Ohne Regeln geht es nicht

Die Familienkatechese gibt es hier zum Download: PDF-Datei herunterladen

Hier gibt es das Ausmalbild zum Download: PDF-Datei herunterladen

Wer von euch kann erklären, was ein Gesetz ist? (Kinder einbeziehen) Ein Gesetz ist eine für alle geltende Vorschrift, die das Verhalten von Menschen regelt. Das klingt echt schwierig. Die erste Frage, die wir klären sollten, ist, wer denn ein Gesetz erlassen kann, wer also bestimmen darf, welche Regel gilt. Wer bestimmt in der Schule, welche Regeln gelten? (Kinder einbeziehen) Der Lehrer für die Klasse, der Schuldirektor für die Schule und der Kultusminister für alle Schulen in unserem Bundesland. Wer bestimmt in der Familie, welche Regeln zu gelten haben? Natürlich die Eltern, auch wenn Kinder das manchmal nicht so toll finden. Wisst ihr auch, wer die Regeln in einem Staat macht? Früher haben das die Könige getan, heute in modernen Demokratien macht das das Volk, oder stellvertretend für das Volk die gewählten Politiker.

Gesetze sind also Regeln, die von jemanden festgelegt worden sind, der dazu die Macht hat. Was denkt ihr, warum legt man solche Gesetze und Regeln fest? Wäre es nicht auch möglich, dass jeder macht, was er will? (Kinder einbeziehen) Dann würde jeder nur auf seine Wünsche achten. Die Stärkeren würden immer gewinnen. Es wäre ungerecht. Es könnten nicht alle gut leben.

Wenn man Regeln und Gesetze halten will, dann muss man sie natürlich auch kennen. In der Schule erklärt der Lehrer oder die Lehrerin, welche Regeln in der Klasse gelten. Zum Beispiel, dass man sich melden muss, bevor man etwas sagt, oder dass man andere ausreden lässt. In einem Staat wird das Gesetz aufgeschrieben; jeder, der will, kann es lesen. In der Bibel wird auch von einem Gesetz gesprochen, dieses Gesetz hat aber nicht ein Lehrer, oder ein Politiker oder König beschlossen, dieses Gesetz kommt von Gott selbst. Hört euch an, was der Apostel Paulus dazu sagt:

Niemandem bleibt etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe! Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren! und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. (Röm 13,8–10)

 

Das Gesetz, von dem Paulus spricht, sind die Gebote Gottes, die wir im Alten Testament in der Bibel finden. Von den ganz wichtigen, den Zehn Geboten, habt ihr vielleicht schon gehört, es gab aber noch viel mehr Regeln und Gesetze, die es einzuhalten galt.

Manche meinten, das seien so viele Vorschriften, die könne man gar nicht behalten und einhalten. Paulus gibt uns heute einen Tipp, was wir machen können, wenn wir die Regeln und Gesetze Gottes halten wollen. Für ihn kann man alle Gebote in einer einzigen Regel zusammenfassen: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Erinnert euch daran, am Anfang haben wir gesagt, dass wir Regeln und Gesetze brauchen, damit wir gut zusammenleben können. Alle Regeln und Gesetze auswendig können, das ist wirklich schwer. Aber diesen einen Satz, den können wir uns merken: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. Das bedeutet auch, behandele ihn so, wie du selbst behandelt werden willst. Wenn du in der Schule ausreden möchtest, ohne unterbrochen zu werden, lass andere auch ausreden. Wenn du nicht geärgert werden willst, sei nett zu deinen Freunden. Wenn du willst, dass man dich respektiert, respektiere auch die anderen.

Reicht das schon aus? Nein, aber es ist ein guter Anfang. Die Erfüllung des Gesetzes ist die Liebe, sagt Paulus. Wenn man jemanden liebhat, dann tut man ihm nichts Böses, dann will man, dass es ihm gut geht. Paulus glaubt, dass Gott die Menschen sehr lieb hat, deshalb ist die Liebe zum Nächsten alles, was man tun muss, um das Gesetz Gottes zu halten. Es stimmt, die Bibel ist ein dickes Buch, und sich alles zu merken, was darin steht, ist wirklich sehr schwierig. Merken wir uns einfach diesen einen Satz und handeln danach, dann tun wir das Richtige: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.

 Christoph Heinemann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.