Die Familie Jesu

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Einführung

Wir beginnen unser Gebet im Zeichen unserer Erlösung: im Namen + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.

 

Gebet

Guter Gott, zu dieser Gebetszeit bringen wir unsere Erwartungen und unsere Freude mit.

Wir bringen auch unsere Sorgen mit und alles, was uns das Herz schwermacht oder wichtig ist.

Du liebst uns, darum übergeben wir dir alles, auch das, was wir uns wünschen, was uns aufregt oder ärgert. Du sagst ja zu uns, so wie wir sind. Dafür sei dir Lob und Dank in Ewigkeit. A: Amen.

 

Zum Anhören und Mitsingen:

Halleluja

 

Evangelium: Mk 3,20-21.32-35

Jesus ging in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass sie nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.

Die Mutter Jesus und seine Brüder kamen zu dem Haus. Sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Katechse

In dem Bibeltext, den wir gerade gehört haben, steht ein komischer Satz: „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“ Warum sagt Jesus so etwas, was meint er damit? Natürlich weiß Jesus, wer seine Mutter ist! Schließlich hat sie ihn großgezogen. Und er kennt auch seine Verwandten. Sagt Jesus das vielleicht, weil er seine Mutter nicht mehr leiden kann? Weil er ihr eins auswischen will? Oder weil er Streit mit den Verwandten hat? Sicher nicht.

Um zu verstehen, was Jesus meinte, müssen wir bedenken, in welcher Situation er das gesagt hat und wir müssen hören, was er nach diesem Satz weiter sagte. Lasst uns einmal zusammentragen, was wir aus dem Evangelium noch in Erinnerung haben. In welcher Situation war Jesus, als er diesen Satz sagte? (Kinder einbeziehen) Jesus ging in ein Haus. Aber er war nicht allein. „Wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten“, haben wir gehört. Stellt euch die Situation einmal vor: Jesus und seine Jünger wollen essen, aber es geht nicht, weil das Haus vollgestopft ist von Leuten, sodass man sich kaum bewegen kann. Was wollen die ganzen Leute hier? (Kinder einbeziehen) Genau! Sie wollen Jesus zuhören. Viele Menschen erhoffen sich Antworten auf ihre Fragen über das Elend in der Welt. Sie hoffen, dass Jesus sie retten kann und ihnen Heil bringt.

Gibt es auch heute Situationen, in denen jemand so begehrt ist, dass er in der Öffentlichkeit keinen Schritt vor den anderen setzen kann? (Kinder einbeziehen)  Ja, das sind berühmte Stars oder bekannte Sportler. Was zeichnet so einen berühmten Star aus? (Kinder einbeziehen) Er kann etwas ganz besonders gut. Und er lebt anders als alle anderen. Anstatt wie alle zur Schule oder zur Arbeit zu gehen, macht er einfach, was er will, was er gut kann, und setzt seine ganze Energie da hinein.

Eigentlich ist es etwas komisch, Jesus mit einem Star zu vergleichen. Aber lasst uns einmal überlegen: Was haben Jesus und ein Star gemeinsam? (Kinder einbeziehen Sie leben anders als alle anderen und sie können etwas besonders gut. Was hat Jesus, das ein Star nicht hat? (Kinder einbeziehen)  Klar, Jesus ist Gottes Sohn. Das ist etwas ganz Einmaliges. Und er hat eine Botschaft. Eine wunderbare Botschaft! Er bringt den Menschen Heil. Jesus spricht von der Liebe des Vaters im Himmel für alle Menschen. Es geht ihm nicht darum, berühmt zu sein und in Saus und Braus zu leben, sondern es geht darum, die Menschen aus ihrem Elend und ihrer Hoffnungslosigkeit zu befreien.

Nun lasst uns überlegen, was seine Mutter und seine Angehörigen über das Leben Jesu denken. Erfahren wir etwas darüber im heutigen Evangelium? (Kinder einbeziehen)  Als sie erfahren, dass er schon wieder in einem Menschenauflauf steckt, wollen sie ihn mit Gewalt zurückholen. Sie sagen: „Er ist von Sinnen“. Das heißt so etwas wie: „Jetzt dreht er durch“ oder: „Er spinnt wohl“.

Für Jesus führte sein Weg weg aus seiner Familie. Jetzt wurde ganz klar: Jesus würde nicht leben wie alle anderen. Er würde nicht das Handwerk Josefs weiterführen. Jesus würde das Werk des Vaters im Himmel führen. An diesem Tag bekannte Jesus: Mein Weg ist es, die Frohe Botschaft des Vaters im Himmel allen Menschen zu verkündigen. Deshalb sagte er auch: „Das hier sind meine Mutter und meine Brüder“. Damit meinte er die vielen Menschen, die zu ihm gekommen waren, um seine Botschaft zu hören. Er sagte weiter: „Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“ Auf diesem Hintergrund können wir die Frage verstehen: „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“.

Jesus meinte auch uns, wenn er sagte: „Das hier sind meine Mutter und meine Brüder“. Denn auch wir kommen zusammen, um seine Frohe Botschaft zu hören. Bruder oder Schwester Jesu zu sein, das ist ein großes Glück und ein wunderbares Geschenk Gottes. Wenn wir Gott und unsere Mitmenschen lieben, dann sind wir Geschwister Jesu. Wir können froh sein und Jesus, unserem Bruder, helfen, dass seine Botschaft weitergetragen wird zu allen Menschen.

 

Zum Anhören und Mitsingen:

Unser Leben sei ein Fest

Gebet

Guter Gott, unsere Gebetszeit ist nun zu Ende. Hilf uns, froh in die neue Woche zu gehen,

denn wir sind deine Schwestern und Brüder, du findest uns wichtig.

Stehe allen bei, mit denen wir verbunden sind. Hilf uns, gut mit ihnen auszukommen. Darum bitten wir dich, unseren Bruder und Herrn. A: Amen

 

 

Elisabeth Hardt / Christoph Heinemann

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