Hausgottesdienst am 33. Sonntag im Jahreskreis

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Der Hausgottesdienst steht hier zum Download bereit: PDF-Datei

Lied

Lied:Wohl denen, die da wandeln“ (Gotteslob Nr. 543)

oder:

Lied:Privileg

oder (für Kinder):

Lied:Du kennst mich

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Einführung

Ein Gottesdienst ist Zeit, die wir mit Gott verbringen, Zeit, die wir uns nehmen, um bei ihm zu sein. Dabei hören wir Worte aus der Bibel und wir wissen, damit möchte Gott uns etwas sagen. Außerdem vertrauen wir darauf, dass im Gebet Gott mit seinem Heiligen Geist wirkt und so auch unser Herz verändert. Der Segen am Ende bedeutet nicht nur den Wunsch nach Gottes Hilfe und Schutz für uns, sondern er ist auch eine Sendung zu den Menschen. Von Gott verändert und gestärkt, können wir in seinem Sinn die Welt verändern.

Gebet

V: Lasst uns beten.
(hier kann ein Moment Stille gehalten werden)

V: Allmächtiger Gott,
du beschenkst deine Geschöpfe
mit vielfältigen Gaben.
Lass uns erkennen,
was du von uns willst,
und gib uns die Kraft,
zu tun, was du von uns erwartest.
Darum bitten wir dich
durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt und herrscht
in der Einheit des Heiligen Geistes,
Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
A: Amen.

Loblied

Loblied:     „Lobt froh den Herrn“ (Gotteslob Nr. 396)

oder:

Loblied:     „So groß ist der Herr

oder (für Kinder):

Loblied:     „Gott gab uns Atem

Psalmgebet

(aus Psalm 128, 1-2.3.4-5)

(gemeinsam gebetet)

Selig jeder, der den Herrn fürchtet,
der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erarbeitet haben, wirst du genießen;
selig bist du – es wird dir gut ergehn.

Deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock
im Innern deines Hauses.
Wie Schösslinge von Ölbäumen sind deine Kinder
rings um deinen Tisch herum.

Siehe, so wird der Mann gesegnet,
der den Herrn fürchtet.
Es segne dich der Herr vom Zion her.
Du sollst schauen das Glück Jerusalems alle Tage deines Lebens.

Schriftlesung

Hinführung
Was wir sind, was wir können, unsere Talente, Fähigkeiten und Gaben, all das haben wir nicht für uns selbst. Es ist das, was Gott uns mitgegeben hat, um die Welt dadurch zu verändern. Was hast du bekommen – und wie setzt du es ein?

Aus dem Matthäusevangelium (Mt 25, 14-30)
In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging. Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort ging der Diener, der die fünf Talente erhalten hatte, hin, wirtschaftete mit ihnen und gewann noch fünf weitere dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei weitere dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr jener Diener zurück und hielt Abrechnung mit ihnen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du tüchtiger und treuer Diener. Über Weniges warst du treu, über Vieles werde ich dich setzen. Komm, nimm teil am Freudenfest deines Herrn! Es kam aber auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein  strenger Mensch bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Sieh her, hier hast du das Deine. Sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Du hättest mein Geld auf die Bank bringen müssen, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben werden und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier:
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Predigtgedanken oder Austausch

Eine Katechese für Familien mit Kindern gibt es hier:
https://zuhausebeten.de/2020/11/jesus-braucht-unsere-talente/

oder:

Anstelle einer Predigt kann an dieser Stelle unser Podcast stehen:
https://zuhausebeten.de/2020/11/das-gift-der-perfektion/ ‎

oder:

Mögliche Fragen für den Austausch:

  • Was sind deine Talente? Was hat Gott dir geschenkt und mitgegeben?
  • Wie setzt du deine Talente ein?
  • Was hält dich davon ab, deine Talente einzusetzen?

oder:

Zeit der Stille zum persönlichen Nachdenken.

Lied:Meer

Antwort auf das Wort Gottes

Jesus spricht im Gleichnis von den Talenten, die den Menschen anvertraut sind. Im Gleichnis ist von Geld die Rede, aber er spricht im übertragenen Sinn auch von den Talenten und Fähigkeiten, die jeder Mensch von Gott bekommen hat. Macht doch einmal folgendes Experiment:

  • Überlegt gemeinsam, welche Talente und Fähigkeiten jeder von euch hat. Sprecht dabei nicht nur über euch selbst, sondern lasst euch von den anderen sagen, was sie als eure besonderen Fähigkeiten und Talente sehen. Manchmal überrascht das, was andere dann sagen. Es tut gut, sich von anderen einmal sagen zu lassen, was man selbst gut kann.
  • Wenn ihr wollt: überlegt auch, wie ihr die Talente, die ihr habt, gut einsetzen könnt, und zwar konkret während der kommenden Woche. Vielleicht fällt euch etwas ein, was ihr alleine oder auch alle gemeinsam in den nächsten Tagen tun könnt und was euren Talenten entspricht.

Vater unser

V: Was wir sind und haben kommt von Gott. Er ist liebender Vater und darum wissen wir, dass wir ihn um alles bitten dürfen, was wir brauchen oder wovon wir sehen, dass andere es brauchen. Bringen wir in einem Moment der Stille unsere Bitten vor ihn und beten wir danach gemeinsam das Gebet Jesu.

(Hier halten alle eine Stille und beten in den eigenen Anliegen.)

A: Vater unser …

Segensbitte

(gemeinsam gebetet – GL 19,4)

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde,
sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde,
sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde,
sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

A: Amen.

V: So segne uns, der liebende Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

A: Amen.

Lied

Lied:Nun singt ein neues Lied dem Herren“ (Gotteslob Nr. 551)

oder:

Lied:Anker in der Zeit

oder (für Kinder):

Lied:Du bist wirklich fantastisch, Gott

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.