Das große Geschenk Gottes

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Ich glaube ihr habt gestern alle einen aufregenden Tag gehabt. Als ich so alt war wie ihr, war für mich die Zeit vor Weihnachten auch immer ganz spannend. Auf was glaubt ihr, habe ich wohl am meisten gewartet? (Kinder einbeziehen) Natürlich, auf die Geschenke, da ging es mir nicht anders als anderen Kindern. Ich denke, auch ihr habt etwas Schönes bekommen, worüber habt ihr euch denn besonders gefreut? (Kinder einbeziehen)

Alle Geschenke sind wirklich ganz toll. Das sind alles Dinge, die man nicht einfach so bekommt, die wünscht man sich meistens schon länger. Dann gibt es aber auch einfache und kleine Geschenke, die Beschenkten ganz glücklich machen, weil sie durch die Geschenke spüren, dass jemand an sie gedacht hat und sie lieb hat. Entscheidend ist immer, wie ich etwas gebe.

Wenn ich einem Menschen etwas schenke, weil ich ihn wirklich gernhabe, wird er sich auch über die kleinste Kleinigkeit freuen. Wenn ich jemandem etwas gebe, es aber nur tue, weil ich meine es zu müssen, hält die Freude nicht zu lange. Ich will euch ein Beispiel geben. Sicher habt ihr schon gehört oder erlebt, dass manche Firmen und Geschäfte ihren Kunden ein Werbegeschenk geben, oft auch für Kinder. Stellt euch vor, ihr habt einen Ball bekommen, der ist solange interessant und spannend, wie ihr damit spielen könnt. Wenn das Wetter schlecht ist oder keine anderen Kinder zum Spielen da sind, ist das Geschenk langweilig und irgendwann liegt es sowieso in der Ecke. Stellt euch vor, den Ball hätte euch euer bester Freund geschenkt und dafür sein Taschengeld gespart. Immer wenn ihr mit dem Ball spielt, ist er mehr als ein Spielzeug. Er ist nicht nur ein Ball, sondern auch eine Erinnerung an einen lieben Menschen.

Dass wir an Weihnachten so schöne Geschenke bekommen, erinnert uns an das große Geschenk Gottes, das er den Menschen gemacht hat. Er hat uns seinen Sohn Jesus geschickt, damit er den Menschen erzählt, wie sehr Gott sie liebt, und dass Gott ihnen die größte Freude geben will, die wir uns vorstellen können, nämlich seine Kinder zu sein.

Gehen wir nochmal zu den Geschenken zurück, die wir Menschen uns gegenseitig machen. Was macht man normalerweise, wenn man etwas geschenkt bekommt? (Kinder einbeziehen) Man sollte sich bedanken. Was habe ich als Kind immer von meinen Eltern gehört, wenn ich das mal vergessen hatte. „Wie heißt das?“, „Was sagt man?“ oder „Hast du nicht was vergessen?“. Bevor man aber „danke“ sagt, muss man noch etwas Anderes tun. Habt ihr eine Idee? (Kinder einbeziehen) Man muss es auch annehmen und auspacken. Bei einem Geschenk gibt es immer zwei Menschen, die handeln, einer, der das Geschenk gibt und einer, der es annimmt.

Mit dem Geschenk, das Gott uns heute macht, ist es genauso. Gott schenkt uns Jesus und damit die Botschaft seiner Liebe zu den Menschen. Wir müssen dieses Geschenk aber auch annehmen wollen. Wenn euch jemand ein tolles Spielzeug schenkt, dann werdet ihr natürlich damit spielen. Aber wie können wir das Geschenk Gottes annehmen? Ich glaube, das ist nicht so schwer. Wir müssen ihm nur vertrauen und versuchen, so zu leben, wie Jesus es uns vorgelebt hat: friedfertig, gütig und mit Achtung vor Gott und den Menschen. Und wie bei Geschenken von Menschen auch, wäre es gut, wenn wir das Danken nicht vergessen. Gott können wir danken, wenn wir beten. Alleine vor dem Schlafengehen oder wie heute gemeinsam als Familie.

Gott schenkt uns heute seinen Sohn, darüber dürfen wir uns freuen und dafür wollen wir danken.

 

EINLADUNGEN ZUM DANK

Es wäre schön, wenn wir jetzt alle eine Minute nachdenken, wofür wir danken wollen und uns das dann gegenseitig erzählen.

Es kann auch die Ausmalvorlage als Hilfe genutzt werden. In die „Geschenke“ kann geschrieben oder gemalt werden, wofür man danken möchte.

Nach einem kurzen Austausch kann das Vaterunser gebetet werden, besonders wenn die Kinder das schon können. Anschließend folgt das Gebet.

 

GEBET

Guter Gott, wir danken dir,
dass du uns deinen Sohn geschenkt hast.
Er hat uns von deiner Liebe erzählt.
Von seinem Beispiel können wir lernen,
wie wir leben sollen.
Hilf uns, dass wir nie vergessen, wie lieb du uns hast,
und wir dir immer dankbar sind.

Amen.

 

ZUM ANHÖREN UND MITSINGEN:

 

P. Christoph Heinemann OMI

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