Hausgottesdienst am 24. Sonntag im Jahreskreis

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Der Hausgottesdienst steht hier zum Download bereit: PDF-Datei

Lied

Lied:Zeige uns Herr, deine Allmacht und Güte“ (Gotteslob Nr. 272)

oder:

Lied:Du hast Erbarmen

oder (für Kinder):

Lied:Du kennst mich

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Einführung

Gott beginnt mit uns immer wieder neu. Das Kreuzzeichen zu Beginn jedes Gottesdienstes und jedes Gebetes erinnert uns daran. Es ist Erinnerung an die Taufe und den Beginn des Weges mit Gott, der unser Vater ist, daran, dass er alles getan hat, um uns Menschen zu erlösen, indem der Sohn am Kreuz sein Leben gegeben hat, und daran, dass wir mit ihm Gemeinsam die Welt verändern können, da er auch der Heilige Geist ist, der in uns wirkt. Mit ihm beginnen wir heute wieder neu und bitten ihn um seine Nähe.

Gebet

V: Lasst uns beten.
(hier kann ein Moment Stille gehalten werden)

V: Gott,
du bist groß im Erbarmen
und schenkst Gnade und Vergebung.
Gib auch uns die Kraft zu verzeihen,
wenn Menschen an uns schuldig werden.
Darum bitten wir durch deinen Sohn,
unseren Herrn Jesus Christus,
der mit dir und dem Heiligen Geist
lebt und herrscht in Ewigkeit.
A: Amen.

Loblied

Loblied:     „Gloria, Ehre sei Gott“ (Gotteslob Nr. 169)

oder:

Loblied:     „Sonne, Mond, Sterne, Tag und Nacht

oder (für Kinder):

Loblied:     „Nur deine Liebe, Herr, ist größer

Psalmgebet

(aus Psalm 103, 1–2.3–4.9–10.12–13)

(gemeinsam gebetet)

Preise den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Preise den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Er wird nicht immer rechten
und nicht ewig trägt er nach.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang,
so weit entfernt er von uns unsere Frevel.
Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.

Schriftlesung

Hinführung
Gott misst nicht nach dem, was in unserem Leben falsch gelaufen ist, sondern er macht allein seine Liebe zu uns zum Maßstab. Darum vergibt er gern. Vergebung gehört zum Christentum, weil Gott uns vergibt. Wer das erfahren hat, der kann gar nicht mehr anders, als ebenfalls so zu handeln.

Aus dem Matthäusevangelium (Mt 18, 21-35)
In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.
Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denáre schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist! Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier:
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Predigtgedanken oder Austausch

Eine Katechese für Familien mit Kindern gibt es hier:
https://zuhausebeten.de/2020/09/hab-geduld-mit-mir/

oder:

Anstelle einer Predigt kann an dieser Stelle unser Podcast stehen:

https://zuhausebeten.de/2020/09/irgendwann-reicht-es-oder-doch-nicht/

oder:

Mögliche Fragen für den Austausch:

  • Wann und wie habe ich schon erlebt, dass Gott mir vergeben hat?
  • Wie habe ich „Vergebung“ zwischen Menschen schon erlebt?
  • Was fällt mir leicht, was eher schwer, wenn es um Vergebung geht?

oder:

Zeit der Stille zum persönlichen Nachdenken.

Lied

Lied:Noch nie

Antwort auf das Wort Gottes – Fürbitten

Nehmt euch heute einmal Zeit, darüber nachzudenken, für wen ihr besonders beten könntet. Vielleicht gibt es Menschen, denen ihr nicht gerecht geworden seid, die ihr verletzt oder ungerecht behandelt habt. Vielleicht fällt euch jemand ein, der euch Unrecht getan habt. Egal, ob es euch gelingt, zu vergeben oder ob ihr das noch nicht könnt: versucht mal, für diese Menschen zu beten.
Und natürlich hat in den Fürbitten alles seinen Platz, was euch Sorgen macht und jeder Mensch, der euer Gebet gerade besonders braucht.

Vater unser

V: Im Gebet des Herrn bitten wir auch um Vergebung und um die Kraft und den Mut, selbst zu vergeben. Beten wir gemeinsam mit den Worten Jesu:

A: Vater unser …

Segensbitte

V: Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten
und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu
und schenke dir Heil.

V: So segne uns der liebende Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

A: Amen.

Lied

Lied:Selig seid ihr“ (Gotteslob Nr. 458)

oder:

Lied:Wo ich auch stehe

oder (für Kinder):

Lied:Felsenfest und stark

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.