Der Stallgeruch Jesu

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Einführung

Wir beginnen unser Gebet im Namen unseres Gottes, im Namen + des Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A. Amen.

Riechen ist wichtig für uns alle. Es gibt Gerüche, die wir gerne haben und es gibt Gerüche, die wir nicht so gerne haben. Riechen zu können, ist wichtig für uns Menschen und ebenso auch für die Tiere. Tiere, zum Beispiel Hunde oder Schafe, riechen, wo es was zu essen gibt und wo jemand ist, den sie gerne haben. Bei uns Menschen ist das ganz ähnlich. Kleine Kinder riechen manchmal an ihren Kuscheltieren, um zu wissen, ob es wirklich das eigene Kuscheltier ist. Am Geruch kann man merken, zu wem man gehört. Deshalb sagen manche Menschen zu diesem Geruch auch „Stallgeruch“.

Menschen, die viel Zeit mit ihren Tieren und ihrer Herde verbringen, nehmen auch diesen Stallgeruch ihrer Tiere an. Die Tiere wissen dann, dass sie keine Angst haben müssen, wenn der Bauer oder Hirte zu ihnen kommt. Von so einem Hirten hören wir jetzt in der Geschichte aus der Bibel.

Evangelium: Joh 10,11-15

In jener Zeit sagte Jesus: Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie und zerstreut sie. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.
Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.

Katechese

Jesus sagt von sich selbst, dass er der gute Hirt ist. (Kinder fragen, wie ein guter Hirt mit seinen Schafen umgeht.) Jesus will uns mit der Geschichte sagen, dass er genauso gut für uns sorgt, wie der gute Hirt für seine Herde.

Jesus hat unseren Stallgeruch und wir haben seinen Stallgeruch. Deshalb heißt es auch in der Bibel: „Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich“ Jesus kennt uns mindestens genauso gut, wie uns unsere Eltern kennen. Er sagt selbst: „Wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne, so kenne ich euch“.

Natürlich ist das immer ein bisschen schwierig, wenn wir uns vorstellen, dass wir die Schafe sind. Schnell denken dabei viele an das Schimpfwort „du dummes Schaf“ und sind dann zurecht beleidigt. In der Geschichte aus der Bibel geht es nicht um dumme Schafe.

Ein kluger Hirte hört nämlich auf seine Schafe, weil sie ja selbst riechen können, wo es was zu essen gibt. In jeder Herde gibt es immer ein Schaf, das der übrigen Herde vorangeht, weil das schon ungefähr weiß, wo es langgeht. Der kluge Hirt hört auf dieses Schaf und folgt seiner Herde.

Umgekehrt hört ein kluges Schaf auch auf seinen Hirten. Auch wenn die Schafe besser riechen, wo es was zu fressen gibt und wer zu ihrer Herde gehört, hat der Hirte einen besseren Blick über die Herde. Der Hirte ist ja viel größer als die Tiere und kann so viel besser absehen, welche Gefahren lauern oder welche Hindernisse zu überwinden sind. Manchmal verfängt sich ein Schaf auch in Büschen, fällt in ein Loch oder reißt einfach aus. Dann ist es die Aufgabe des Schäfers, das Schaf zu retten oder wieder einzufangen.

Für seine wichtige Arbeit braucht der Schäfer ein Werkzeug. Auf Bildern mit Hirten ist oft auch der Hirtenstab abgebildet. Der Hirtenstab ist ein langer Stock. Am oberen Ende des Stocks ist eine kleine Schaufel und ein kleiner Haken. Mit der Schaufel kann man von der Erde aufnehmen, auf der die Herde geht. Die Erde wird dann nach vorne geworfen, damit die Schafe schnuppern können, wohin es gehen soll. Der Haken am Ende des Stockes ist dafür da, die Schafe zurückzuziehen, die ausreißen oder diejenigen zu retten, die sich irgendwo verfangen haben.

Zum Anhören und Mitsingen:

Der gute Hirte

Fürbitten

Jesus, du bist unser guter Hirt. Deshalb beten wir,

  • dass keiner von uns in Gefahr gerät. – Wir bitten dich, erhöre uns!
  • dass alle Menschen sich bei dir sicher und geborgen fühlen. – Wir bitten dich, erhöre uns!
  • dass du bei uns bleibst und über uns wachst. – Wir bitten dich, erhöre uns!
  • dass dich alle erkennen, die einsam sind und Angst haben. – Wir bitten dich, erhöre uns!

Jesus, du bist unser guter Hirt. Du bist bei uns und wachst über uns. Dafür danken wir dir!

Gebet

Allmächtiger Gott,

dein Sohn ist der Kirche vorausgegangen

als der Gute Hirt.

Geleite auch uns, seine Herde,

zur ewigen Freude.

Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus,

unseren Herrn.

A: Amen.

Segensbitte

Wie ein Hirt über seine Schafe wacht, wache Gott über unsere Familie, unsere Freunde und alle Menschen in unserem Ort.

Er segne uns und behüte uns.

Er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.

Er wende uns sein Angesicht zu.

Und schenke uns Frieden und Heil.

A: Amen.

Zum Anhören und Mitsingen:

Der Herr ist mein Hirte

 

Florian Kunz / Christoph Heinemann

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