Ohne Gepäck

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Einführung

Viele Menschen möchten im Sommer in Urlaub fahren. Einige waren schon weg und andere können nicht fahren und gestalten die Ferien mit Tagestouren, Schwimmbadbesuchen oder Faulenzen im Garten und der eigenen Wohnung.

Die, die nicht zuhause bleiben und einige Tage von zuhause wegfahren, müssen ihre Koffer packen, alles mitnehmen, was sie auf Reisen nötig haben. Wir werden gleich mal überlegen, was wir so alles mitnehmen würden. Jetzt hören wir zuerst aber, was die Jünger Jesu so alles mitnehmen sollten!

 

Evangelium: Mk 6,7-13

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.  Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst! Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis. Und sie zogen aus und verkündeten die Umkehr. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

 

Katechese

Was packt ihr alles in euren Koffer, wenn ihr in die Ferien fahrt? Ich habe dafür Zettel mitgebracht, wo wir das alles aufschreiben oder aufmalen können. Ich meine, da ist viel zusammengekommen, oder? Jetzt kann jeder seinen Zettel zeigen und sagen, was er aufgeschrieben bzw. gemalt hat.

Es kann ja auch vorkommen, dass wir dann am Urlaubsort merken, dass wir etwas vergessen oder viel zu viel eingepackt haben, je nachdem, was jeder persönlich so alles nötig hat.

Man könnte sagen, dass Jesus seine Jünger auch auf Reisen schickt. Sie sollen die Menschen von ihren Krankheiten heilen. Für diese Aufgabe werden sie einige Tage unterwegs sein, so haben wir es im Evangelium gehört. Aber eine Sache hat mich total gewundert. Wisst ihr, was ich meine? (Kinder einbeziehen)

Man könnte sagen, dass die Jünger ihre „Koffer“ zu Hause lassen sollen. Jesus sagt, sie sollen nichts auf den Weg mitnehmen: kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld, kein zweites Hemd und nur Sandalen. Das ist doch total ungewöhnlich! Nur eines sollen sie mitnehmen: einen Wanderstab. Was wollte bloß Jesus damit? Wenn wir unsere Koffer packen und alles Notwendige für die Reise mitnehmen, dann sind wir unabhängig. Wir sind dann nicht auf die Hilfe anderer angewiesen. Für viele ist das sogar unangenehm, auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Wir können alles einfach buchen, und dann ist für alles gesorgt, und wir brauchen uns um nichts und um niemanden zu kümmern. Reiseleiter erklären uns dann in deutscher Sprache alles, was wir wissen wollen. Dabei brauchen wir noch nicht einmal die Sprache des anderen Landes zu sprechen.

Bei den Jüngern ist das so: Wenn sie nichts mitnehmen, dann sind sie auf jeden Fall auf die Hilfsbereitschaft der Leute angewiesen. Sie brauchen die Unterstützung der Menschen, anders kämen sie nicht weit.

Gerade darin liegt aber auch die Möglichkeit, den Menschen wirklich zu begegnen. Genau das wollte Jesus damit: Die Jünger sollen in Kontakt kommen mit den Menschen, mit dem, was sie von sich erzählen, mit dem Schönen und dem Schweren, mit ihren Freuden, aber auch mit ihren Krankheiten. Sie sollen ins Gespräch kommen mit den Leuten, auf ihre Sprache hören und versuchen, sie zu verstehen. Wenn ich im Ausland etwas mehr von den Einheimischen erfahren will, dann muss ich ihre Sprache sprechen. Vielleicht werde ich sogar zu einem Essen mit der Familie eingeladen. So was kann mir kein Reiseunternehmer bieten. Die älteren, die schon mal an einem Schüleraustausch teilgenommen haben, wissen, wie das dann ist.

Und jetzt zeigt sich, dass die Jünger doch etwas ganz Wichtiges dabeihatten. Jesus selbst hat es ihnen gegeben: keinen Gegentausch, auch nichts Materielles. Könnt ihr euch noch erinnern, was das war? (Kinder einbeziehen) Er gab den Jüngern die Vollmacht, die Menschen von ihren Krankheiten zu heilen. Und so spüren die Menschen, dass Gott ihnen sehr nahegekommen ist. Das ist ein unbezahlbares Geschenk.

Vielleicht seht auch ihr Möglichkeiten, anderen etwas zu schenken. Ich meine jetzt nicht irgendeinen Gegenstand oder etwas, das ich vorher im Laden gekauft habe, sondern etwas von mir.

 

Zum Anhören und Mitsingen:

Danke für diesen Tag

Fürbitten

Wir beten für uns, dass wir sehen, wie wir die Freuden und die Traurigkeit der Menschen teilen.

 

  • Wir beten für alle, die in diesen Tagen auf Reisen sind. Herr, erbarme dich. A: Herr, erbarme dich.
  • Wenn wir jemanden ein Geschenk machen wollen, dann zeige uns, was wir von uns selber schenken können …
  • Wir beten für alle Menschen, die krank sind …
  • Wir beten, dass wir sehen, wie wir auch mit nur wenigen Dingen glücklich sein können …

 

Diese Bitten und alles was wir persönlich auf dem Herzen haben, tragen wir im Vaterunser nun vor Gott: Vater unser im Himmel…

 

Gebet in der Ferienzeit

Lieber Gott, behüte uns auf allen unseren Wegen.

Gib uns offene Augen für die Wunder am Wegesrand,

Ohren für die Grillen, für den Wind und für die Stille

und ein offenes Herz für die Menschen, die uns begegnen.

Schenke uns ein Lachen, das wärmt,

und eine wache Erinnerung für all das Gute, das du uns schenkst.

Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. A: Amen.

 

Zum Anhören und Mitsingen :

Vor mir, hinter mir

 

Segensbitte

Gott der seine schützende Hand über uns hält segne und behüte uns. Er lassen sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig. A: Amen.

 

Markus Frohn / Christoph Heinemann

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