Sonntag, 13. Juni 2021 – 11. Sonntag im Jahreskreis

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in einer kleinen Gemeinschaft gedacht. An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

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Der Hausgottesdienst steht hier zum Download bereit: PDF-Datei

Vorbereitung: Für den Gottesdienst braucht ihr einige Samen, die ihr aussäen könnt. Das können Blumen oder auch andere Pflanzensamen sein. Außerdem solltet ihr eine Stelle vorbereiten, an der die Pflanzen wachsen, das kann ein Blumentopf mit Erde sein oder eine Stelle im Garten.

 

Lied

Lied:Kommt herbei, singt dem Herrn“ (Gotteslob Nr. 140)

oder:

Lied:Komm Heiliger Geist” (Text: Gotteslob Nr. 342)

oder (für Kinder):

Lied:Wo zwei oder drei

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Einführung

Im zweiten Korintherbrief schreibt der Apostel Paulus: «als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende». Glaube setzt Vertrauen voraus. Vertrauen darauf, dass die Botschaft, die uns das Evangelium und die Jünger Jesu überliefert haben wahr ist. Wir haben in diesem Leben keine hunderprozentige Sicherheit, aber unser Glaube und die Botschaft der Kirche möchten uns lehren, dass wir auf Gott vertrauen dürfen, da wir seine Nähe erfahren und sein Wirken und unserem Leben spüren. Jeder neue Tag und besonders jeder Augenblick, den wir im Gebet verbringen, möchte uns helfen dieses Vertrauen zu stärken. So wollen wir jetzt unser Herz der Gegenwart Gottes öffnen und ihn bitten, bei uns zu sein.

Gebet

V: Lasst uns beten.
(hier kann ein Moment Stille gehalten werden)

V: Gott,
noch bevor wir Dich suchen, bist Du bei uns.
Bevor wir Deinen Namen kennen, bist Du schon unser Gott.
Öffne unser Herz für das Geheimnis, in das wir aufgenommen sind:
dass Du uns zuerst geliebt hast,
und dass wir glücklich sein dürfen mit Dir.
Nicht weil wir gut sind, dürfen wir uns Dir nähern,
sondern weil Du Gott bist.
A: Amen.

Psalmgebet

(aus Psalm 92)
(im Wechsel gebetet, der Vorbeter kann auch nach jedem Kehrvers wechseln)

A: Gut ist es, dem Herrn zu danken. (Oder: Gotteslob Nr. 401)

V: Gut ist es, dem Herrn zu danken,
deinem Namen, du Höchster, zu singen und zu spielen,
am Morgen deine Huld zu verkünden
und in den Nächten deine Treue.

A: Gut ist es, dem Herrn zu danken.

V: Der Gerechte sprießt wie die Palme,
er wächst wie die Zeder des Líbanon.
Gepflanzt im Hause des Herrn,
sprießen sie in den Höfen unseres Gottes.

A: Gut ist es, dem Herrn zu danken.

V: Sie tragen Frucht noch im Alter
und bleiben voll Saft und Frische;
sie verkünden: Der Herr ist redlich,
mein Fels! An ihm ist kein Unrecht.

A: Gut ist es, dem Herrn zu danken.

Lied

Lied:Das Weizenkorn muss sterben“ (Gotteslob Nr. 210)

oder:

Lied:Herr, ich komme zu dir

oder (für Kinder):

Lied:Kleines Senfkorn Hoffnung

Schriftlesung

Hinführung
Es ist nicht einfach, vom Reich Gottes zu reden. Jesus nutzt Gleichnisse, um seine Predigt anschaulich zu machen. Mit dem Gleichnis, das wir gleich lesen werden, soll unserem Glauben Mut gemacht werden. Wir müssen nicht verzagen, wenn in der Welt und in unserem eigenen Leben noch nicht alles perfekt läuft. Das Reich Gottes wächst, bei Tag und bei Nacht.

Aus dem Markusevangelium (Mk 4,26-34)
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier:
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Predigtgedanken oder Austausch

Eine Katechese für Familien mit Kindern gibt es hier:
https://zuhausebeten.de/2021/06/geheimnisvolles-wachsen/

oder:

Anstelle einer Predigt kann an dieser Stelle unser Podcast stehen:
https://zuhausebeten.de/2021/06/von-der-aktiven-untaetigkeit/

Mögliche Fragen für den Austausch:

  • Womit würdest Du das Reich Gottes vergleichen? Wie würdest Du es anderen verständlich machen?
  • Das Reich Gottes wächst, wie die Frucht der Erde. Was siehst Du in Deinem Leben wachsen? Würdest Du sagen, dass Dein Glaube im Laufe der Zeit gewachsen ist?
  • Wenn Jesus mit seinen Jüngern allein war, erklärte er ihnen alles, erzählt uns das heutige Evangelium. Wo erhoffst Du Dir mehr Klarheit? Was würdest Du Jesus gerne fragen?

oder:

Zeit der Stille zum persönlichen Nachdenken.

Antwort auf das Wort Gottes – Samen aussäen

Sät gemeinsam einige Samenkörner aus, wie der Sämann im Evangelium. Das könnt ihr in einem Blumentopf auf der Fensterbank tun, oder wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, auch im Garten. Wählt nach Möglichkeit eine Stelle, an der ihr täglich vorbeikommt, sodass ihr das Wachsen der Pflanzen beobachten könnt. Die wachsende Pflanze erinnert an das heutige Evangelium und daran, dass Gottes Wort in eurem Leben wachsen möchte, langsam und stetig und dass irgendwann eine große Pflanze daraus wird.

Fürbitten

V: Herr Jesus Christus, zu Dir kommen wir mit unseren Bitten und rufen:
A: Wir bitten Dich erhöre uns.

  • Du hast viel vom Reich Gottes gesprochen. Schenke uns die feste Zuversicht, dass Deine Botschaft wahr ist. – Wir bitten Dich erhöre uns.
  • Oft braucht es Geduld, das Wachsen der Pflanzen und die Ernte zu erwarten. Herr, hilf uns und allen, wenn uns Ungeduld und Hoffnungslosigkeit plagt. – Wir bitten Dich erhöre uns.
  • Hilf uns, Deine Zeugen zu sein und Deine Botschaft in die Welt zu tragen. – Wir bitten Dich erhöre uns.
  • Wir bitten Dich für alle Kranken und Schwachen Menschen. Schenke Ihnen Deine Nähe und Liebe und lass sie Heilung und Trost erfahren. – Wir bitten Dich erhöre uns.
  • Wir vertrauen Dir auch unsere Verstorbenen an: führe sie in Deinen himmlischen Frieden. – Wir bitten Dich erhöre uns.

V: Herr Jesus, Du kennst uns. Du weißt, was uns bewegt und was wir ersehen. Wir vertrauen Dir unsere Bitten an, auch jene, die wir unausgesprochen in unserem Herzen tragen. Amen.

Vater unser

V: Jesus Christus hat seine Jünger eingeladen hat, bei ihm zu sein und von ihm zu lernen. Er hat sie das Gebet gelehrt, mit dem wir uns vertrauensvoll an Gott unseren Vater wenden wollen:

A: Vater unser …

Segensbitte

(Gebet vom hl. Ambrosius von Mailand)

V: Vater,
verleihe uns Weisheit, Dich zu erkennen;
Eifer, Dich zu suchen;
Geduld, auf Dich zu warten;
ein Herz, über Dich nachzusinnen,
und ein Leben, Dich zu verkündigen
in der Kraft des Geistes unseres Herrn Jesus Christus.
A: Amen.

V: Segne uns, Herr, bewahre uns vor allem Bösen und führe uns zum ewigen Leben. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Lied

Lied:Segne du Maria“ (Gotteslob Nr. 535)

oder:

Lied:Der Herr segne dich

oder (für Kinder):

Lied:Herr, wir bitten, komm und segne uns

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