Ostern – ein Geheimnis

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Vorbereiten: Wenn mögliche eine Speisezwiebel, den dürren Zweig eines Laubbaumes, einen blühenden Zweig (Forsythie, Kirsche, Zwetschge) besorgen.

Eröffnung

Wir beginnen unser österliches Gebet mit dem Zeichen, dass Jesus den Tod besiegt hat, im Namen des Vaters + und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A: Amen.

 

Einführung

Ostern ist auch und vor allem für die Kinder ein Fest der Ostereier. Ostereier gibt es in unzähligen Arten: selbstgefärbte oder bunte im Laden, Eier aus Süßigkeiten und aus Plastik. Solche hängen in Vorgärten an Sträuchern oder kleinen Bäumen oder in Girlanden an Brunnen. Oft blasen die Leute auch Eier aus, und die Kinder malen sie für den Osterbaum auf dem Tisch an. Solche Eier werden meist liebevoll aufbewahrt, und wenn sie nicht kaputtgehen, jedes Jahr wieder aufgehängt.

Aber was hat nun das Ei mit Ostern zu tun? Es ist ein Symbol, ein Hinweis auf neues Leben, das uns in der Natur im Frühjahr überall begegnet. Darf nämlich die Henne ihre frisch gelegten Eier behalten, setzt sie sich darauf, um sie warm zu halten. Und was passiert? Während sie brütet, entwickeln sich darin Küken. Nach einiger Zeit picken sie die Schale auf und schlüpfen heraus. Sind dann ihre Federchen trocken, sehen sie aus wie kleine gelbe Wollknäuel.

Ein Pfarrer hat einmal zum Ostergottesdienst solche Küken in einem Korb mit in die Kirche gebracht. Keiner rechnete damit, dass die kleinen Tiere so flink sein könnten, wenn der Korb abgedeckt wird. Im Nu wuselten sie zum Vergnügen der Gemeinde durch den Altarraum und die Kirche. Es dauerte eine ganze Zeit, bis sie wieder eingesammelt waren. Wir lächeln über diese Geschichte. Früher gab es die Sitte, die Leute in der Kirche durch Witze zum Lachen zu bringen. Dieses „Osterlachen“ war Ausdruck der Freude darüber, dass Jesus nicht im Tod geblieben ist; es darf auch uns anstecken. Wir feiern ja auch, dass Jesus auferstanden ist. Die Jünger bezeugen es mit ihren Oster-Geschichten. So wollen sie ihren Glauben an dieses Geheimnis weitergeben. Sie machen aber auch klar, dass Jesu Leben ein anderes ist, als es vor seinem Tod war. Wir wollen nun das Evangelium hören.

 

Evangelium: Joh 20, 1-9

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging jedoch nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Haupt Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie hatten noch nicht die Schrift verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse.

Katechese

Was Johannes erzählt, ist recht geheimnisvoll. Maria von Magdala sieht am frühen Morgen nur, dass der Stein nicht mehr vor Jesu Grabkammer liegt. Schon das bringt sie in helle Aufregung. Sie alarmiert Petrus und Johannes, die das Grab leer finden, sich aber nicht wundern. Einer der Jünger sah und glaubte, heißt es. Er war wohl dem Geheimnis der Auferstehung näher, aber er sprach noch nicht darüber. Warum gingen beide nach Hause, als sei nichts geschehen? Vielleicht musste ihnen erst noch das Herz geöffnet werden für dieses Geheimnis des Glaubens. Denn in allen erzählten Ostergeschichten wird deutlich, dass Jesus in ein anderes Leben, in das Leben bei Gott auferstanden ist

Wie geht es uns mit diesem Geheimnis? Wir haben viele Fragen dazu. Doch wenn wir uns im Frühjahr umsehen, stoßen wir auf eine Menge Geheimnisse. Es beginnt ja auch neues Leben in der Natur. Ihr alle kennt Zwiebeln. Wer kann beschreiben, wie sie aussehen? (Kinder einbeziehen) Braun, rund oder länglich und trocken. Aus solchen Zwiebeln entwickeln sich große dicke Zwiebeln, die unser Essen würzen, oder wunderschöne Blumen. Woher wissen sie, wann es Zeit ist auszutreiben? Wieso haben sie die Kraft dazu? Das ist ein Geheimnis.

Oder schaut euch den einen Zweig nach dem Winter an. Er ist trocken und wie tot. Und doch bekommt er, wenn es Zeit ist, hellgrüne Blätter. Woher weiß der Baum, dass es Zeit ist, aus den Wurzeln den Lebenssaft für die Blätter in die Äste und Zweige zu schicken? Es ist ein Geheimnis.

Schaut den Zweig an. Im Winter sah er trocken und dürr aus. Nun hat er dicke Knospen mit hellen Spitzen und sogar einige Blüten. Woher weiß dieser Zweig, dass es Zeit ist zu blühen? Und wieso hat er die Kraft dazu? Das ist ein Geheimnis.

Ja, wir staunen und freuen uns, dass die Natur so viel Schönes bietet. Vieles kann uns die Wissenschaft erklären, doch nicht alles. Staunen und freuen dürfen wir uns auch über Ostern, das Fest des neuen Lebens, das Gott Jesus geschenkt hat. Auch das ist wie vieles in der Natur letztlich ein Geheimnis. Wie die Jünger Jesu dürfen wir uns Zeit lassen, um ihm nahe zu kommen.

 

Fürbitten

Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat, bringen wir unsere Anliegen und Bitten:

  • Für alle, die nicht mehr staunen können: Öffne ihnen Augen und Herz …
  • Für die Eltern: damit sie ihren Kindern von Ostern erzählen …
  • Für alle, die dem Ostergeheimnis nahe kommen wollen: Öffne ihr Herz …
  • Für die Einsamen und Kranken: dass sie nicht allein bleiben …
  • Für unsere Verstorbenen: Gib ihnen ein neues Leben bei dir …

Unser Gott, hilf uns die Osterfreude in unseren Alltag mitzunehmen, darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. A: Amen

Zum Vaterunser

Jesus hat seinen Jünger beigebracht, wie sie beten sollen. Mit seinen Worten wollen wir beten:

Vater unser im Himmel …

 

Gebet und Segen

Guter Gott,
am heutigen Tag
hast du durch deinen Sohn Jesus den Tod besiegt.
Auch uns hast du so den Weg zum ewigen Leben erschlossen.
Darum feiern wir voller Freude
das Fest seiner Auferstehung.
Segne uns, damit wir
und alle Menschen, die uns wichtig sind
im Licht des Lebens wandeln.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn.

A: Amen.

 

Und so segne uns der gute Gott: + der Vater und der Sohn und der Hl. Geist.

A: Amen.

 

Zum Anhören und Mitsingen:

Wie ich euch vorher erzählt habe, haben früher die Pfarrer an Ostern in der Kirche Witze erzählt, damit die Menschen fröhlichen lachen konnten. Ich habe euch ein Lied mitgebracht, das ist auch lustig und erzählt uns etwas von dem was wir heute feiern. Hört selbst:

Gott hat der Nacht die schwarze Farbe geklaut

 

Gertrud Lorenz / Christoph Heinemann

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