Söhne und Töchter Gottes

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Schlange stehen ist so eine Sache. Da steht man und wartet darauf, dass man drankommt. Zurzeit ist wieder üblich in der Schlange zu stehen, wegen Corona auch mit einem großen Abstand zu den anderen Wartenden, beim Bäcker, Metzger oder der Apotheke.

Wie geht es euch, wenn ihr Schlange stehen und wartet müsst? (Kinder einbeziehen, möglich Stichworte: Langeweile, Anstrengung, Ärger, Aufregung, Angst …)

In vielen Fällen gefällt uns das Schlange stehen überhaupt nicht. Es kostet Zeit und ist in der Regel nicht besonders spannend. Vieles geht einem da durch den Kopf. Man denkt darüber nach, ob man z. B. im Supermarkt alles bekommen hat, was man kaufen wollte. Oder man denkt darüber nach, was man z. B. in der Bäckerei kaufen will.

In dem Bibeltext, den wir gleich hören steht Jesus auch in einer Schlange von Menschen. Was er beim Schlange stehen gedacht oder gefühlt hat, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Was wir aber sagen können, ist, dass er Johannes dem Täufer am Jordan zugehört hat. Johannes hat davon gesprochen, dass die Menschen aufhören sollen, sündige, das heißt schlechte Menschen, zu sein. Um zum Ausdruck zu bringen, dass sie damit aufhören wollen, böse, gemein und unehrlich zu sein, haben sie sich von ihm taufen lassen. Durch das Untertauchen im Flusswasser wollten sie alles Üble abwaschen, um wieder als neue und reine Menschen vor Gott stehen zu können. Jesus war sicher überzeugt von dem, was Johannes zu sagen hatte, deshalb hat sich in die Schlange der Menschen am Fluss gestellt. Was dann passiert ist, davon erzählt uns das heutige Evangelium.

 

Evangelium: Mk 1,4-11

Johannes der Täufer trat in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig.

Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

 

Eine wunderbare Geschichte. Jesus lässt sich von Johannes taufen, und als er aus dem Fluss wiederauftaucht, kommt der Geist Gottes auf ihn in der Gestalt einer Taube herab. Und eine Stimme spricht zu ihm: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ Was kann man sich mehr wünschen, als wenn das zu einem gesagt wird, und das auch noch von Gott persönlich?

Wichtig für uns ist, dass diese Zusage nicht nur für Jesus gilt. Sie gilt für alle Freunde von Jesus, egal ob sie Frau oder Mann, Mädchen oder Junge sind. Deshalb können wir sagen, dass zu uns allen Gott spricht: Du bist mein geliebter Sohn / du bist meine geliebte Tochter.

Ich glaube, dass die Menschen ganz schön aufgeregt waren, als sie bei Johannes in der Schlange standen. Sie wollten umkehren und ein neues Leben beginnen. Vielleicht haben sie über all das nachgedacht, was sie falschgemacht haben. Sicher haben sie gewusst, dass sie nicht immer perfekt sind.

Auch wir müssen nicht immer perfekt sein. Auch wir haben Fehler und tun manchmal Dinge die nicht gut sind. Gott vergibt uns aus Liebe alles, was uns von Herzen leidtut. Ihr dürft immer daran denken, dass Gott euch so annimmt, wie ihr seid. Er begleitet euch auf all euren Wegen. Ihr seid geliebte Kinder Gottes. Ihr seid seine geliebten Söhne und Töchter, das dürfen wir heute aus dem Evangelium lernen.

 

Zum Anhören und Singen: „Du bist Du

 

Fürbitten

Herr, unser Gott, als deine geliebten Söhne und Töchter tragen wir dir unsere Bitten vor:

Hilf uns, immer mehr bessere und liebevollere Menschen zu werden …

Hilf uns, auch wenn es uns oftmals schwerfällt, Fehler, Schwächen und Sünden zuzugeben und um Entschuldigung zu bitten …

Hilf uns, dass wir begangenes Unrecht wiedergutmachen …

Hilf uns, liebevoll mit allen umzugehen …

Nimm alle deine verstorbenen Söhne und Töchter bei dir auf …

 

Gebet

Guter Gott,

wir danken dir, dass du uns trotz unser Schwächen und Fehler annimmst.

Wir sind deine geliebten Kinder,

Töchter und Söhne des Höchsten,

auch dann, wenn wir nicht immer perfekt sind.

Hilf uns, die Welt und unsere Mitmenschen so zu sehen,

wie du sie siehst.

Hilf uns, einander liebevoll zu behandeln

und dir unserem Vater im Himmel zu vertrauen.

Darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder und Herrn. Amen.

 

Thomas Stephan/Christoph Heinemann

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