Geheimnisvolles Wachsen

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Zum Anhören und Mitsingen:

“Ein neuer Tag beginnt”

Eröffnung

Wir beginnen unser Gebet +im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Einführung

Bestimmt hat euch auch schon einmal jemand, den ihr länger nicht mehr gesehen habt, erstaunt gesagt: „Du bist aber groß geworden!“. Heut will ich mit euch über das Wachsen nachdenken, aber nicht euer Wachstum, sondern das von Pflanzen und noch etwas ganz Anderem. Hören wir mal, was dazu im Evangelium steht.

 

Evangelium: Mk 4,26-32

Jesus sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.

Auch sagte er: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

 

Katechese

Nicht nur das Wachsen und Großwerden von Kinder ist großartig und geheimnisvoll, sondern alles Wachsen und Werden in der Natur. Jesus spricht im Evangelium davon. Er zeigt uns, dass auch das Wachsen der Samen geheimnisvoll ist. Wir erleben es bei allem, das wir selbst säen oder das sich selbst aussät wie das Unkraut im Garten oder die Bäume im Wald. Der Mann, von dem Jesus erzählt, weiß nicht, wie Wachstum geschieht, und wir wissen es auch nicht. Aber wir staunen, welche Kraft in diesen kleinen Samen steckt. Es ist wunderbar. Kein noch so kluger Wissenschaftler bringt es fertig, sie zu erfinden.

Jesus spricht nicht nur vom sichtbaren und trotzdem geheimnisvollen Wachsen der Saat. Er erzählt auch vom ganz kleinen Samen des Senfbaums, aus dem aus eigener Kraft eine große Pflanze, eine Staude, groß wie ein Baum, entsteht. Er nimmt dieses Wachsen aus eigener Kraft als Gleichnis für das unsichtbare Wachsen des Reiches Gottes. Auch das ist geheimnisvoll.

Doch wo oder wie ist es? Es ist kein Staat wie die Bundesrepublik Deutschland und kein Land wie Bayern. Es ist ein Zustand, ein guter Zustand und ist da, wo es für die Menschen gut ist und Gutes geschieht. Mit Jesus hat es angefangen. Er war gut zu den Menschen, hat von Gottes Liebe erzählt, sie geheilt, getröstet und keinen verachtet. Das Reich Gottes ist wie ein Stück Himmel. Doch die Welt ist nicht der Himmel. Jesus konnte nicht alle Kranken heilen, sich nicht um alle kümmern, die Trost, die einen Lichtblick brauchten. Und doch hat er viel Gutes getan und für ein kleines Stück Reich Gottes gesorgt.

Das Reich Gottes erleben wir, wenn geschieht, was uns guttut, wenn uns jemand einen Gefallen tut, einen Fehler verzeiht, anerkennt, wenn wir uns Mühe geben. Und wenn wir für Frieden sorgen und jemandem helfen, ist das ein kleines Stück Himmel, das so weiterwirken kann. Vielleicht könnte ja Folgendes passieren: Ein Junge, der nie grüßt, tat dies eines Tages, als er der alten Frau X. im Treppenhaus begegnete. Sie war überrascht und freute sich so, dass sie der Kassiererin im Laden auch etwas Nettes sagte. An dem Tag waren viele Kunden ungeduldig. Ihr tat dieser Lichtblick so gut, dass sie ihrem Jungen nicht böse war, weil er vergessen hatte einzukaufen. Das Gute, das der Junge mit dem Gruß verursacht hatte, ging also weiter. Es gibt viel Gutes, das wir wie Samen säen können. Es kann auch größer werden, froh machen, trösten und weitergehen: Dann erleben andere und wir ein wenig Reich Gottes. In einer Welt, in der es so viel Streit und Krieg, Unheil und Böses gibt, sollten wir wenigstens um uns herum für Lichtblicke sorgen. Jesus hilft uns dabei.

 

Zum Anhören und Mitsingen:

Kleines Senfkorn Hoffnung

 

Fürbitten

Gott, wir brauchen in unserem Alltag deine Hilfe. Darum bitten wir:

  • Stehe allen bei, die versuchen, Streit und Gehässigkeit zu vermeiden.
  • Stehe allen bei, die sich um Frieden bei Konflikten und Kriegen bemühen.
  • Stehe allen bei, die sich um Mitmenschen in Not kümmern.
  • Stehe uns bei, dass wir Samen des Guten ausstreuen, die froh machen.

Gott, wir danken dir, dass es viele Menschen gibt, die dazu beitragen, dass es Lichtblicke in der Welt gibt und sich Gutes immer wieder ausbreiten kann.

 

Gebet und Segensbitte

Lieber Gott,

wir danken dir, dass du uns diesen neuen Tag schenkst.

Lass uns heute leben, wie es dir gefällt.

Hilf uns dein Reich mitzubauen.

Mach uns hilfsbereit und gütig.

Und segne uns und alle,

die uns am Herzen liegen.

Darum bitten wir durch Jesus,

unseren Bruder und Herrn.

A: Amen

 

Und so segne uns der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.

 

 

Gertrud Lorenz/Christoph Heinemann

 

 

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