Ehre sei Gott“ (Gotteslob Nr. 169)

oder:

Loblied:     „Blessed be your name

oder (für Kinder):

Loblied:     „Hallelu Hallelu Halleluja

Psalmgebet

(aus Psalm 29, 1b-4.9b-11)

(gemeinsam gebetet)

Bringt dar dem HERRN, ihr Himmlischen,
bringt dar dem HERRN Ehre und Macht!
Bringt dar dem HERRN die Ehre seines Namens,
werft euch nieder vor dem HERRN in heiliger Majestät!

Die Stimme des HERRN über den Wassern:
Der Gott der Ehre hat gedonnert,
der HERR über gewaltigen Wassern.
Die Stimme des HERRN voller Kraft,
die Stimme des HERRN voll Majestät.

In seinem Palast ruft alles: Ehre!
Der HERR thronte über der Flut,
der HERR thronte als König in Ewigkeit.
Der HERR gebe Macht seinem Volk.
Der HERR segne sein Volk mit Frieden.

Schriftlesung

Hinführung
Vom Sturm werden die Jünger im Boot auf dem See ganz schön durcheinandergebracht, sie haben Angst. Jesus begegnet ihnen dort und zeigt ihnen, dass sie auf ihn immer vertrauen können. Glauben heißt auch für uns vor allem: Vertrauen.

Aus dem Matthäusevangelium (Mt 14, 22-33)
Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier:
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Predigtgedanken oder Austausch

Eine Katechese für Familien mit Kindern gibt es hier:
https://zuhausebeten.de/2020/08/dieter-bohlen-waere-sprachlos/

oder:

Anstelle einer Predigt kann an dieser Stelle unser Podcast stehen:
https://zuhausebeten.de/2020/08/ganz-schoen-stuermisch/

oder:

Mögliche Fragen für den Austausch:

  • Wie begegnet mir Christus und was ruft er mir zu?
  • Habe ich schon einmal die Erfahrung gemacht, „ein Gespenst zu sehen“, das sich später als segensreiche Begegnung entpuppt hat? Hatte ich schon einmal Angst in einer Situation, die mir im Nachhinein etwas Gutes gebracht hat?
  • Wovor habe ich Angst? Was hilft mir, diese Angst zu überwinden?
  • Was stärkt mein Vertrauen auf Gott?

oder:

Zeit der Stille zum persönlichen Nachdenken.

Lied

Lied: „Meer

oder:

Lied: „Aufs Wasser

oder (für Kinder):

Lied: „Hilfe in der Not

Antwort auf das Wort Gottes

Nehmt ein möglichst großes Blatt Papier und mal ein gemeinsames Bild: ein Boot, in dem ihr sitzt, die Familie, Gemeinschaft, etc., die jetzt gerade diesen Gottesdienst feiert. Wie sieht euer Boot aus? Das Boot fährt durch einen Sturm. Schreibt oder malt ins Wasser das, was euch Angst macht oder Sorge bereitet. Malt auch Jesus, der auf euch zukommt und schreibt in einer Sprechblase, was er zu euch sagen könnte.
Legt das fertige Bild in eure Mitte und betet gemeinsam für die Situationen, die euch Angst machen oder Sorge bereiten. Sprecht die Bitten ruhig laut aus.

Vater unser

V: Wir beten das Gebet, das Jesus seinen Jüngern zu beten aufgetragen hat; das Gebet, das Menschen aller Herkunft als Christen ausweist und uns untereinander verbindet:

A: Vater unser …

Segensbitte

V: Gott unser Vater,
du gibst dich uns in deinem Sohn Jesus Christus in Sturm und Dunkelheit zu erkennen, indem du deine Arme ausstreckst und uns zurufst: Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht.

Heute gedenken wir insbesondere der Patronin Europas, der hl. Edith Stein, die du in deine Nachfolge gerufen hast. Auf ihre Fürsprache, lass alle Menschen in dem Gekreuzigten den Erlöser erkennen und durch ihn zur Schau der Herrlichkeit gelangen.

Stärke unseren Glauben und unser Vertrauen, sodass wir nicht kleingläubig, sondern gläubig deine Gegenwart bezeugen.

V: Dazu segne uns der liebende Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

A: Amen.

Lied

Lied: „Der Herr wird dich mit seiner Güte segnen“ (Gotteslob Nr. 452)

oder:

Lied: „Keinen Tag soll es geben

oder (für Kinder):

Lied: „Du bist wirklich fantastisch, Gott“

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