Bereitet den Weg des Herrn!

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Heute haben wir im Evangelium von Johannes dem Täufer gehört. Seine Aufgabe ist es, die Menschen zur Umkehr, zu einem Weg mit Gott aufzurufen. Johannes hat richtige Menschenmassen angezogen. Die Leute pilgern an den Jordan, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes ermahnt die Zuhörer zur Umkehr. Er beeindruckt die Hörer, er fordert auf, zu teilen und ein Leben nach Gottes Geboten zu leben. Toll, können wir sagen und wir können fragen, was das mit Jesus und dieser Adventszeit zu tun hat? Johannes stellt sich nicht in den Vordergrund. Er bereitet den Weg für den Sohn Gottes vor. Er ist Wegbereiter und das weiß er sehr wohl. Johannes geht es um seinen Auftrag, die Menschen für Gott zu begeistern. Nicht er nimmt sich wichtig, sondern seine Botschaft ist wichtig. Das Evangelium spricht von der Stimme eines Rufers in der Wüste: „Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!“

Kennt ihr das? Da wird Besuch erwartet und alle Familienmitglieder haben irgendetwas zu tun. Zimmer aufräumen, einkaufen, kochen usw., denn wenn Gäste erwartet werden, dann soll es schön und ordentlich sein. Was meint ihr? Ist es das, was Johannes meint? (Kinder einbeziehen) Nein! Gerade dies meint Johannes nicht. Dem Herrn den Weg bereiten, heißt: umkehren, sich innerlich auf Jesus vorzubereiten, so zu leben, dass Gott, Jesus gerne bei mir wohnt.

Johannes kennt die Menschen und er weiß, dass bald der Erlöser kommen wird: der Sohn Gottes. – Wir feiern bald Weihnachten, die Geburt Jesu. Auch wir bereiten uns darauf vor. Wir schmücken die Häuser, haben Adventskränze, Kerzen und backen Plätzchen. Bereiten wir so Jesus den Weg? Genau das fragt Johannes uns heute. Wie bereitest du dich auf das Kommen Jesu vor?

Johannes konnte sich damals bestimmt nicht vorstellen, wie wir heute leben. Doch eines wusste er ganz genau. Wir Menschen lassen uns gerne von unserem Weg abbringen. Wir Menschen verschließen oftmals aus Bequemlichkeit unser Herz. Wir lassen uns ablenken oder machen uns keine Gedanken über Gott. Bei allen praktischen Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest lädt uns das heutige Evangelium dazu ein, uns auch innerlich vorzubereiten: „Bereitet den Weg des Herrn!“ Mehr noch: „Macht gerade seine Straßen!“ Und wie soll das gehen? Wer Jesus, dem Sohn Gottes, vertraut, entscheidet sich immer für das Gute. Keine Lügen, keine unfairen Spielchen, der teilt mit anderen, der ist zufrieden mit dem, was er hat. Umkehr heißt, ein Leben zu führen, das keinem anderen Menschen schadet.

Nach Johannes haben viele großartige Menschen versucht, in Liebe zu den Menschen und zu Gott zu leben. Einer davon ist der hl. Nikolaus. Auch er wird das heutige Evangelium gekannt haben. Auch er wird sich mit Johannes beschäftigt haben. Der hl. Nikolaus hat sein Leben völlig umgekrempelt. Nikolaus war und ist heute noch ein „Geschenkebringer“. Dabei ging es ihm um Geschenke, die für das Leben der Armen wichtig waren. Er brachte Kleidung und Nahrung. Er verteilte sein Hab und Gut an Menschen, die nichts hatten. Nikolaus hatte ein Herz für die Leiden der Menschen. Der hl. Nikolaus zog von Haus zu Haus und besuchte Menschen, die seine Hilfe brauchten. Nikolaus war ein Bischof der Armen. Er hat durch sein Teilen Jesus den Weg bereitet. Als Priester und Bischof hat er auch das Wort Gottes mit anderen geteilt.

Johannes der Täufer hat uns dazu eingeladen, umzukehren, sich Gott zuzuwenden. Wenn ich euch heute erklären soll, wie das geht, dann kann ich euch das auch mit einem einzigen Satz sagen. Lasst euch von Gott euer Herz öffnen. Wenn das Herz geöffnet ist, dann ist der Weg für Gottes Sohn vorbereitet.

Brigitte Goßmann / Christoph Heinemann

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