Woran erkenne ich einen Christen?

Die Familienkatechese gibt es hier zum Download: PDF-Datei herunterladen

Hier gibt es das Ausmalbild zum Download: PDF-Datei herunterladen

Einführung

Wir beginnen unser Gebet im Zeichen unserer Erlösung: im Namen + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.

 

Nun sind schon sieben Wochen seit Ostern vergangen, und immer noch feiert unsere Kirche das große Fest von der Auferweckung Jesu: Ostern hat Gott gezeigt, dass seine Liebe stärker und mächtiger ist als der Tod. In der Bibel wird immer wieder von der Liebe gesprochen. Manche behaupten deshalb auch, das Christentum sei eine „Religion der Liebe“. Der heutige Lesungstext scheint das zu bestätigen. Wir werden uns nachher darüber austauschen!

 

Katechese

Manchen Menschen sieht man es an, wofür ihr Herz schlägt, also wofür sie sich begeistern: Fußballfans erkennen wir an ihren Schals, Fahnen und Emblemen ihrer Lieblingsmannschaft und auch andere zeigen durch Trachten oder Uniformen, zu welchen Gruppen oder Vereinen sie gehören.

Wie ist das eigentlich bei uns Getauften? Wir gehören doch zur großen Gruppe der Christen – aber kann man uns eigentlich auch als Christen erkennen? Woran könnten andere Menschen erkennen, dass wir – also du und ich –  mit Jesus verbunden sind? Was meint ihr? (Kinder einbeziehen)

Der heutige Bibeltext gibt uns eine Antwort – aber sie ist nicht so leicht zu entdecken. Versucht einmal die Merkmale eines Christen herauszuhören!

 

Lesung: 1 Joh 4,11-16

Wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. Wir haben geschaut und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott. Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.

 

Na, was habt ihr herausgefunden? Woran kann man erkennen, ob jemand mit Gott verbunden ist? (Kinder einbeziehen) Der Bibeltext nennt verschiedene Merkmale. Da heißt es einmal: „Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er bleibt in Gott.“ Einen Christen erkennt man also daran, dass er sich zu Jesus bekennt! Was ist damit wohl gemeint? (-) Wenn ich mich taufen lasse und den Gottesdienst besuche, wenn ich von Jesus rede oder zu ihm bete, dann zeige ich anderen, dass ich Christ bin, dass ich zur Kirche gehöre. Das ist ganz wichtig. Aber unser Bibeltext nennt noch ein weiteres Merkmal: „Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott in ihm.“ Einen Christen erkennt man auch an seiner Liebe gegenüber anderen Menschen. Doch was bedeutet das? Heißt das, dass ich jeden gern haben soll, so wie ich meine Eltern, Großeltern oder Freunde mag und liebe? Kann ich überhaupt solche Gefühle gegenüber fremden Menschen haben?

Wenn wir auf Jesus schauen, dann finden wir eine Antwort: Was doch immer wieder auffiel, war, dass Jesus zu allen Menschen freundlich war: Egal wer sich an ihn wandte, ob anhängliche Kinder, weinende Frauen, bettelnde Blinde, Ausgestoßene und Verachtete, Ausländer …, jedem wandte er sich zu; ja selbst seinen Feinden konnte er noch am Kreuz vergeben. Ich glaube, so ein Verhalten ist gemeint, wenn es heißt, dass wir einander lieben sollen. Es geht darum, so zu handeln und zu leben, dass es meinem Nächsten gut tut.

Ich möchte dazu einige Beispiele nennen: Jesus möchte, dass wir liebevolle Augen haben, damit wir die Außenseiter sehen und uns um sie kümmern!

Jesus möchte, dass wir liebevolle Ohren haben, die nicht weghören, wenn jemand um Hilfe ruft und nicht weiter weiß!

Jesus möchte, dass wir liebevolle Hände haben, die anderen etwas abgeben, die streicheln und schützen können!

Wenn wir auf diese Weise die anderen Menschen lieben, dann sind wir mit Gott verbunden, dann können auch andere spüren, dass ich ein Christ bin.

Vielleicht hat der eine oder andere von euch das schon mal versucht, den Glauben vor seinen Mitschülern zu bekennen oder nett gegenüber anderen zu sein, und dann die Erfahrung gemacht, dass das gar nicht so einfach ist. Vielleicht wurdet ihr auch schon deswegen von anderen ausgelacht. Lasst euch nicht entmutigen! Traut euch zu, als Christen zu leben! Die Bibel verspricht uns nämlich etwas Großartiges: Wer den anderen liebt – so sagt sie -, der wird Gott selber spüren, weil Gott die Liebe ist!

 

Zum Anhören und mitsingen:

Gottes Liebe ist wie die Sonne

 

Gebet und Segensbitte

Lieber Gott, wir leben in einer schwierigen Zeit:

Wir können viele Dinge gerade nicht unternehmen.

Ich kann mich nicht so leicht verabreden;

Sport ist schwierig und auch in der Schule ist viele anders als sonst.

Corona macht es uns schwer, denn alle Menschen sollen zuhause bleiben.

Das ist ungewohnt und mir fällt es schwer.

Bitte gib mir Geduld, wenn ich Langeweile habe, schenke mir Kraft, wenn ich keine Lust mehr habe, hilf mir, mit meinen Eltern und Geschwistern Frieden zu halten.

Sei du bei den Menschen, die krank sind und Hilfe brauchen.

Gib allen Ärzten und Pflegenden Kraft für ihre Arbeit.

Gott, danke, dass du in dieser Zeit bei uns bist!

Segne und beschütze uns! A: Amen

 

Und so segne uns der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.

 

 

Marion Schröter-Piehl / Christoph Heinemann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.