Es tut gut, bis ins Herz

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Einleitung

Begeisterung ist ansteckend. Aber auch anderes kann ansteckend sein, etwa schlechte Laune, Unzufriedenheit oder Krankheit. Keiner möchte mit Schnupfen, Halsweh, Husten oder Corona angesteckt werden. Da hilft es, sich oft die Hände zu waschen und einander nicht zu nahe zu kommen, ein Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, also den direkten Kontakt zu vermeiden.

Es gibt aber auch Situationen in denen Kontakt gut tut, wenn jemand Hilfe braucht oder traurig ist. Wie schlimm das ist, wenn man keinen Kontakt mehr hat, merken viele Menschen heute in Pandemie. Manchen treffen tagelang keinem Menschen.

Von einer ansteckenden Krankheit und einem Kontakt, der guttut, wird uns auch heute erzählt, hört selbst:

 

Evangelium: Mk 1,40-45 (später lesen)

Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du mich reinmachen. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an und sagte zu ihm: Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis.  Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

 

Katechese

Wer sucht Kontakt zu Jesus? (Kinder einbeziehen) Ein Mensch mit Aussatz, einer ansteckenden Krankheit. Eigentlich darf er das nicht. Um keinen anzustecken, muss er außerhalb des Ortes leben, denn er ist ausgeschlossen aus der Gemeinschaft der Gesunden.

Auch bei uns gibt es Leute, die ausgeschlossen werden, nicht nur, weil sie krank sind, sondern auch weil sie alt, behindert, obdachlos oder arbeitslos sind. Weil sie sich nichts leisten können, ihre Kinder keine modischen Klamotten tragen. Vielleicht sehen sie auch anders aus oder sprechen nicht so gut deutsch. Es gibt viele auch bei uns, mit denen wir nicht gern etwas zu tun haben wollen.

Jesus ließ sich von dem Aussätzigen ansprechen. Schon das war gegen jedes Gesetz. Er berührte ihn sogar, was damals völlig unmöglich war. Doch dieser Kontakt, diese Nähe tut dem Mann gut bis ins Herz. Aber was geht uns denn diese schöne Wundergeschichte an? Ich behaupte: viel! Wir können zwar keine Krankheit heilen, aber wir können alle kleine Wunder wirken. Gemeint ist alles, mit dem wir anderen bis ins Herz guttun.

Natürlich können wir in diesen Zeiten von Corona uns nicht mit so vielen Menschen treffen, wir können nicht einfach Menschen besuchen, aber wir können trotzdem Kontakt halten. Wir können mit einander telefonieren, oder auch Briefe schreiben. Und wir können uns vornehmen, dann, wenn Kontakte wieder möglich sind auf andere zuzugehen.

Zum Beispiel in der Schule. Ich kenne Kinder, die es in ihrer Klasse schwer haben, die in der Pause allein herumstehen und sich nichts trauen. Warum nicht den ersten Schritt machen, nett sein und das Kind einladen mitzuspielen.

Auch in der eigenen Familie können wir mehr auf einander achten. Wenn wir sehen dass jemand traurig ist, ein gutes Wort sagen oder helfen, wenn jemand viel Arbeit hat und wir helfen können. Es muss nicht immer etwas Großartiges sein, was wir tun. Manchmal hilft ein gutes Wort, ein Lächeln oder eine helfende Hand, um anderen bis ins Herzen gutzutun.

Zum Anhören und Mitsingen:

Kindermutmachlied

 

Fürbitten

Jesus, wir achten sehr auf uns und wenig darauf, wie es anderen geht. Darum bitten wir dich:

  • Für alle, die gar nicht darauf achten, dass es einem anderen nicht gut geht …
  • Für alle, die sich so sehr wünschen, dass jemand sich um sie kümmert …
  • Für alle, die gleich heute etwas tun, das anderen guttut bis ins Herz …

Jesus, du hast Wunder gewirkt. Hilf allen und uns, andere durch kleine Wunder froh zu machen.

 

Vaterunser

Wir beten, wie Jesu uns das Beten gelehrt hat: Vater unser…

 

Gebet

Danke, lieber Gott, für diesen Tag,

danke, dass du bei mir bist.

Danke für meine Familie, die guten Freunde

und dass du mich nie vergisst.

Danke für die Zeit zum Spielen,

für die Freude, die du schenkst,

und dass du an dunklen Tagen

ganz besonders an mich denkst.

Gertrud Lorenz / Christoph Heinemann

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