Jesus bereitet sich vor

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Einleitung

Wenn wir Wichtiges unternehmen wollen, dann bereiten wir uns gut vor. So macht man das oft vor wichtigen Ereignissen. Bei wichtigen Fußballspielen kann man das deutlich sehen. Die Fußballer singen die Nationalhymne. Man merkt richtig, wie sie sich konzentrieren. Sie stehen beieinander – und dann geht’s los! Es gibt viele Situationen, auf die Menschen sich vorbereiten. Auch Kinder bereiten sich auf wichtige Ereignisse vor. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Vor einer Klassenarbeit lernen Schülerinnen und Schüler, wenn wir in einem Sportverein sind und ein Turnier ansteht, dann trainieren wir und Musiker üben vor einem Auftritt.

Auf wichtige Ereignisse bereitet man sich vor. Jeder macht das anders. Die richtige Vorbereitung kann entscheidend sein für das Gelingen. Das wussten die Menschen zu jeder Zeit. Auch Jesus hat das gewusst. Er bereitete sich ganz besonders gut auf seine Aufgabe der Verkündigung des Wortes Gottes vor. Davon hören wir im heutigen Evangelium.

 

Evangelium: MK 1,12-15

Nachdem Johannes ihn getauft hatte, ging Jesus in die Wüste. Er blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!

 

Katechese

Vierzig Tage war Jesus in der Wüste. Das ist eine lange Zeit. – Würdet ihr freiwillig in die Wüste gehen? (Kinder einbeziehen) Nun ja, auch heute reisen Menschen in die Wüste. Man nimmt einen Rucksack mit viel Trinkwasser mit, denn in der Wüste wird es tagsüber sehr heiß. Nachts braucht man Zelt und Schlafsack, denn dann ist es dort kalt. Oft gehen Einheimische mit Kamelen mit und transportieren Wasser, Zelte, Ersatzkleidung, Essen.

War das bei Jesus auch so? Nein, er hatte niemanden dabei. Er hatte keinen Rucksack mit Wasser. Und wo hat er wohl geschlafen, als er in der Wüste war? (Kinder einbeziehen) Jesus hat auf dem Boden geschlafen. Ohne Zelt und Schlafsack. Sicher war das manchmal ganz schön kalt! Und bestimmt hatte Jesus Hunger und oft auch Durst, denn er fastete in der Wüste.

Also einladend hört sich das nicht an! Wieso tut Jesus sowas? Hätte er sich nicht eine angenehmere Art der Vorbereitung ausdenken können?

Jesus ging in die Wüste, weil er hören wollte, was der Vater im Himmel von ihm möchte. Jesus fastete, um frei für das Wichtige zu werden, frei für die Antworten Gottes. Er war allein, nur mit Gott und sich und seiner Suche nach Antworten. Es gab Versuchungen, aber denen konnte er widerstehen, denn in dieser Zeit erfuhr er: Es gibt Wichtigeres als Essen und Trinken, als Ruhm und Reichtum. Die Zeit in der Wüste hat Jesus die Augen über seine Bestimmung geöffnet.

Jesus hat 40 Tage lang in der Wüste gefastet. Diese Zeit hat ihn stark gemacht. Auch unsere Fastenzeit dauert 40 Tage. In dieser Zeit bereiten wir uns auf Ostern, das Fest der Auferstehung, vor. Vielleicht finden wir auch Antworten, so wie Jesus Antworten in der Wüste fand. Manche Kinder verzichten in der Fastenzeit auf Süßigkeiten. Habt ihr eine Idee, was sie dadurch erfahren können? (Kinder einbeziehen) Vielleicht können wir wieder besser merken, wie gut das Brot schmeckt, wie gut Früchte und Gemüse sind. Uns wird neu bewusst, was Gott für uns wachsen lässt und mit welcher Liebe und Sorgfalt unser Essen gekocht wird. Worauf könnte man noch in der Fastenzeit verzichten, damit man spürt, was im Leben wichtig ist? Habt ihr Ideen? (Kinder einbeziehen)

Was wichtig ist im Leben, spüren wir manchmal am besten im Verzicht. Wenn wir Überflüssiges loslassen, schaffen wir Platz in unserem Herzen für das wirklich Wichtige. Dann ist Verzicht nichts Lästiges, Unangenehmes mehr, sondern er hilft uns, das Schöne und Gute im Leben neu zu entdecken und Gott nah zu sein.

 

Zum Anhören und Mitsingen:

Licht der Liebe:

 

Zum Nachdenken

Heute gibt es zwei Ausmalbilder. Eines zeigt Jesus in der Wüste, eines ist eine Papiertüte. Wer mag kann sich überlegen, auf was er in der Fastenzeit verzichten oder was er neu entdecken möchte. Ihr dürft das in die Tüte malen oder schreiben. Anschließend können wir uns erzählen, was wir uns überlegt haben.

 

Gebet

Lieber Gott,

wir danken dir,

dass du uns eine Vorbereitungszeit auf Ostern schenkst.

Hilf uns sie gut zu nutzen,

damit wir erkennen, was wirklich wichtig ist.

Segne uns und alle, die sich auf den Weg durch die Fastenzeit begeben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn.

Amen.

 

Elisabeth Hardt / Christoph Heinemann

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