Frucht sein für andere

Vorbereitung

Korb mit verschiedenen Früchten und wenn möglich eine Tomatenpflanze im Topf bereitstellen.

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Einführung

Ihr seht hier einen Korb mit Früchten und einen Topf mit einer Pflanze. Bestimmt wisst ihr, wo diese Früchte wachsen. (Kinder einbeziehen) Und die Pflanze hier im Topf? Welche Früchte wird sie tragen?

Damit Pflanzen Früchte tragen, benötigen sie bestimmte Voraussetzungen. Welche fallen euch ein? (Kinder einbeziehen) Ja, Sonne, Wasser, gute Erde, Dünger. Wenn wir von einer Tomatenpflanze im Topf auf dem Balkon Früchte ernten wollen, müssen wir uns um die Pflanze intensiv kümmern und sie pflegen. Wir müssen sie vor Wind schützen, ihr ausreichend Wasser geben und sie an einen sonnigen Platz stellen. Nur dann können aus kleinen grünen Tomaten rote wohlschmeckende Früchte werden. Im Evangelium hören wir heute, dass Jesus auch uns auffordert, Frucht zu bringen. Da wir aber weder ein Baum noch eine Pflanze sind, wollen wir darüber nachdenken, wie wir denn Frucht bringen können. Zuvor rufen wir Jesus in unsere Mitte.

 

  • Jesus Christus, du liebst uns und möchtest, dass auch wir gut und lieb miteinander umgehen: Herr, erbarme dich unser.
  • Du möchtest, dass wir uns für unsere Freunde einsetzen: Christus, erbarme dich unser.
  • Du hast einen jeden von uns erwählt, dein Jünger, deine Jüngerin zu sein: Herr, erbarme dich unser.

 

Evangelium: Joh 15,9-17

Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt.

 

Katechese

Liebt einander! Bleibt in meiner Liebe! Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe! – Dreimal sagt Jesus uns, dass wir einander lieben sollen. Das ist Jesus ganz wichtig und es ist sein Auftrag an uns. Wo Menschen sich lieben, kann etwas von Gottes Liebe erfahren werden. Ihr habt alle schon gespürt, was Liebe ist: als Erstes von euren Eltern und Großeltern. Liebe in der Familie wird auch spürbar, wenn wir uns Zeit nehmen für gemeinsames Spielen, für Gespräche und Unternehmungen. Alles Gute, was wir einander tun, ist ein Zeichen unserer gegenseitigen Liebe. Darüber dürfen wir sehr froh und auch dankbar sein. Die Freude können wir teilen, indem wir die empfangene Liebe weitergeben.

Erinnern wir uns noch einmal an die Früchte und die Pflanze. Eine Pflanze, die gepflegt und mit Nährstoffen versorgt wird, bringt Früchte hervor. Wenn wir dieses Bild auf uns übertragen, können wir sagen: Kinder und auch Erwachsenen können selber Frucht sein, die anderen Freude schenkt. Denn ein Mensch, der in seinem Leben Liebe erfährt, hat alles, um Liebe weiterzuschenken. Wer selber Frucht für andere Menschen wird, zeigt, dass er zu Jesus gehört und seinen Auftrag ernst nimmt. Wie könnt ihr das in eurem Leben umsetzen? (Kinder einbeziehen)

Liebe zeigt sich an ganz konkreten Verhaltensweisen, die ihr fast täglich erfahren könnt: Eltern und Lehrer setzen sich dafür ein, dass ihr lesen, schreiben und rechnen lernt. Dazu brauchen sie Geduld – und ihr natürlich auch. Geduld haben miteinander, das ist eine Form der Liebe. Besonders dann, wenn jemand viel länger braucht, als man denkt, und man warten muss. Das ist eine echte Geduldsprobe – und wenn sie gelingt – ein Zeichen der Liebe. Wenn ihr also schneller seid beim Erledigen der Hausaufgaben als eure Freunde und Geschwister und darum auf sie warten müsst, bevor ihr zusammenspielen könnt, versucht, geduldig zu bleiben bis auch sie fertig sind.

Liebe zeigt sich auch, wenn ihr einander helft – beim Aufräumen des Zimmers oder beim Üben für eine Klassenarbeit. Ein großes Zeichen der Liebe im Sinne Jesu ist es, wenn man auch die Kinder mit einschließt, die keine Freunde haben oder deren Eltern ihnen nicht helfen können, weil z. B. Deutsch nicht ihre Muttersprache ist. Sich für andere einsetzen kann auch bedeuten, dass man einem Kind zur Hilfe kommt, wenn es von anderen ausgelacht wird, weil es z. B. im Sportunterricht eine Übung nicht kann oder auch dann, wenn ein Kind zu Unrecht von einer Lehrperson getadelt wird. Dazu gehört Mut. Aber wenn man spürt, dass jemandem Unrecht passiert, ist es Zeichen der Liebe, sich für eine gerechte Behandlung einzusetzen.

Ihr seht, dass es viele Möglichkeiten im Alltag gibt, den Auftrag Jesu zu erfüllen. „Macht euch auf und bringt Frucht“ sagt Jesus uns heute Morgen. Und als Zeichen unserer Bereitschaft, die Aufgabe Jesu anzunehmen, wollen wir nun gemeinsam singen.

Zum Anhören und mitsingen: Liebe ist nicht nur ein Wort

 

Zum Vaterunser

Gott nimmt uns als seine geliebten Kinder an, ihn dürfen Vater nennen und beten gemeinsam: Vater unser…

 

Segensbitte

V: Der Vater, der uns erwählt hat, erfülle uns mit seiner Liebe. A: Amen.

V: Der Sohn, der uns zu seinen Freunden und Freundinnen gemacht hat,

befreie uns zum Leben. A: Amen.

V: Der Geist, der lebendig macht, entfache in unseren Herzen die Kraft der Liebe. A: Amen.

V: Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit. A: Amen.

Katrin Kayenburg / Christoph Heinemann

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