Wenn aus kleinem etwas Großes wird

Sonntag, 25. Juli 2021

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in der Familie oder einer anderen kleinen Gemeinschaft gedacht.
An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Wir wünschen euch viel Spaß mit dem „Familiengottesdienst zuhause“!

Der Familiengottesdienst steht hier zum Download bereit: PDF-Datei

Vorbereitung: Für den Familiengottesdienst braucht ihr heute eine Postkarte (pro Person) oder Briefpapier (oder auch einfach farbiges, schönes Papier) und Schreibutensilien.

Lied

Lied:Herr, deine Güt ist unbegrenzt“ (Gotteslob Nr. 427)

oder:

Lied:Mutig komm ich vor den Thron

oder (für Kinder):

Lied:Einfach spitze

Kreuzzeichen

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Einführung

Heute hören wir in der Bibelstelle von der Brotvermehrung. Kaum vorstellbar, dass von fünf Broten und zwei Fischen 5.000 Menschen satt werden – aus einer verschwindend geringen Menge, aber bei Gott ist nichts unmöglich. Wer zu ihm kommt wird satt werden.

Gebet

V: Lasst uns beten.
(hier kann ein Moment Stille gehalten werden)

A: Guter Gott, wir sind hier vor dir, Kleine und Große, Alte und Junge, mit allen unseren Hoffnungen, Wünschen, Gedanken und Ängsten. Du, Gott, rufst uns zusammen. In dieser Gemeinschaft achten und stützen wir uns gegenseitig. Durch unsere Gemeinschaft soll deine Botschaft strahlen in diese Welt. Du stärkst uns durch Jesus Christus im Heiligen Geist.
Amen.

Psalmgebet

(aus Psalm 145)
Im Wechsel gebetet, der Vorbeter kann auch nach jedem Kehrvers wechseln.

Wenn ihr mögt, könnt ihr stattdessen einfach folgendem Video zuhören:

A: Herr, du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.

V: Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Huld.
Der Herr ist gut zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

A: Herr, du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.

V: Aller Augen warten auf dich
und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.
Du tust deine Hand auf
und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.

A: Herr, du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.

V: Gerecht ist der Herr auf all seinen Wegen
und getreu in all seinen Werken.
Nahe ist der Herr allen, die ihn rufen,
allen, die ihn aufrichtig rufen.

A: Herr, du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen.

Lied

Lied:Wenn das Brot, das wir teilen“ (Gotteslob Nr. 470)

oder:

Lied:Öffne die Himmel

oder (für Kinder):

Lied:Nur fünf Brote und zwei Fische

Schriftlesung

Hinführung
Aus der verschwinden geringen Menge von fünf Broten und zwei Fischen werden so viele Menschen satt. Es ist möglich, dass aus einem noch so kleinen Stück etwas Großes werden kann. Nämlich immer dann, wenn man es mit anderen teilt.

Aus dem Johannesevangelium (Joh 6,1-15)
In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tibérias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha Sprich: Pas-cha., das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philíppus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philíppus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denáre reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele? Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer.
Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier:
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Gedanken zum Evangelium

Wenn ihr möchtet, könnt ihr an dieser Stelle unseren Podcast anhören:
https://zuhausebeten.de/2021/07/von-den-kochkuensten-jesu/

oder ihr könnt eure eigenen Gedanken miteinander teilen:

Mögliche Fragen für den Austausch:

  • Habe ich schonmal eine Erfahrung gemacht, bei der ich nicht geglaubt hätte, dass es für alle reicht?
  • Was kann ich teilen, dass es für viele reicht?
  • Habe ich Vertrauen, dass ich bei Gott „satt“ werde?

Antwort auf das Wort Gottes – Freude mit anderen teilen

So wie die Menschen im Evangelium das Brot teilen, seid auch ihr eingeladen, etwas zu teilen. Schreibt gemeinsam oder allein einen Brief oder eine Postkarte an eine oder mehrere Personen, die ihr vielleicht lange nicht gesehen habt. Erzählt von etwas, was euch Freude macht und teilt so eure Freude mit anderen. Natürlich könnt ihr auch einfach vom heutigen Gottesdienst erzählen. Wenn ihr mögt könnt ihr den Adressaten ebenso dazu einladen, wiederum weitere Karten zu versenden. So wird aus einer kleinen Karte eine große Freude an viele.

Vater unser

V: Mit allen Menschen, die diesen Gottesdienst feiern und für alle Menschen, an die durch diesen Gottesdienst gedacht wird, beten wir im Vertrauen auf Gott:

A: Vater unser …

Segensbitte

V: Gott behüte mich in der kommenden Woche.
Gott beschütze mich auf deinen Wegen.
Gott stärke mich in deinem Tun.
Gott segne mich in dieser Stunde und in jeder weiteren meines Lebens.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Lied

Lied:Nun singe Lob du Christenheit“ (Gotteslob Nr. 487)

oder:

Lied:So weit der Himmel ist

oder (für Kinder):

Lied:Einer hat uns angesteckt

Tamara Faulstich

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