Hosanna!

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Vorbereiten: Mit den Kindern grüne Zweige sammeln und zum Hausgottesdienst mitbringen, ebenso eine passende Blumenvase.

 

Einleitung

Hosanna, rufen sie. Hosanna in der Höhe. Jubel und Begeisterung. Jetzt bricht das Reich des Vaters David an. Die Leute haben sich viel von Jesus erhofft. Hosanna heißt wörtlich übersetzt: Hilf doch. Längst hatte sich Jesus einen Namen gemacht: Der Helfer der Kranken. Der mutige Gegner derer, die das Sagen haben. Ein toller Prediger. Endlich ist er in Jerusalem. Und die Menschen sind freudig gespannt auf das, was jetzt kommt. Aber hört selbst:

 

Evangelium: Joh 12,12-16

Am Tag darauf hörte die große Volksmenge, die sich zum Fest eingefunden hatte, Jesus komme nach Jerusalem. Da nahmen sie Palmzweige, zogen hinaus, um ihn zu empfangen, und riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels! Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf – wie es in der Schrift heißt: Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt; er sitzt auf dem Fohlen einer Eselin. Das alles verstanden seine Jünger zunächst nicht; als Jesus aber verherrlicht war, da wurde ihnen bewusst, dass es so über ihn geschrieben stand und dass man so an ihm gehandelt hatte.

 

Katechese

Wenn wir heute diese Erzählung lesen, wissen wir: Der Einzug in Jerusalem hat kein Happyend. Ein paar Tage später wird Jesus der Prozess gemacht. Ein abgekartetes Spiel zwischen den römischen Besatzern und der jüdischen Prominenz. Beiden war er zu sehr auf die Füße getreten. Und wieder ist die Menge da. Dieses Mal werden sie nicht rufen: „Hosanna.“ Dieses Mal werden sie schreien: „Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm“.

Jesus geht es nicht anders als vielen anderen Menschen. Wenn jemand Erfolg hat, wird er bejubelt und gefeiert. Aber wehe, es geht jemandem schlecht, er wird krank, er verliert seine Arbeit, er bekommt finanzielle Probleme oder man hält ihn für einen Verbrecher: Dann steht er oder sie oft allein da. Auf welche Menschen man sich verlassen kann, das weiß man nicht, wenn es einem gut geht. Das findet man erst in schlechten Zeiten heraus. Wo sind wir in dieser Geschichte? Vielleicht geht es dem einen oder der anderen von uns wie Jesus. Vielleicht haben wir das schon mal erlebt, wie Freunde sich plötzlich in Luft auflösen, wenn es uns schlecht geht. Aber vielleicht sind wir auch einer oder eine von den vielen, die in der Menge einfach mitschreien. Jubeln dem zu, dem alle zujubeln. Machen uns lustig über den, über den sich die anderen auch lustig machen. Gehen dem aus dem Weg, dem andere aus dem Weg gehen. „Du, ich hab’ jetzt gar keine Zeit.“ – „Du, andere Menschen haben auch ihre Sorgen.“ – „Ach komm, das wird schon wieder, jetzt nimm das mal auf die leichte Schulter.“ „Also, du bist in der letzten Zeit auch wirklich komisch geworden.“ Das sind Sprüche, mit denen man leicht auf Abstand gehen kann. Aber es sind auch Sprüche, die sehr weh tun können. Der Palmsonntag ist wie ein Spiegel. Wo sind wir in dieser Geschichte?

 

Zum Anhören und mitsingen: Lied zu Palmsonntag

Fürbitten

Gott, geht in seinem Sohn Jesus alle unsere Lebenswege mit. Wir bitten ihn:

  • Sei bei denen, die unverstanden und einsam sind.
  • Schenke den Völkern im Nahen Osten Frieden.
  • Bewahre uns vor schnellen und ungerechten Urteilen.
  • Stärke unsere Verbundenheit mit Jesus und untereinander.

 

Die Zweige werden in die Blumenvase gestellt. Dann folgt das Gebet.

 

Gebet

Lieber Gott, diese grünen Zweige sind Zeichen des Lebens und des Sieges.

Wie die Kinder in Jerusalem wollen wir mit ihnen Christus, unserem König, feiern.

Wir wissen, dass Freude und Leid manchmal eng beieinanderliegen.

Wir freuen uns, dass wir als Familie zusammenstehen und einander liebhaben.

Wir denken aber auch an all diejenigen, die in diesen Tagen einsam und traurig sind.

Wir denken an die vielen Kranken und an die, die Ihnen helfen.

Schenke allen Kraft, Mut und Zuversicht und begleite uns durch diese Zeit.

Darum bitten wir dich, durch Christus unseren Freund und Bruder.

Amen.

 

Segensbitte

Am Ende unseres Gebetes bitten wir um den Segen. So segne uns, unsere Familie, unsere Freundinnen und Freunde und alle, die uns am Herzen liegen, der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

 

Clemens Kreiss / Christoph Heinemann

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