Das Familienfest der Kirche

Die Familienkatechese gibt es hier zum Download: PDF-Datei herunterladen

Hier gibt es das Ausmalbild zum Download: PDF-Datei herunterladen

Heute möchte ich mit einem Text aus der Bibel beginnen, er stammt aus der aus der Offenbarung des Johannes:

Dann sah ich vom Aufgang der Sonne her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu und sprach: Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben! Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen. Danach sah ich eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, gekleidet in weiße Gewänder, und trugen Palmzweige in den Händen. Sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.

 

Könnt ihr euch daran erinnern einmal bei einer Taufe dabei gewesen zu sein? (Kinder einbeziehen) Die eigene zählt natürlich nicht, daran können wir uns in den allermeisten Fällen ja nicht erinnern. Aber ich meine, bei einer, an die ihr euch erinnern könnt. Zu so einer Feier waren vor Corona immer viele Gäste geladen: die Eltern des Kindes, der Onkel, die Tanten, die Großeltern, die weitere Verwandtschaft, Freunde und Freundinnen, Nachbarn. Alle haben sich schön gekleidet und herausgeputzt. Sie bringen dem Kind Geschenke mit, um ihm zu zeigen: Wir freuen uns über deine Geburt. Es ist eine große Festgemeinde. Bei herrlichem Sommerwetter kann man im Garten feiern. Und natürlich werden viele schöne Fotos gemacht. Auf einem Foto ist die ganze Festgemeinde zu sehen, die Nahen und die Fernen. Und alle tragen sie dazu bei, dass es ein wunderschönes Fest wird.

In dem Bibeltext, den wir heute gehört haben, beschreibt Johannes ein prächtiges Bild von einem großen Fest im Himmel. Johannes malt uns den Himmel aus. Zunächst tritt ein mächtiger Engel auf, ein Gottesbote, der für Ruhe sorgt, der dem Fest, das kommen soll, Raum verschafft. Dann folgen 144.000 Menschen aus dem Volk Israel, von Gott ausgewählt und mit einem Siegel bezeichnet. Vielleicht vergleichbar mit den ganz nahen Verwandten beim Tauffest, von dem ich euch erzählte. Danach aber, so schreibt Johannes, sah er eine große Schar aus allen Nationen, Stämmen, Völkern, Sprachen. Das heißt: Menschen aus aller Herren Länder, von überall auf der Erde, Frauen und Männer, Kinder und Alte. Kein Mensch kann sie zählen. Sie alle kommen zu dem großen Fest, zu dem Jesus einlädt. Sie tragen weiße Gewänder, Festgewänder. Die Menschen haben sich bereitet für das Fest, innerlich und äußerlich. Sie haben sich gereinigt und schön gekleidet. Und sie tragen Palmzweige in ihren Händen. Sie bringen Geschenke mit. Ihr Geschenk besteht darin, dass sie dem, der sie eingeladen hat, Lieder singen, ihn loben und preisen als ihren Retter. „Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt und von dem Lamm.“ Dabei ist das Lamm ein Bild für Jesus Christus, den wir in unseren Gebeten das Lamm Gottes nennen. Was Johannes uns da ausmalt, ist ein prächtiges himmlisches Fest. Und die Mitte des Festes ist Gott selbst und sein Sohn, Jesus Christus.

Katholiken auf der ganzen Welt feiern heute das Fest Allerheiligen feiern, dabei können wir in diesem Bild vom Himmel unsere Heiligen, die bereits bei Gott sind sehen. Wir denken dabei auch an die Heiligen, die wir mit Namen kennen. (Die Kinder können bei der Suche nach Beispielen mit einbezogen werden.) Zum Beispiel der heilige Nikolaus, der heilige Martin, Maria – die Mutter Jesu, die heilige Elisabeth, die heilige Barbara …

Und es gibt die unzählig vielen Menschen, die wir nicht mit Namen kennen, die als Christen gelebt haben und schon gestorben sind, aus allen Ländern, aus allen Sprachen. Am Fest Allerheiligen dürfen wir uns wie Johannes ausmalen, dass sie alle bei Gott sind, um ihn versammelt in einem großen Fest. Wenn wir heute an sie denken, gehören wir auch zu dieser Festgemeinde. Das Fest Allerheiligen ist ein frohes Fest für uns Christen, ein großes Familienfest, bei dem wir alle miteinander, gemeinsam mit all den Menschen, die vor uns lebten und glaubten, Gott loben und preisen.


(Wenn ein Friedhofsbesuch geplant ist, kann folgender Abschnitt hinzugefügt werden, ein Wortgottesdienst für den Besuch am Friedhof steht zum download bereit: PDF-Datei)

Wir gehen heute noch auf den Friedhof, an das Grab von NN. Wir können uns dann vorstellen, dass all die Menschen, die wir geliebt haben, und die schon gestorben sind, in dieser festlichen Gemeinde bei Gott sind und feiern.


Jetzt wollen wir beten und die Heiligen um ihre Fürsprache bitten:

Guter Gott, am Fest Allerheiligen malt uns Johannes den Himmel aus.

Wir glauben, dass die Heiligen dort sind, wo du bist,

und dass wir mit ihnen verbunden sind wie in einer großen Familie.

So wie wir in der Familie auf die Hilfe und Fürsprache

der großen Schwester, des Onkels, der Großeltern hoffen und vertrauen,

so vertrauen wir auch auf die Fürsprache der Heiligen und rufen:

 

Heilige Maria, Mutter Gottes. Bitte für uns!

Heiliger Josef. Bitte für uns!

Heiliger Petrus. Bitte für uns!

Heiliger Johannes. Bitte für uns!

Heiliger Nikolaus. Bitte für uns!

Heiliger Martin. Bitte für uns!

 (Die eigenen Namenspatrone und die Heiligen einfügen, die die Kinder kennen.)

 

Gott, wir danken für alle Menschen, die uns von dir erzählt haben

und die unseren Weg mit uns gehen. Dir sei Lob und Dank jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

 

Karin Lindermayr / Christoph Heinemann

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