Jesus braucht unsere Talente

Vorbereiten: Talente-Blatt ausdrucken oder „Münzen“ ausschneiden (s.u.) Stifte bereitlegen.

Die Familienkatechese gibt es hier zum Download: PDF-Datei herunterladen

Hier gibt es das Talente-Blatt  und ein Ausmalbild zum Download: PDF-Datei herunterladen

 

Als Jesus vor ungefähr zweitausend Jahren zum ersten Mal im jüdischen Volk aufgetreten ist, rief er den Menschen zu: „Das Reich Gottes ist nahe!“ Aber wie sollten sich seine Zuhörer das Reich Gottes vorstellen? Was meinte Jesus damit? Weil das mit Worten kaum zu erklären war, erzählte Jesus ganz viele Geschichten, die das Reich Gottes mit alltäglichen Dingen verglichen. Zum Beipiel sagte er: „Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Senfkorn.“ Das bedeutet, dass aus einem Anfang, der klein ist wie ein Senfkorn, etwas Großes wächst. Diese Geschichten nennt man Gleichnisse. Sie treffen das Geheimnis des Reiches Gottes in einem bestimmten Punkt. Es kommt darauf an, diesen wichtigen Punkt herauszuhören. Sonst könnte man das Gleichnis falsch verstehen. Es hat also auch etwas Rätselhaftes und Spannendes.

 

Das Gleichnis von den Talenten

Heute haben wir das Gleichnis vom anvertrauten Geld, das auch Gleichnis von den Talenten genannt wird, gehört. Ein Talent entsprach in der Zeit Jesu einer bestimmten Geldmenge. Für ein Talent bekam man etwa ein Segelschiff. Es hatte also einen ziemlich großen Wert. König Herodes der Große nahm in einem Jahr ungefähr 900 Talente ein. Jesus erzählt davon, dass ein reicher Herr seinen Dienern sehr viel Geld anvertraut und dann verreist. Nach langer Zeit kehrt der Herr zurück und rechnet mit seinen Dienern ab.

Bei vielen Kindern und Erwachsenen ist ein Spiel beliebt, das „Monopoly“ heißt. Da bekommt jeder Spieler eine bestimmte Menge an Geld. Man würfelt und zieht über ein Spielfeld, wo man an den entsprechenden Stellen für sein Geld Häuser oder ganze Straßen kaufen kann. Jeder Spieler setzt sein Geld ein, um noch mehr Geld damit zu gewinnen. Der reichste Spieler ist am Ende auch der Gewinner. Dieses Spiel könnte einem einfallen, wenn man das Gleichnis von den Talenten hört. Will Jesus uns anhalten, reich zu werden? Hat er nur für Gewinner etwas übrig? Das passt nicht gut dazu, dass Jesus häufig vor der Gier nach Reichtum gewarnt hat. Er war selbst nicht reich und hatte ein Herz für die Armen und Schwachen. Wir müssen also aufpassen, dass wir dieses Gleichnis richtig verstehen.

 

Talente müssen entdeckt und eingesetzt werden

Das Wort „Talent“ bedeutet in unserer Sprache auch „Begabung“ oder „Fähigkeit“. Wer zum Beispiel ein musikalisches oder sportliches Talent besitzt, kann ein guter Musiker oder Sportler werden. Die Betonung liegt auf „kann“, denn ein Talent muss erstens entdeckt und zweitens eingesetzt werden. Durch Übung kann jemand, der talentiert ist, wirklich gut werden. Von den erfolgreichen Geldgeschäften der Diener können wir etwas für unser Leben lernen. Gott hat jedem von uns ganz besondere Talente geschenkt. Wie der Diener mit den fünf Talenten sollen wir den ganzen Einsatz wagen und etwas Gutes daraus machen. Mit den Talenten sollen wir dazu beitragen, dass das Reich Gottes wächst. Wir sollen uns trauen, unsere Talente zu nutzen. Ich glaube, euch muss ich das gar nicht sagen. Jedes Kind freut sich, wenn es etwas gut kann und möchte aus dieser Begabung etwas machen. Es ist schön, wenn Eltern und Lehrer bei Kindern viele Talente entdecken und diese auch fördern. Und wenn ein Kind sehr schüchtern ist oder sogar Angst hat, sein Talent zu zeigen, braucht es sehr viel Geduld und Ermutigung. Nur wer keine Angst hat, kann zeigen, was in ihm steckt.

Überlegt einmal, welche Talente ihr habt und wie ihr diese Talente einsetzen könnt im Sinne Jesu für die Armen und Schwachen. Der Reichtum, den Jesus meint, ist nicht in Geldstücken zu messen. Die Währung, die im Reich Gottes zählt, ist die Liebe. Ihr erhaltet nun fünf Talente wie der Diener im Gleichnis. Darauf dürft ihr eure Talente schreiben oder malen. Sicher habt ihr viele Einfälle, was ihr mit diesen Talenten Gutes tun könnt.

 

Kreative Aktion

Die Kinder haben nun etwas Zeit über ihre Talente nachzudenken. Sie erhalten das Blatt auf der folgenden Seite und können in die „Münzen“ Ihre Talente schreiben oder malen.

Alternativer Vorschlag: Aus Tonpapier/Pappe werden „Münzen“ ausgeschnitten, die auf einer Seite die Aufschrift „1 Talent“ haben. Die andere Seite bleibt frei zur Beschriftung durch die Kinder. Jedes Kind erhält am Ende fünf Talente.

 

Austausch und Abschluss

Im Anschluss an die kreative Aktion tauschen sich alle über die ihre Talente aus. Zum Abschluss werden die vielen „Talente“ in die Mitte gelegt und bestaunt.

 

Lieber Gott,

Wir können laufen und springen. – Wir danken dir.

Wir können sehen und hören. – Wir danken dir.

Wir können spielen und lustig sein. – Wir danken dir.

Wir können anderen helfen und sie froh machen. – Wir danken dir.

Wir können lernen und uns entwickeln. – Wir danken dir.

Wir können freundlich sein und Gutes tun. – Wir danken dir.

Du hast uns viele Talente geschenkt. – Wir danken dir.

Du willst, dass wir sie nutzen. -Wir danken dir.

Gott wir bitten dich für jeden und jede von uns,

lass uns unsere besonderen Talente und Begabungen erkennen,

und sie so einsetzen, wie du es von uns wünscht.

Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

 

Als Alternative oder zusätzlich zum Gebet kann auch das  Lied: “Du bist ein Ton in Gottes Melodie” gesungen werden:

 

Martina Masser / Christoph Heinemann

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