Ein Licht in die Welt tragen

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Ich weiß, dass Ihr gerne den Laternenumzug mitgehen wolltet, aber das ist leider nicht möglich. Wir können aber auch hier heute an den hl. Martin denken und ein wenig feiern.

Stellt euch mal vor, ich wäre ein Reporter oder eine Reporterin und würde die Menschen heute fragen, welchen Beruf der hl. Martin hatte, was glaubt ihr, würden sie antworten? (Kinder einbeziehen)

Richtig; die meisten würden wohl sagen, dass er römischer Soldat war. Einige würde wahrscheinlich überhaupt nicht antworten und nur ganz wenige wüssten, dass Martin auch Mönch und Bischof war. Martin hatte ein aufregendes Leben. Schon mit 15 Jahren wurde er römischer Soldat. Er gehörte zur Gardereiterei, das heißt, er musste nicht zu Fuß gehen, sondern hatte ein Pferd, genau wie der Martin, der sonst die Kinder beim Umzug durch den Ort begleitet. Irgendwann, als Martin einmal im Winter unterwegs war, traf er auf einen Bettler. Der Mann saß in der Kälte und brauchte Hilfe. Was Martin getan hat, das wisst ihr vielleicht? (Kinder einbeziehen)

Martin hat sein Schwert genommen und den Mantel in zwei Teile geschnitten. So konnten beide gewärmt werden, der Bettler und Martin selbst auch.

Was Martin da getan hat, war genau richtig und ist ein gutes Beispiel für uns. Es ist gut zu helfen, wenn jemand Hilfe braucht, aber es ist auch wichtig, auf sich selbst zu achten. Martin, so erzählt man sich, war ein Mensch, der immer gern geholfen hat. Einige meinten sogar, er wäre so gütig wie ein Mönch, wie jemand, der ganz für Jesus leben will. Getauft wurde Martin allerdings erst mit 18 Jahren und auch dann blieb er noch Soldat. Seine Kameraden waren oft erstaunt, dass er so gut zu den Menschen war, dass er ein Herz für die Armen und Kranken hatte und ihnen half, wenn er konnte.

Mit 40 Jahren hörte Martin auf, als Soldat zu arbeiten. Er wurde tatsächlich Mönch und gründete ein Kloster, später wurde er Bischof.

Ob als Soldat, als Mönch oder als Bischof, eines hat Martin immer gehabt: ein Herz für die Menschen, die in Not sind. Durch seine Freundlichkeit und seine Hilfe hat er das Leben der anderen hell und freundlich gemacht.

Das würden wir auch tun, wenn wir mit Laternen durch die Straßen gehen und dazu die Martinslieder singen könnten. Mich erinnert das an einen kurzen Text aus der Bibel, den ich jetzt vorlesen möchte, er stammt vom Evangelisten Matthäus (Mt 5,14-16) und lautet:

 

Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.

 

Ich glaube, der Text ist gut zu verstehen. Wir alle wissen, was Licht bewirkt. Ohne Licht könnten wir nicht leben, ohne Licht würden wir nichts sehen, die Pflanzen könnten keinen Sauerstoff produzieren und es würde nichts wachsen. Jesus nimmt das Licht als Beispiel für seine Jünger. Was meint er wohl, wenn er sagt: „ein Licht unter ein Gefäß stellen“? Ich glaube, das ist ganz leicht zu verstehen. Stellt euch vor, ich würde einen Eimer über eine Kerze stülpen. Könntet ihr sie dann noch sehen? (-) Nein, natürlich nicht. Das würde keinen Sinn machen. Genau das meint Jesus mit seinem Beispiel: Wer glaubt, der soll er auch so leben, dass man sieht, an was er glaubt.

 

Die, die an Jesus glauben, sollen ein Licht für die Welt sein. Das können sie nur, wenn sie sich von Jesus begeistern lassen. Martin hat das getan. Er war überzeugt, dass Gott die Menschen liebt und er hat das durch sein Leben sichtbar gemacht.

Mit den Laternenumzügen am Martinstag zeigen wir, dass Gott unser Leben hell machen will und wir ehren damit auch den heiligen Martin, der dieses Licht Gottes weitergegeben hat. Noch mehr als mit unseren Laternen können wir Martin aber ehren, wenn wir wie er freundlich und hilfsbereit leben und den Menschen Gottes Güte zeigen. Das kann das in Zeiten wie diesen auch bedeuten, auf den gemeinsamen Laternenumzug zu verzichten um andere und uns selbst zu schützen.

 

Fürbitten

Der heilige Martin hat die Menschen geliebt, auf seine Fürsprache bitten wir Gott.

  • Für die, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden, um Kraft und Mut. Guter Gott: A: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für alle, die arm und hilflos sind, um Menschen, die ihnen beistehen. Guter Gott: A: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für die, die alles haben, dass sie lernen zu teilen. Guter Gott: A: Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Für uns selber, dass wir erkennen, wenn jemand Hilfe braucht. Guter Gott: A: Wir bitten dich, erhöre uns.

Gott, du bist ein Freund der Menschen. Wir loben dich und danken dir, jetzt und in Ewigkeit.

 

Gebet

Guter Gott,

du hast uns im heiligen Martin ein Vorbild gegeben.

Hilf uns, wie er unsere Nächsten zu lieben

und denen, die in Not sind, beizustehen.

Begleite uns und mache uns bereit, dein Licht in die Welt zu tragen.

Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Christoph Heinemann

 

 

 

 

 

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