Aus dem Dunkel ans Licht kommen

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Evtl. besorgen: schwarzes Tuch, Kerze, ein Teelicht für jedes Kind.

 

Vorbereitung: Das schwarze Tuch ausbreiten; wenn möglich, Raum verdunkeln.

 Einführung:

Ich möchte jetzt mit euch über die Dunkelheit nachdenken. Schaut mal, unser Tuch hier in der Mitte: Es ist schwarz, dunkel wie die Nacht. Wie ist es, wenn es dunkel ist? Spür einmal; schließ die Augen! Schimmert noch immer ein Spalt Helligkeit durch deine Augenlider? Wenn ich den Raum verdunkle, dann wird schwarze Nacht um uns, Finsternis. Lausch mal in die Finsternis hinein! Was hörst du? Was spürst du in dir? Erinnere dich an Momente, an Situationen, wo es ganz dunkel war um dich … Vielleicht nachts im Zimmer – oder bei einer Nachtwanderung. Wie hast du das erlebt? Bedrohlich, unheimlich, schön? Jetzt taste vorsichtig nach der Hand deines Nachbarn, deiner Nachbarin! Es ist gut, in der Finsternis nicht allein zu sein. Jetzt öffne wieder die Augen und schau, wessen Hand du ergriffen hast.

Wir haben der Erfahrung von Dunkelheit nachgespürt; denn das ist die Ausgangssituation für die heutige Geschichte der Bibel.

Nikodemus sucht Jesus bei Nacht auf

Bei Nacht, ganz im Dunkeln, macht sich ein Pharisäer, er heißt Nikodemus, auf den Weg zu Jesus. Das ist ja eigentlich ungewöhnlich. Habt ihr Ideen, was für einen Grund das haben könnte? (Kinder einbeziehen) Um bei Nacht zu jemandem zu gehen, um zu reden, muss man entweder in großer Not sein und keine Minute mehr warten können oder man möchte nicht gesehen werden. Vielleicht wollte Nikodemus nicht gesehen werden, wenn er mit seinen Fragen und Sorgen zu Jesus geht, denn er war ein führender Mann unter den Juden. Lieber wollte er von der Dunkelheit verborgen sein. Schließlich war er Pharisäer, er gehörte zu der jüdischen Gruppe, die sich besonders darum bemühte, dass alle Gesetze genau befolgt wurden. Jesus dagegen hatte gerade die Händler und Geldwechsler aus dem Tempel von Jerusalem vertrieben und damit für viel Aufruhr gesorgt. Da wollte Nikodemus vielleicht nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden.

Es ist schon irgendwie eine verrückte Geschichte: Ein kluger, wichtiger Mann der Gesellschaft, will nicht, dass etwas ans Licht kommt – was könnte das sein? (Kinder einbeziehen) Vermutlich ist er verunsichert, etwas hat seinen Glauben erschüttert, er hat Fragen, bei denen er allein nicht mehr weiter kommt. Er braucht das Gespräch mit Jesus. Hier bei ihm, so ahnt er, kann und darf er sich mit seinem wahren Gesicht zeigen, mit seinen Fragen, seinen Unsicherheiten, mit dem, was ihn erschüttert hat. Hier bei Jesus, in der Geborgenheit des Dunkels. Und was antwortet Jesu auf die Fragen des Nikodemeus? Hört selbst!

(Evangelium vortragen)

Evangelium: Joh 3,17.19-21

Jesus sagte zu Nikodemus: Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Denn darin besteht das Gericht: Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.  Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

 

Die Antwort Jesu auf all die Fragen des Lebens lautet: Das Licht kam in die Welt. An einer anderen Stelle in der Bibel sagt Jesus: „Ich bin das Licht der Welt“. Das bedeutet, Jesus bringt Licht ins Dunkel des Lebens. So, wie die kleinste Kerze die Dunkelheit erhellt, so will Jesus die Welt hell machen.

Wir wissen nicht, ob Nikodemus nach diesem Nachtgespräch gleich allen Menschen von Jesus erzählt hat. Ob er mit seinen Fragen auch bei Licht, am Tag, wenn alle ihn sehen konnten, zu Jesus kam. Aber das Johannesevangelium erzählt am Ende, dass dem Nikodemus ein Licht aufgeht. Nach Jesu Tod geht er am helllichten Tag mit kostbaren Salben zum Kreuzigungsort, um dem Leichnam Jesu noch etwas Gutes zu tun, da bekennt er sich zu Jesus.

Mit Jesus kam das Licht in die Welt. Er will auch das Dunkel in meinem Leben verwandeln. Aber was ist denn in unserem Leben dunkel (Kinder einbeziehen)? (Mögliche Antworten: Streit, Trennung, Tod, Heimweh usw.).

Meditative Vertiefung

Überlegt einen Moment, und erinnert euch an Situationen, in denen sich das Gefühl der Dunkelheit immer stärker um euch ausgebreitet hat – in denen ihr traurig wart und mutlos. Jesus möchte, dass auch euer Leben hell ist. Du darfst dich entscheiden, zum Licht und zur Liebe Gottes zu kommen. Möchtest du dich vor Jesus verborgen halten – oder willst du im Licht der Kinder Gottes leben? Schau mal, hier steht eine Kerze. Und dort sind kleine Kerzen, sie brennen noch nicht, sie machen noch nicht hell. Wenn du dich anstecken lassen möchtest von Jesu Licht, dann komm! Nimm ein Lichtlein, „mache dich auf und werde Licht“.

Lichtertanz im Kreis.

Dazu das Lied: „Mache dich auf und werde Licht

 Refrain

1.Vers: Wir nehmen Jesu Licht auf in unser Leben (Kinder nehmen das Licht vom Boden in ihre Handfläche).

Refrain

  1. Vers: Sein Licht begleitet unseren Weg (4 Schritte nach rechts).

Refrain

  1. Vers: Wir zeigen das Licht der Welt (eine Drehung um die eigene Achse).

Refrain

  1. Vers: Wir ehren Christus (mit 4 kleinen Schritten in die Mitte, Licht nach oben führen zu einem Lichterkranz).

Refrain

Sabine Tscherner-Babl / Christoph Heinemann

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