Veränderungen wagen

Sonntag, 29. August 2021

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in der Familie oder einer anderen kleinen Gemeinschaft gedacht.
An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Wir wünschen euch viel Spaß mit dem „Familiengottesdienst zuhause“!

Der Familiengottesdienst steht hier zum Download bereit: PDF – Datei

Lied

Lied: Ich will dich lieben, meine Stärke (Gotteslob Nr. 358)

oder

Lied: Gott ist Liebe

oder für Kinder

Lied: Gottes Liebe ist wie die Sonne

Kreuzzeichen

V: Wir beginnen unser gemeinsames Gebet im Zeichen der Liebe Gottes: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

 

Einführung

Gott ist Liebe, diese Heilsbotschaft hat Jesus nicht nur verkündigt, er hat dafür sein Leben gegeben. Auf das Heil, das uns versprochen ist, dürfen wir nicht nur hoffen, Jesus will noch mehr von uns. Er ruft uns auf, dass wir seinem Beispiel folgen und die Liebe zum Maß unseres Denkens und Handelns machen.

Werden wir einen kleinen Augenblich still und fragen uns, wo wir es an Liebe zu ihm und unseren Schwestern und Brüdern fehlen ließen.

 

Kyrie

Herr Jesus Christus, du bist das ewige Wort des Vaters. Herr, erbarme dich.
A Herr, erbarme dich.

Du bist die Liebe und das Leben. Christus, erbarme dich.
A: Christus, erbarme dich.

Du bist die Versöhnung der Sünder. Herr, erbarme dich.
A: Herr, erbarme dich.

 

Gebet

V: Lasset uns beten

A: Guter Gott,
du bist langmütig
und reich an Erbarmen.
Du hast uns in deinen Dienst gerufen.
Du willst,
dass wir dich mit ganzem Herzen lieben.
Entferne das Böse und das Verhärtete
und mach uns rein.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir und dem Heiligen Geist lebt
in alle Ewigkeit.

A: Amen.

 

Psalmgebet

(aus Psalm 15) (gemeinsam gebetet)

HERR, wer darf Gast sein in deinem Zelt, *
wer darf weilen auf deinem heiligen Berg?

Der makellos lebt und das Rechte tut, /
der von Herzen die Wahrheit sagt, *
der mit seiner Zunge nicht verleumdet hat,

der seinem Nächsten nichts Böses tat *
und keine Schmach auf seinen Nachbarn gehäuft hat.

Der Verworfene ist in seinen Augen verachtet, *
aber die den Herrn fürchten, hält er in Ehren.

Er wird nicht ändern, *
was er zum eigenen Schaden geschworen hat.

Sein Geld hat er nicht auf Wucher verliehen *
und gegen den Schuldlosen nahm er keine Bestechung an.

Wer das tut, *
der wird niemals wanken.

 

Schriftlesung

Hinführung

Rein und unrein im Sinne der Pharisäer sind für Jesus nicht Prinzipienfragen, sondern Traditionen, die im Grunde mit unserer Beziehung zu Gott wenig zu tun haben. Jesus kommt es auf das Herz an, nicht auf eingehaltene Vorschriften und schon gar nicht auf äußeren Schein. Hören wir was der Evangelist Markus dazu schreibt.

 

Aus dem Evangelium nach Markus (Mk 7,1-8.14-15.21-23)

Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, versammelten sich bei Jesus. Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen. Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Handvoll Wasser die Hände gewaschen haben; so halten sie an der Überlieferung der Alten fest. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.

Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Vergeblich verehren sie mich; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen.

Dann rief er die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage! Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut und Unvernunft.

All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

 

Gedanken zum Bibeltext

Wenn ihr möchtet, könnt ihr an dieser Stelle unseren Podcast anhören:
https://zuhausebeten.de/2021/08/gute-gewohnheiten/

Antwort auf das Wort Gottes – Veränderung wagen

Vor dem Essen Hände waschen nicht vergessen eine deutliche Anweisung zur Hygiene bei der Mahlzeit. In diesen Monaten können wir sie besonders gut verstehen. Das Waschen der Hände, das Desinfizieren von Flächen und das penible Achten auf Sauberkeit sind in Zeiten der Pandemie wichtiger denn je. Jesus lehrt uns heute, dass die äußere Reinigung jedoch nicht genügt. Es sind nicht die Äußerlichkeiten, die einen Menschen unrein machen. Solange unreine Dinge in unserem Herzen sind, können wir noch so viele äußerliche Gesetze einhalten, wir werden trotzdem keine bessere Welt schaffen. Mit der Forderung nach einem reinen Herzen leitet Jesus eine Umwälzung ein, die tatsächlich tiefer und weitreichender ist als alle äußerlichen Veränderungen.

 

Wo muss oder kann ich als Einzelner an mir arbeiten, um mein Herz wirklich rein zu machen? Denkt in einem Augenblick der Stille über diese Frage nach.

Oder unterhaltet euch als Familie / Gemeinschaft darüber, was ihr zu einer besseren Welt beitragen könnt.

 

Gemeinsames Gebet

V: Gott traut uns zu, dass wir etwas ändern, in unserem Herzen und in unserer Welt. Gemeinsam wollen wir beten:

A: Herr, dein Wort lässt uns leben.
Du rufst uns in deine Freiheit,
Eltern und Kinder, Große und Kleine.
Jedem und jeder von uns traust du zu, sich von dir leiten zu lassen.
Was nach Gehorsam aussieht – führt in die Freiheit deiner Liebe.
Hilf uns, dir zu glauben und dich durch unser Leben in der Welt zu bezeugen und sie zu einem besseren Ort zu machen.

 

Vater unser

V: Gott nennt uns seine Söhne und Töchter. Er sieht voll Liebe auf uns. Ihn dürfen wir alles bringen, was uns auf dem Herzen liegt. Beten wir voll Vertrauen:

A: Vater unser …

 

Segensbitte

V: Es ist für uns gut zu wissen, wo es langgeht. Es ist noch besser, jemanden zu kennen, der diesen Weg schon gegangen ist und uns begleitet. Jesus Christus ist dieser Weg, die Wahrheit und das Leben. In diesem Vertrauen dürfen wir in diesen Sonntag und in die kommende Woche gehen. Dazu segne uns der liebende Gott, der + Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

A: Amen.

Lied

Lied: Dank sei dir, Vater, für das ewge Leben

oder

Lied: Danke für dieses guten Morgen (Reggae-Version)

oder für Kinder

Lied: Danke für diesen Tag

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