Sonntag, 21. März 2021 – 5. Sonntag der Fastenzeit

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Der Hausgottesdienst steht hier zum Download bereit: PDF-Datei

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Vorbereitung: Für die „Antwort auf das Wort Gottes“ braucht ihr Blumensamen, die ihr euch im Vorfeld besorgen müsst und eventuell etwas Bastelmaterial. Natürlich kann diese Aktion auch während der kommenden Woche „nachgeholt“ werden.

Lied

Lied:Zeige uns Herr, deine Allmacht und Güte“ (Gotteslob Nr. 272)

oder:

Lied:So groß ist der Herr

oder (für Kinder):

Lied:Nur deine Liebe, Herr

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Einführung

Zeitgleich mit der Fastenzeit beginnt der Frühling. Die Natur bereitet sich vor, dass neues Leben wachsen und blühen kann. Was eine Zeit lang ausgesehen hat, wie tot, wird von neuer Kraft erfüllt. Manches zur Freude, weil es schön anzusehen ist, manches zum Leben, weil es Nahrung gibt, manches weil es für Gesundheit und Lebensqualität sorgt. Die Natur ist ein Bild für unser Leben – und für unseren Glauben. Wir dürfen Vertrauen haben, dass Gott auch uns neues Leben schenkt, dass er für uns sorgt und dass er aufblühen lässt, was vielleicht schon totgesagt war.

Gebet

V: Lasst uns beten.
(hier kann ein Moment Stille gehalten werden)

V: Herr, unser Gott,
dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt
dem Tod überliefert.
Lass uns in seiner Liebe bleiben
und mit deiner Gnade aus ihr leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn,
unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit.
A: Amen.

Psalmgebet

(aus Psalm 51)

(gemeinsam gebetet)

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab
und mach mich rein von meiner Sünde!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz
und einen festen Geist erneuere in meinem Innern!
Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht,
deinen heiligen Geist nimm nicht von mir!

Gib mir wieder die Freude deines Heiles,
rüste mich aus mit dem Geist der Großmut!
Ich will die Frevler deine Wege lehren
und die Sünder kehren um zu dir.

Lied

Lied:Wir danken dir, Herr Jesus Christ“ (Gotteslob Nr. 297)

oder:

Lied:Noch nie

oder (für Kinder):

Lied:Gottes große Liebe

Schriftlesung

Hinführung
Die Evangelien nehmen in diesen Wochen der Fastenzeit schon die Leidensgeschichte Jesu in den Blick. Sie gehört untrennbar zur Auferstehung. Dabei geht es nicht um Lebensfeindlichkeit, sondern um den Blick auf die Hingabe Jesu. Er gibt sein Leben – und stellt es als Beispiel für uns hin. Dabei beginnt diese Hingabe für uns schon viel früher, nämlich immer dort, wo wir etwas investieren, wo wir etwas geben, wo wir es uns etwas kosten lassen, damit andere zu erfüllterem Leben finden. Was wir geben und „verlieren“ kann wachsen wie das Weizenkorn, das in die Erde fällt.

Aus dem Johannesevangelium (Joh 12,20-33)
In jener Zeit gab es auch einige Griechen unter den Pilgern, die beim Paschafest* in Jerusalem Gott anbeten wollten. Diese traten an Philíppus heran, der aus Betsáida in Galiläa stammte, und baten ihn: Herr, wir möchten Jesus sehen. Philíppus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philíppus gingen und sagten es Jesus. Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer sein Leben liebt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen. Die Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet. Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde.

*(Sprich: Pas-chafest)

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier:
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Predigtgedanken oder Austausch

Eine Katechese für Familien mit Kindern gibt es hier:
https://zuhausebeten.de/2021/03/der-lange-weg-des-weizenkorns/

oder:

Anstelle einer Predigt kann an dieser Stelle unser Podcast stehen:
https://zuhausebeten.de/2021/03/die-sache-jesu-braucht-nicht-nur-begeisterte

oder:

Mögliche Fragen für den Austausch:

  • Wann hast du schon erlebt, dass etwas, was du für anderer gegeben hast, wachsen konnte und „Frucht gebracht“ hat?
  • Was fällt dir schwer für andere zu geben? Was eher leicht?
  • Hat jemand schon mal für dich etwas wirklich Kostbares gegeben oder getan?

oder:

Zeit der Stille zum persönlichen Nachdenken.

Lied:Korn, das in die Erde“ (Gotteslob Diözesananhänge)

Antwort auf das Wort Gottes – Lass es wachsen und aufblühen!

Jesus vergleicht die Hingabe mit dem Weizenkorn, das in der Erde „stirbt“, damit es wachsen und Frucht bringen kann. Lasst doch in diesen Tagen auch äußerlich mal etwas wachsen:

  • Besorgt euch ein einem Blumenladen eine Saatmischung mit heimischen Blühpflanzen und sät diese gemeinsam aus, in eurem Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank oder an einem anderen passenden Ort bei euch zu Hause oder in eurer Umgebung.
  • Wenn ihr mögt, dann bastelt doch ein kleines Tütchen als Geschenk für andere, befüllt dieses mit der Samenmischung und macht anderen auf diese Weise eine Freude. Auf das Tütchen könnt ihr einen Bibelvers schreiben:
    • „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ – oder auch ein anderer schöner Bibelspruch.

Solltet ihr keine Blumensamen bekommen haben, dann führt die Aktion doch einfach während der kommenden Woche aus…

Vater unser

V: Jesus gibt sein Leben für uns, er vertraut aus ganzem Herzen darauf, dass der Vater ihn nicht fallen lässt. In diesem Vertrauen beten wir als Kinder Gottes gemeinsam:

A: Vater unser …

Segensbitte

V: Gott segne uns und stärke uns,
dass wir bereit werden, zu geben,
dass wir bereit werden für dich zu leben
und ebenso für die Menschen, die uns anvertraut sind.
Segne uns, damit das, was wir geben wächst und Frucht bringt.

A: Amen.

V: So segne uns der gute Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

A: Amen.

Lied

Lied:Wer leben will wie Gott auf dieser Erde“ (Gotteslob Nr. 460)

oder:

Lied:So bist nur du

oder (für Kinder):

Lied:Über mir

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