Von den Kochkünsten Jesu…


Vielleicht verspürst du in deinem Leben einen Mangel. Du denkst: Eigentlich geht mehr, aber es reicht nicht. Jesus kannte solche Situationen. Und hatte eine Lösung.

 

Reicht das?

Wer als Koch oder Köchin des Öfteren in der Küche steht, der kennt die Problematik: reicht das, was ich da gekocht habe? Werden wohl alle satt werden? Und wer etwas geübt ist, der weiß auch, dass man eine Suppe oder eine Soße meist noch ein bisschen strecken kann, damit am Ende doch noch alle satt werden.

Ein Wunder

Im Johannesevangelium gibt es eine Situation, die allerdings viel dramatischer ist. Viele Menschen folgen Jesus und nun ist es spät geworden und alle haben Hunger. Aber es gibt bei Weitem nicht genug. Es sind mehr als 5000 Leute zusammengekommen. Auf die provokante Frage Jesu: „Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?“ können die Jünger Jesu nur antworten: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele? Fünf Brote und zwei Fische für 5000 Menschen? Da wird auch das Strecken der Soße für den Fisch nichts helfen. Aber Jesus lässt sich die Gaben des Jungen bringen, spricht ein Dankgebet und teilt sie aus. Und als die Jünger die Reste einsammeln, da sind noch zwölf Körbe voll übrig. Ein Wunder ist geschehen.

Jesus will satt machen

Diese wundersame Vermehrung des Brotes und der Fische ist aber nicht bloß ein kulinarisches Wunder, das ausdrückt, dass Jesus einfach gerne Fisch und Brot gegessen hat. Es birgt viel Tieferes! Es sagt etwas darüber aus, wer Jesus ist und wie Er handelt. Jesus ist gekommen, um die Menschen satt zu machen, aber nicht nur in einem körperlichen Sinn, wenngleich das wichtig ist. Er selbst wird sich verschenken, indem Er Sein Leben hingibt und dies deutlich macht im Sakrament der Eucharistie. Jesus selbst will alle Menschen satt machen, indem er allen Seine erlösende Liebe anbietet. Aber Er tut dies nicht einfach allein. Wir sollen unsere Gaben einbringen, so wie der kleine Junge es gemacht hat. Wenn wir das geben, was wir haben und es zu Jesus bringen, dann wird Er daraus etwas Großes machen.

Bring dich ein!

Wenn wir an die aktuelle Situation des Christentums in unseren Breiten denken, kann auch uns of die Frage kommen: Was ist das für so viele? Die Antwort des Evangeliums ist: Nimm deine Gaben und Talente ernst, bring sie zu Jesus und lass sie von Ihm verwandeln, sodass aus etwas vermeintlich Kleinem etwas Großes werden kann. Nur, wenn wir auf Jesus und Seine Macht und Größe vertrauen, wird aus unseren fünf Broten und zwei Fischen Nahrung werden für viele, die Hunger haben nach Sinn und Halt, nach Glaube, Liebe und Hoffnung.

Also liebe Köchinnen und Köche da draußen, lasst euch von Jesus verwandeln und ihr werdet Großes vollbringen!

 

P. André Kulla OMI

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