Der lange Weg des Weizenkorns

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Einleitung

Noch zwei Wochen, dann ist Ostern! Ihr alle wisst, dass unser Weg bis dahin die Erinnerung an das Leiden Jesu miteinschließt. Ostern ohne den Karfreitag gibt es nicht. Und so sind wir schon heute eingeladen, an das Leiden und Sterben Jesu zu denken und zu hören, was Jesus selber darüber sagt. Zu Beginn unseres Gebetes wollen wir still werden und an die leidenden Menschen in unserer Welt denken, an Kranke aus unseren Familien, an Hungernde und Verfolgte in aller Welt, an die Kinder, die kein frohes Leben leben können. –Kurze Stille-

 

Kyrie

Jesus hat sich der Menschen erbarmt, denen er auf seinem Weg begegnet ist. Ihn bitten wir:

Herr, Jesus Christus, wir wollen dich auf deinem Leidensweg begleiten: Herr, erbarme dich.

Wir wollen unsere Augen vor leidenden Menschen nicht verschließen: Christus, erbarme dich.

Wir wollen auf dein Wort hören: Herr, erbarme dich.

 

Gebet

Gott, unser Vater, du hast uns alles gegeben, was wir zum Leben brauchen.

Dein Sohn Jesus Christus hat uns gezeigt, wie das Leben miteinander gelingen kann.

Öffne jetzt unsere Ohren, Herzen und Hände, damit wir dein Wort verstehen und leben können.

Lass uns deine Nähe spüren und dir immer vertrauen.

Als deine großen und kleinen Kinder danken wir dir und loben dich durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Katechese

Wenn man Weizenkörner anfasst, dann fühlen sie sich hart an. So ist sind sie zu nichts nütze. Wer hat eine Idee, was wir mit ihnen tun können? (Kinder einbeziehen) Wir können sie in einer Mühle mahlen, sodass wir Mehl erhalten, aus dem wir Brot backen können. Oder wir können sie in die Schale in die Erde legen. Was passiert, wenn wir die Körner in die Erde säen? (Kinder einbeziehen) An einem Ort mit natürlichem Licht und täglicher Wasserzugabe beginnen sie zu keimen und es entwickeln sich kleine Triebe, die schon nach einigen Tagen zu sehen sind. Nach ungefähr einer Woche hat sich aus den kleinen Keimen frisches, grünes Weizengras entwickelt. Das einzelne kleine Korn ist nur bei genauem Hinsehen sichtbar. Bis sich ein solcher Weizenhalm entwickelt, vergehen drei bis vier Monate. In jeder Ähre befinden sich ungefähr 40 einzelne Körner. Wisst ihr, wie Brot entsteht? (Kinder einbeziehen) Ja, die Körner werden zu Mehl gemahlen, mit Hefe, Wasser und Salz geknetet und zu einem Brotlaib geformt, der im Ofen gebacken wird. Es ist also ein langer Weg, bis aus einem so kleinen Weizenkorn eine kräftige Weizenähre wächst. Und es ist ein kleines Wunder, dass ein Korn solch eine reiche Frucht bringen kann.

Evangelium (Joh 12,20-26a)

Unter den Pilgern, die beim Fest Gott anbeten wollten, gab es auch einige Griechen. Diese traten an Philippus heran, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und baten ihn: Herr, wir möchten Jesus sehen. Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philippus gingen und sagten es Jesus. Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt geringachtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein.

Im Evangelium haben wir gehört, was Jesus über das Weizenkorn sagt. Jesus ist in Jerusalem und das wichtigste Fest des Jahres – das Passahfest – steht kurz bevor. Viele Menschen sind gekommen. Sie wollen Jesus kennenlernen. Aber Jesus steht nicht der Sinn nach einer solchen Begegnung. Er spürt, dass sein Leben gefährdet ist und weiß, dass er den oberen jüdischen Priestern ein Dorn im Auge ist, weil er die Menschen auffordert, einander zu dienen, anstatt zu beherrschen. Diese Lehre Jesu gefällt ihnen nicht. Jesus muss beseitigt werden. Er muss sterben. Das weiß Jesus. Aber er ist nicht bereit, von seiner Botschaft, der Liebe Gottes zu allen Menschen, abzuweichen. Er ist bereit dafür zu sterben, obwohl er auch Angst hat.

Warum vergleicht sich Jesus selber mit einem Weizenkorn? Damit aus einem Weizenkorn eine starke Ähre mit vielen Körnern werden kann, muss es in die dunkle Erde gesät werden und ist nicht mehr zu sehen. Das Korn stirbt. Nur dann kann aus dem Korn Neues erwachsen. Darin sieht Jesus ein Bild für sich selbst: Er verzichtet darauf, sein Leben zu retten, damit die Menschen erkennen, dass die Liebe Gottes stärker ist als der Tod.

Jesus lädt uns ein, ihm nachzufolgen. Er fordert uns auf, uns weniger wichtig zu nehmen und stattdessen mehr die anderen Menschen im Blick zu haben. Jesus hat das getan, weil er den Menschen zeigen wollte, wie sehr Gott sie liebt. Das feiern wir an diesem Sonntag und in den kommenden Wochen.

Zum Mitsingen und Anhören:

Gottes Liebe ist so wunderbar

Vaterunser

Gemeinsam beten wir, wie Jesus es uns gelehrt hat: Vater unser im Himmel…

 

Segensbitte

Am Ende unseres Gebetes bitten wir um den Segen. So segne uns, unsere Familie, unsere Freundinnen und Freunde und alle, die uns am Herzen liegen, der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Katrin Kayenburg/Christoph Heinemann

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