Das Kreuz – Zeichen des Glaubens

Sonntag, 12. September 2021

Der Hausgottesdienst ist zum gemeinsamen Gebet in der Familie oder einer anderen kleinen Gemeinschaft gedacht.
An einigen Stellen ist die Aufteilung in einen „Vorbeter“ (V) und „Alle“ (A) vorgesehen. Die weiteren Texte können unter verschiedenen Lesern aufgeteilt werden.
Die Liedvorschläge sind jeweils mit einem Link zu einem Video versehen. Wo gemeinsamer Gesang nicht oder schwierig möglich ist, kann das Video als Unterstützung dienen. Jeweils ein Liedvorschlag stammt aus dem Gotteslob, ein weiterer aus dem Bereich der modernen Lobpreismusik.

Wir wünschen euch viel Spaß mit dem „Familiengottesdienst zuhause“!

Der Familiengottesdienst steht hier zum Download bereit: PDF-Datei

Vorbereitung: Ihr braucht für die Bastelaktion: (schwarzen) Tonkarton, Transparentpapier in verschiedenen Farben, Schere, Stift und Kleber

Lied

Lied:Kreuz, auf das ich schaue“ (Gotteslob Nr. 270)

oder:

Lied:Herr, ich komme zu dir

oder (für Kinder):

Lied:Befreundet sein mit dir

Einführung und Kreuzzeichen

In den Kirchen gibt es meist, ganz selbstverständlich, ein Kreuz. Viele Menschen haben auch zu Hause ein Kreuz hängen oder tragen sogar ein kleines Kreuz an einer Kette jeden Tag um den Hals. Die Kreuze erinnern an Jesus. Er ist am Kreuz gestorben – und er ist auferstanden. Darum ist das Kreuz ein Zeichen für unseren Glauben und auch ein Zeichen des Lebens.
Wir beginnen das Gebet und diesen Gottesdienst mit dem Kreuzzeichen. Machen wir es heute mal langsam und bewusst:

V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.

Gebet

V: Lasst uns beten.
(hier kann ein Moment Stille gehalten werden)

A: Gott, unser Vater,
dein Sohn, Jesus Christus,
hat uns gezeigt, was es bedeutet,
als dein Kind in dieser Welt zu leben.
Er hat Menschen geheilt,
sie aufgebaut und ermutigt,
aber er hat auch sein Leben gegeben,
um für uns alle den Weg zur Auferstehung vorzubereiten.
Stärke in uns den Glauben
an das neue Leben, dass du schenkst,
durch Jesus Christus, deinen Sohn,
der mit dir lebt in Ewigkeit.
Amen.

Psalmgebet

(gemeinsam oder im Wechsel gebetet)

Ich liebe den Herrn;
denn er hört meine Stimme, mein Flehen um Gnade.
Ja, er hat sein Ohr mir zugeneigt,
alle meine Tage will ich zu ihm rufen.

Mich umfingen Fesseln des Todes,
Bedrängnisse der Unterwelt haben mich getroffen,
Bedrängnis und Kummer treffen mich.
Ich rief den Namen des Herrn:
„Ach Herr, rette mein Leben!“

Gnädig ist der Herr und gerecht,
unser Gott erbarmt sich.
Arglose behütet der Herr.
Ich war schwach, er hat mich gerettet.

Ja, du hast mein Leben dem Tod entrissen,
mein Auge den Tränen,
meinen Fuß dem Straucheln.
So gehe ich meinen Weg vor dem Herrn
im Lande der Lebenden.

Lied

Lied:Ach bleib mit deiner Gnade“ (Gotteslob Nr. 436)

oder:

Lied:Du für mich

oder (für Kinder):

Lied:Hilfe in der Not

Schriftlesung

Hinführung
Was Jesus in seinem Leben tut, ist nicht selbstverständlich. Er gibt alles, was er kann, um für andere da zu sein. Er weiß, dass er auch im wörtlichen Sinn „sein Leben geben“ muss, damit wir Menschen das neue Leben bekommen in der Auferstehung. Für seine Jünger ist das kaum auszuhalten, sie erschrecken und protestieren. Jesus geht trotzdem seinen Weg und wird so zum Vorbild für jeden, der ihm nachfolgen möchte.

Aus dem Markusevangelium (Mk 8,27-35)
In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsaréa Philíppi. Auf dem Weg fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elíja, wieder andere für sonst einen von den Propheten. Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Christus! Doch er gebot ihnen, niemandem etwas über ihn zu sagen.
Dann begann er, sie darüber zu belehren: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet werden und nach drei Tagen auferstehen. Und er redete mit Freimut darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen. Jesus aber wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Tritt hinter mich, du Satan! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.

Anmerkung:
Das Evangelium des heutigen Sonntags ist auch in „Leichter Sprache“ verfügbar. Man findet den Text hier:
https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

Gedanken zum Bibeltext

Wenn ihr möchtet, könnt ihr an dieser Stelle unseren Podcast anhören:
https://zuhausebeten.de/2021/09/fuer-wen-haeltst-du-mich-eigentlich

Antwort auf das Wort Gottes – ein Kreuz gestalten

Jesus spricht davon, dass jeder, der ihm nachfolgen möchte, sein Kreuz auf sich nehmen muss. Das Kreuz ist Zeichen des Glaubens, weil es uns daran erinnert, dass Jesus sein Leben für uns hingegeben hat. Das hat bereits in seinem Leben begonnen. „Er hat sein Leben für die Menschen gegeben“ heißt: er hat alles für andere getan, nicht zuerst an sich gedacht, sondern an die anderen.

Was tust du für andere?
Welche Menschen brauchen dich?
Wo könntest du noch mehr an andere denken?
Wer ist für dich da und wen brauchst du?

Nehmt euch Zeit, aus den Bastelmaterialien ein Kreuz zu basteln. Das kann jeder für sich tun. Eine Anleitung findet ihr hier:

Vater unser

V: Jesus hat sein Leben gegeben, damit auch wir füreinander das Leben geben können. Als Schwestern und Brüder beten wir zu Gott, unserem Vater:

A: Vater unser …

Segensbitte

V: So segne uns und alle Menschen, die uns wichtig sind, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
A: Amen.

Lied

Lied:Komm, Herr, segne uns“ (Gotteslob Nr. 451)

oder:

Lied:Gewagte Liebe

oder (für Kinder):

Lied:Felsenfest und stark

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