Gegen falsches Fieber

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Begrüßung

Wir beginnen unseren Gottesdienst im Zeichen der Liebe Gottes, im Namen des + Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Heute hören wir einen ganz kurzen Abschnitt aus der Bibel. Er ist so kurz, dass wir gut aufpassen müssen, damit wir das Wichtigste nicht überhören.

Evangelium: Mk 1,29-31

Jesus und seine Jünger verließen die Synagoge und gingen zusammen in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.

Katechese

Der kleine Abschnitt aus der Bibel, den wir gerade gehört haben, schließt sich an den letzten Sonntag an. Jesus uns seine Jünger sind gemeinsam unterwegs und besuchen auch das Haus in dem zwei von ihnen wohnen. Dort treffen sie die Schwiegermutter des Petrus, sie krank ist. Sie hat Fieber. Habt ihr schon mal Fieber gehabt? Beschreibt mal, wie das war! (Kinder einbeziehen) Fieber ist keine schöne Erfahrung. Von einem Schüttelfrost über Alpträume bis hin zu Schweißausbrüchen ist es sehr unangenehm. Während und nach einem Fieber sind wir erschöpft, lustlos, können nur noch im Bett liegen. Jesus heilt das Fieber. Die Schwiegermutter zeigt keinerlei Anzeichen einer Krankheit mehr, kann ein Essen zubereiten und sich um Jesus und seine Gäste kümmern.

Wir verwenden den Begriff des Fiebers nicht nur dann, wenn wir krank sind, sondern auch, wenn wir einer Sache oder einem Ereignis entgegenfiebern. Wir sind manchmal so „heiß“ auf etwas, dass es sich anfühlt wie ein echtes Fieber. Wer schon auf den bevorstehenden Urlaub, den eigenen Geburtstag oder auf Weihnachten sehnsüchtig gewartet hat, der weiß, von was ich spreche. Wir werden innerlich unruhig, können nicht schlafen, vernachlässigen andere Dinge. Das kann unser Leben spannend machen, aber wenn diese Art Fieber überhandnimmt, dann wird es wie ein echtes Fieber zur Krankheit. In diesem Sinne können wir das heutige Evangelium auf unser aller Leben anwenden. Wir sind im Fieberwahn, rennen unwichtigen Dingen hinterher, verbringen Stunden mit unseren Smartphones und anderen Spielzeugen und vergessen dabei das, was wirklich wichtig ist.

Was in der biblischen Geschichte wie eine Nebensache klingt, ist eigentlich die Hauptsache. Klar, irgendjemand muss sich um die Gäste kümmern. Jesus hat immer viele Leute dabei und Petrus hat den Wanderprediger mit ins Haus gebracht. Es geht hier aber bei dem Bedienen der Gäste nicht nur darum ihnen einfach Essen und Getränke zu bringen. Für die Juden damals war Gastfreundschaft viel wichtiger als für uns heute. Gäste bedienen ist hier gewissermaßen ein anderes Wort für Liebe schenken. Wenn uns also Jesus heilt von diesem Fieber des immer mehr Haben-Wollens und dem Fieber des immer mehr Erleben-Wollens, dann macht er uns frei für das, was wirklich zählt: die Liebe.

Heute können wir vom Evangelium lernen, dass wir als Christen vom Fieber Geheilte sein müssen. Jesus muss uns berührt haben, das bedeutet so wichtig sein, dass wir uns nicht mehr nur Nebensächlichkeiten entgegenfiebern, sondern allein Gott dienen. Dabei geht es nicht darum, dass wir zwanghaft versuchen, irdische Dinge zu meiden. Nein, wir dürfen ruhig alles nutzen, wir dürfen uns auf Dinge freuen und Spaß haben, aber wir sollen unser nicht nur dafür interessieren. Ihnen nicht hinterherfiebern und unser Herz nur an sie hängen, sonst könnte es sein, dass wir keine Energie mehr haben für das, was wirklich wichtig ist, für unsere Mitmenschen und für Gott.

Zur Vertiefung

Jesus will uns zeigen was wirklich wichtig ist: die Liebe. Wie können wir einem Menschen zeigen, dass wir mögen und ihm gut wollen. Im Ausmalbild habe wir zwei Sprechblasen bei Jesus abgebildet. Dort könnt Ihr hineinschreiben oder malen, wie wir einem Menschen zeigen können, dass er uns wichtig ist.

Zum Anhören und Mitsingen:

Der gute Hirte

 

Fürbitten

Jesus heilt uns von dem Fieberwahn der Ichsucht. Deshalb bitten wir ihn: 

  • Schenke der Kirche mehr geheilte Menschen, die wahrhaft Diener sind und sich nicht in Äußerlichkeiten selber wichtigmachen.
  • Lass Politiker zum Wohl der Gesamtheit wirken.
  • Hilf uns allen, in rechter Weise mit den Dingen umzugehen und bewahre uns davor, zu sehr unser Herz an nebensächliches zu verlieren.
  • Lass alle Verstorbenen nach einem erfüllten Leben die Freude erfahren, nach der sie ihr Leben lang gesucht haben.

Jesus, du bist unser Heiland. Heile auch uns, damit wir dir mit ganzem Herzen dienen in Gott, der uns erfüllt in alle Ewigkeit.

 

Vaterunser

Jesus hat uns gelehrt, wie wir beten sollen, deshalb dürfen wir sprechen: Vater unser im Himmel…

 

 

Gebet

Lieber Gott,

zeige uns was wirklich wichtig ist.

Hilf uns, unsere Herzen nicht an Unwichtiges zu hängen.

Leite uns, dass wir uns nicht von Nebensächlichem ablenken zu lassen.

Hilf uns unsere Mitmenschen zu lieben und die gut zu behandeln.

Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit. Amen.

 

Und so segne uns der allmächtige Gott,

+ der Vater und der Sohn

und der Heilige Geist. Amen.

 

Michael Roos / Christoph Heinemann

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