Jesus geht voraus – wir hinterher!

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Ihr alle habt einen oder mehrere gute Freunde oder gute Freundinnen habt. Freunde und Freundinnen sind ganz wichtig im Leben. Und auf Freunde muss man sich unbedingt verlassen können. Es zeichnet einen Freund oder eine gute Freundin aus, dass er oder sie mit einem durch dick und dünn geht.

Auch Jesus hatte Freunde. An erster Stelle stehen da seine Jünger. Männer, die gespürt haben, dass Jesus ein ganz besonderer Mensch ist. Deshalb haben sie alles verlassen und sind ihm nachgefolgt. Aber manchmal war das gar nicht so einfach. Denn Jesus hat seine Freunde oft vor große Herausforderungen gestellt. Nicht immer haben sie ihn verstanden. Davon haben wir heute im Evangelium gehört.

Ganz schön hart, was Jesus da von seinen Freunden verlangt! Könnt Ihr euch noch erinnern? (Kinder einbeziehen) Im Mittelpunkt steht der Satz: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Wenn wir also zu Jesus gehören wollen, wenn wir zu seinen Freunden zählen wollen, dann sollen wir uns ganz auf ihn hin ausrichten. Um Jesus zu folgen, höre ich in meinem Inneren auf seine Wünsche. Ich bin ganz Ohr für ihn und auf ihn ausgerichtet.

Es kommt aber noch etwas hinzu. Jesus möchte, dass wir unser Kreuz auf uns nehmen. Das Kreuz steht hier für das, was unser Leben durchkreuzen kann. All das Schwere und auch Traurige. Ihr wisst selbst, dass im Leben nicht immer alles gerade verläuft. Da gibt es die Zeiten, in denen es uns gut geht und wir froh sind. Aber dann auch wieder Zeiten, wo wir traurig sind. So zum Beispiel, wenn ein lieber Mensch schwer krank wird und wir darum bangen, dass er wieder gesund wird. Jesus ermutigt uns, dieses Kreuz zu tragen, Leid und Tod auszuhalten, nicht davonzulaufen. Denn beides gehört zum Leben dazu. Oft stemmen wir uns mit aller Macht dagegen, müssen dann aber doch einsehen, dass wir Leid und Tod nicht verhindern können.

Im Evangelium hören wir, wie Petrus sich gegen Jesus stellt. Als Jesus davon spricht, dass auch er Leid und Tod ausgeliefert sein werde, sträubt sich alles in ihm. „Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen!“ Aber Jesus widerspricht und weist Petrus hart zurück: „Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen!“ Wörtlich heißt es hier: „Hinter mich!“ Und damit wird deutlich: Jesus geht voran. Er zeigt den Weg.

Petrus ist in dieser Situation nach vorne gekommen. Er hat den Platz hinter Jesus verlassen. Er wollte anzeigen, wo es nach seiner Meinung lang gehen soll. Aber Jesus durchkreuzt dieses Ansinnen radikal.

Wenn wir zu Jesus gehören wollen, wenn wir seine Freunde sein wollen, dann heißt das, hinter Jesus zu gehen. Und darauf zu vertrauen, dass er uns den richtigen Weg zeigt. Dieser Weg verschont uns nicht vor Leid und Tod. Aber wir gehen diesen Weg im Vertrauen auf Jesu Nähe. In der Nachfolge schenkt er uns seine Gemeinschaft. Jesus ist bei uns. Durch dick und dünn hindurch. Er lässt uns nicht allein. Er gibt uns Kraft zu diesem Weg, und geht voran.

So wie wir von unseren Freunden und Freundinnen erwarten, dass sie uns in der Not nicht allein lassen, so erwartet es auch Jesus von uns.

Steffen Knapp / Christoph Heinemann

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